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Formkrise von Sadio Mané zwingt Nagelsmann zum Umdenken - Bayern bewertet Experiment als gescheitert

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Julian Nagelsmann ist ob der aktuellen Formkrise von Sadio Mané beim FC Bayern zum Umdenken gezwungen.
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Eigentlich sollte Sadio Mané den abgewanderten Robert Lewandowski ersetzen. Doch dieses Experiment sieht der FC Bayern offenbar als gescheitert.

München - Wenn ein Spieler diese Länderspielpause samt neuem Umfeld jetzt gebraucht hat, dann Sadio Mané. Der senegalesische Flügelflitzer steckt mit dem FC Bayern München in einer handfesten Krise. Seit vier Liga-Spielen sieglos, zuletzt die Niederlage beim FC Augsburg (0:1). Hinzu kommt Manés persönliche Pleiten-, Pech- und Pannenserie.

Dabei sollte der 30-Jährige doch eigentlich den zum FC Barcelona abgewanderten Robert Lewandowski ersetzen - als Mittelstürmer. Wie der kicker berichtet, sieht man dieses Experiment bei den Bayern als gescheitert an. Vielmehr sehe der Klub seinen Star eher als Flügelspieler. Doch was heißt das für Sadio Mané?

Experiment mit Sadio Mané gescheitert - Nagelsmann muss umdenken

Zuletzt hatte Sky-Experte und Ex-Profi Didi Hamann Sadio Mané als „Fremdkörper“ im Bayern-Spiel betitelt. Die Mittelstürmerposition sei einfach nicht das gewohnte Habitat von Mané. Nicht ganz so drastisch, aber doch in die gleiche Kerbe schlägt jetzt offenbar der FC Bayern. Julian Nagelsmann sieht seinen Star-Neuzugang aus Liverpool hauptsächlich auf der Außenbahn. Dort hatte ihn der FCB-Trainer zuletzt vermehrt aufgestellt. Erfolg ausbaufähig.

Dabei hatte sich Sadio Mané zu Saisonbeginn hervorragend in den Bayern-Kader gefügt. Und das, obwohl Nagelsmann Mané in den Sturm gestellt hatte. Im 4-2-2-2-System lief es für Afrikas Fußballer des Jahres zunächst bestens, ehe nach drei Toren in den ersten drei Bundesliga-Partien nur noch wenig ging. Selbst ein Systemwechsel zum 4-2-3-1 mit Sadio Mané als Flügelspieler half nicht.

Wohin mit Sadio Mané beim FC Bayern?

Nun ist es aber so, dass die Münchner über wenige Möglichkeiten im Sturmzentrum verfügen. Eric Maxim Choupo-Moting wäre eine, der (zu) junge Mathys Tel eine zweite Alternative. Thomas Müller und Serge Gnabry bräuchten einen zweiten Stürmer neben sich. Gut möglich also, dass Nagelsmann nach der Länderspielpause wieder auf das 4-2-2-2 zurückgreift.

In diesem System dürfte Sadio Mané dann aber eine Position hinter den Stürmern spielen. Schon beim FC Liverpool war der Senegalese bevorzugt über die linke Seite gekommen. Hier reifte er zur absoluten Weltklasse. Wenig verwunderlich also, dass Jürgen Klopp Mané in Liverpool nachweint - trotz aktueller Minikrise. (nc)

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