FC Bayern: Goretzka verliert einstige Klasse – Resultat ist ein krasser Transfer-Flop
VonFlorian Schimak
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Der FC Bayern ringt mit einem Star-Überangebot im Mittelfeld. Leon Goretzkas Niveau-Verlust sorgt dafür, dass eine kostspielige Verstärkung zum Flop wird.
München – Als Leon Goretzka im vergangenen Sommer in die Vorbereitung beim FC Bayern startete, fielen zwei Dinge auf!
Goretzka musste schlucken, wollte aber nicht weg. Auch nicht, als er anfangs in der Liga nicht einmal den Sprung in den Kader schaffte. Vincent Kompany sah Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlović, damals noch Konrad Laimer – und natürlich 50-Millionen-Neuzugang João Palhinha vor Goretzka.
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Transfers beim FC Bayern: Als Palhinha kam, war Goretzka am Boden
Der Rest der Geschichte ist bekannt. Der inzwischen 30-Jährige hielt die Klappe, ließ alles über sich ergehen – und stellte sein Spiel um! Denn der Mittelfeldspieler erkannte, dass eine Position als offensiver Achter, der er gerne wäre, im Kompany-System nicht stattfand.
Goretzka verlor so zwar Impact aufs Spiel und seine Torgefährlichkeit, weil er nicht mehr in die gegnerische Box kam. Bekam dafür aber mehr Spielzeit und kehrte so auch wieder in den Kreis der Nationalmannschaft zurück. Dort sprach er dann auf einer bemerkenswerte PK von „praktizierter Demut“.
Als körperlich robuster Mittelfeldspieler erfüllte Goretzka plötzlich die Erwartungen von Kompany. Auch, weil Palhinha, der dafür geholt wurde, oft verletzt nicht zur Verfügung stand.
Leon Goretzka verliert wichtiges Attribut und sorgt so für krassen Transfer-Flop beim FC Bayern
Die Rollenverteilung beim FC Bayern ist inzwischen klar definiert. Kimmich ist als Art Quarterback gesetzt. An seiner Seite wählt Kompany je nach Gegner.
Entweder Pavlović, der die Partie schnell machen und für Umschaltmomente sorgen kann. Oder eben Goretzka, der durch defensive Laufwege das Spiel des Gegners unterbinden kann – und nochmal eine andere körperliche Komponente mitbringt. Er akzeptiert seine neue Rolle als Situationsarbeiter.
So bleibt kein Platz für Palhinha, der dadurch zum traurigen Transfer-Flop wird. In München will man den Portugiesen gerne wieder abgeben. Fraglich, ob man auch nur im Ansatz das gezahlte Geld wiederbekommt.
Bei der Klub-WM wird die Rollenverteilung noch deutlicher. Gegen die Halb-Amateure aus Auckland (10:0) begann Pavlović. Im zweiten Gruppenspiel, wo man auf die hitzigen Argentinier von Boca (2:1) traf, waren Goretzkas (neue?) Qualitäten gefragt.
Leon Goretzka beim FC Bayern: Akzeptierte Teilzeitkraft
Zum Abschluss gegen Benfica (0:1) rotierte Kompany viel – und gab Palhinha eine Chance. Nach einem dürftigen Auftritt (Note 5) ohne Selbstvertrauen war zur Pause für ihn Schluss und es kam Denker und Lenker Kimmich.
Zwar würde man Goretzka (Vertrag bis 2026) bei einem Transferwunsch keine Steine in den Weg legen. Ein wirkliches Interesse an einem Vereinswechsel wird ihm allerdings nicht nachgesagt.