Hamann und Matthäus reagieren auf Wut-Tuchel – Angebot stößt auf wenig Gegenliebe
VonKorbinian Kothny
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Der Streit zwischen Thomas Tuchel mit Lothar Matthäus und Didi Hamann überragte die Machtdemonstration des FC Bayern in Dortmund. Eine weitere Eskalation wird es wohl nicht geben.
Tuchel erhält volle Rückendeckung von FCB-Chefetage
Von seinen Bossen erhält Tuchel dabei die volle Rückendeckung. Präsident Herbert Hainer lobte den 50-Jährigen für seinen „wehrhaften“ Auftritt bei Magenta Sport, CEO Jan-Christian Dreesen sicherte im Kicker seinem Coach die „volle Rückendeckung“ aus der Chefetage des FC Bayern zu.
„Die Art und Weise der Kritik der vergangenen Wochen wundert mich aber schon sehr“, stimmte der Bayern-Boss Tuchel zu. Und auch Sportdirektor Christoph Freund verteidigte den Auftritt vom Bayern-Coach. „Der FC Bayern hat sich schon immer gewehrt, wenn es nötig ist. Das hat Thomas jetzt gemacht, und da stehen wir zu 100 Prozent hinter ihm“, sagte der Österreicher gegenüber der Bild-Zeitung.
Tuchel und Matthäus verzichten auf weitere Eskalation
Wird der Expertenstreit mit Tuchel jetzt zum Dauerthema an der Säbener Straße? Vermutlich nicht. Der Bayern-Coach hatte bereits am Samstag betont, dass das Thema für ihn beendet ist. „Ich habe keine Lust, in der Mitte zu stehen und Kommentare abzugeben. Heute war mal der Tag, das endgültig zu sagen. Ich werde da nicht weiter drauf eingehen“, erklärte Tuchel gegenüber BildTV.
Auch Lothar Matthäus verzichtete in seiner Sky-Kolumne am Montag auf eine weitere Eskalation. „Die Sache vom Samstag ist für mich vergessen, auch für meinen Arbeitgeber Sky. Es gibt kein Nachpoltern und kein Nachhaken, kein Draufhauen und kein Beleidigtsein“, schrieb der 62-Jährige. Sky-Moderator Sebastian Hellmann hatte zuvor schon angekündigt, das Gespräch mit Tuchel suchen zu wollen und „eine gemeinsame Basis zu finden“.
Tuchel schlägt Bierangebot von Matthäus aus – Hamann schätzt FCB-Coach
Auf das Angebot von Matthäus bei Sport 1 „wir können auch ein Bier miteinander trinken“, wird Tuchel aber wohl nicht eingehen. Der 50-Jährige hatte am Samstag bereits erklärt, während der Saison keinen Alkohol zu trinken und ohnehin in seinem Job als Bayern-Coach „genug zu tun“ zu haben.
Auch Hamann hält nicht viel von einer Aussprache. „Nähe ist ungut und nicht förderlich“, sagte der frühere Bayern-Profi in der Sendung Sky90 und schlug sogar versöhnliche Töne gegenüber Tuchel an, „ich schätze ihn sehr, er hat einen guten Humor.“ (kk)