Ex-BVB-Spieler und Mbappé: Was den BVB im Achtelfinale erwartet
VonLars Pollmann
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Im Achtelfinale der Champions League steht der BVB dem OSC Lille gegenüber. Es ist ein Match mit wenigen Berührungspunkten.
Nyon/Dortmund – Borussia Dortmund trifft im Achtelfinale der Champions League auf den französischen Klub OSC Lille. Das ergab die Auslosung der restlichen K.o.-Phase der Königsklasse am Freitagmittag in Nyon (Schweiz). Bereits zuvor war klar, dass der BVB als Teilnehmer aus der vorherigen Playoff-Runde das Hinspiel am 04. oder 05. März zu Hause bestreiten wird. Zum Rückspiel geht es eine Woche später also nach Nordfrankreich.
Lille hatte sich am letzten Spieltag der Ligaphase im Januar durch einen 6:1-Kantersieg über Feyenoord direkt fürs Achtelfinale qualifiziert, bei der Auslosung war der Klub aus der Ligue 1 mit Aston Villa aus der Premier League gepaart. Auf dem Papier stellt der LOSC wohl die etwas einfachere Aufgabe für den BVB dar, auch wenn Lille in der Ligaphase dank mehr geschossener Tore vor den Engländern gelandet war und unter anderem gegen Real Madrid sowie bei Atlético Madrid gewonnen hat. In Frankreich liegt das Team aktuell auf Tabellenplatz fünf.
Ricken und Sammer dabei: BVB traf erst einmal auf Lille
Eine große Historie gibt es zwischen dem BVB und Lille nicht. Das einzige Aufeinandertreffen in Pflichtspielen liegt über 20 Jahre zurück: Im Achtelfinale des UEFA Cups setzte sich Dortmund 2001/02 auf dem Weg ins Endspiel dank der Auswärtstorregel nach zwei Remis (1:1, 0:0) durch. Der heutige Sportchef Lars Ricken stand beim Hinspiel in Frankreich in der Startformation des damaligen Trainers und heutigen Klubberaters Matthias Sammer.
Auch in anderen Gesichtspunkten gibt es nur wenige Berührungspunkte zwischen den Achtelfinal-Gegnern Lille und Dortmund. Einen direkten Transfer untereinander hat es nach Angaben des Portals Transfermarkt noch nicht gegeben, auch haben bisher lediglich drei Profis in ihrer Karriere für beide Klubs die Schuhe geschnürt. Mit einem davon gibt es nun ein Wiedersehen für den BVB.
BVB und Lille treffen je auf einen Ex-Spieler
Im Sommer wechselte der belgische Außenverteidiger Thomas Meunier von Trabzonspor in der Türkei nach Lille. Meunier hatte von 2020 bis Februar letzten Jahres insgesamt 83 Pflichtspiele für den BVB bestritten. Auf der anderen Seite treffen die Franzosen mit Serhou Guirassy auf einen ihrer Ex-Profis. Dortmunds Rekordscorer in der Champions League kam 2015/16 für Lille nur auf neun Einsätze. Der dritte Spieler, der bei beiden Klubs aktiv war, ist Pierre-Emerick Aubameyang.
In Deutschland dürften viele Spieler des BVB-Gegners eher unbekannt sein, zumal es auch nur wenige Duelle von Lille gegen andere Bundesliga-Klubs gegeben hat. Die letzten fanden 2021/22 in der Gruppenphase der Champions League gegen den VfL Wolfsburg statt, der LOSC gewann dabei 3:1 in Niedersachsen. Einige spannende Namen hält der Kader von Lille aber durchaus bereit.
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Weltmeister bei Lille nicht für Champions League gemeldet
Zu nennen ist etwa Stürmer Jonathan David, der seit Jahren mit dem Wechsel zu einem Klub aus der absoluten Elite in Verbindung gebracht wird. Auch beim FC Bayern war der Kanadier, Kumpel von Alphonso Davies, schon öfters im Gespräch. Der frühere Schalke-Profi Nabil Bentaleb war indes kürzlich in den Schlagzeilen, weil er 243 Tage nach einem Herzstillstand beim Comeback gegen Stade Rennes ein Tor als Joker erzielte.
Auch Linksverteidiger Mitchel Bakker hat eine Bundesliga-Vergangenheit bei Bayer Leverkusen, während in der Zentrale mit Samuel Umtiti ein Weltmeister unter Vertrag steht, aber wegen langer Verletzungspause noch kein Saisonspiel absolviert hat und von Trainer Bruno Génésio auch nicht für die Champions League nominiert wurde. Dortmund-Coach Niko Kovač hat übrigens beide Duelle bei der AS Monaco mit Génésio gewonnen, als der noch für Stade Rennes arbeitete. Gegen Lille ist Kovač bei den Monegassen allerdings dreimal sieglos geblieben.
Gegen den BVB wohl nur auf der Bank sitzen wird auch der vermeintlich größte Name bei Lille: Mbappé ist dort kein Stammspieler. Allerdings natürlich nicht Superstar Kylian, der Real Madrid gerade per Hattrick zum Sieg über Manchester City schoss, sondern dessen kleiner Bruder Ethan. Der 18-Jährige wartet noch auf den Durchbruch beim Gegner von Borussia Dortmund.