Laut Berichten der Bild ist bei den Verantwortlichen von Borussia Dortmund ein Sinneswandel eingetreten. Sowohl Sportdirektor Sebastian Kehl als auch BVB-Boss Lars Ricken überdenken derzeit, ob es überhaupt sinnvoll ist, das Offensivtalent abzugeben. Der Grund für diese Zweifel liegt in der aktuellen Kadersituation der Schwarz-Gelben.
Nach dem bereits vollzogenen Wechsel von Jamie Gittens zum FC Chelsea und dem längerfristigen Ausfall von Julien Duranville aufgrund einer Schulterverletzung fehlen Trainer Niko Kovac auf den Außenbahnen bereits jetzt die Alternativen. Ein Abgang Campbells würde die Personaldecke weiter ausdünnen und den BVB zu neuen Investitionen zwingen.
Wer geht? Wer bleibt? – Die Vertragslaufzeiten der Stars von Borussia Dortmund
Ein adäquater Ersatz für Campbell würde dem Vernehmen nach rund 20 Millionen Euro kosten – deutlich mehr als die vom VfB Stuttgart gebotenen sieben Millionen Euro Ablöse. Diese Rechnung lässt die Dortmunder Verantwortlichen zögern.
BVB-Transfer droht zu platzen
Zudem möchte der BVB ungern komplett den Zugriff auf sein Talent verlieren. Sollte Stuttgart weiterhin auf einen Kauf pochen, würden sich die Dortmunder eine Rückkauf-Option sichern wollen. Campbell selbst, der noch bis 2028 unter Vertrag steht, sieht seine Zukunft jedoch nicht beim BVB. Der 19-Jährige strebt regelmäßige Spielzeit an, um sich für die Heim-WM 2026 mit den USA zu empfehlen.
In der vergangenen Saison hatte Campbell lediglich 75 Minuten Einsatzzeit in der Profimannschaft. Ein Gespräch mit Kovac, in dem der Trainer keine festen Einsatzzeiten zusichern konnte, soll ausschlaggebend für den Wechselwunsch gewesen sein. Die Situation bleibt kompliziert: Während Campbell bereits eine Einigung mit Stuttgart über einen langfristigen Vertrag erzielt haben soll, ist eine Lösung zwischen den Vereinen noch nicht in Sicht. Der Transfer, der als nahezu sicher galt, steht nun vor dem Aus – es sei denn, alle Parteien finden doch noch einen Kompromiss. (smr)