VonPatrick Mayerschließen
Lucas Hernández verabschiedet sich bei Instagram von den Fans des FC Bayern. Ein Kommentar von Münchens Fußball-Ikone Mehmet Scholl dazu geht viral.
München - 74 von 136 möglichen Bundesliga-Spielen hat er für den FC Bayern gemacht. Das ist etwas mehr als die Hälfte der theoretischen Einsätze. Dafür kostete Lucas Hernández, der im Champions-League-Finale 2020 nicht mal eingewechselt wurde, den deutschen Bundesliga-Rekordmeister im Sommer 2019 kolportiert 80 Millionen Euro Ablöse.
FC Bayern: Mehmet Scholl kommentiert Abschiedsworte von Lucas Hernández mit Spott
Jetzt hat sich der 27-jährige Abwehrspieler Paris Saint-Germain angeschlossen, laut Münchner tz für eine Sockel-Ablöse von 45 Millionen Euro (exklusive Boni), die die Franzosen demnach in die Isarmetropole überweisen, während die Bayern hartnäckig um die Gunst von Harry Kane (Tottenham Hotspur) verhandeln.
Mit emotionalen Sätzen verabschiedete sich der Weltmeister von 2018 von den Fans der „Roten“. Was ihm eine Ikone der Bayern so nicht abkauft? Mehmet Scholl, der zwischen 1992 und 2007 für den deutschen Fußball-Giganten spielte, versah das offizielle Abschieds-Posting von Hernández bei Instagram zumindest mit dem Kommentar: „Kein Wort glaube ich dir. Bye bye.“ Komplettiert wurde der Beitrag mit einem Kuss-Smiley (siehe Beleg-Foto unten).
Stand Sonntagabend (9. Juli), 20.05 Uhr, bekam der spitze Kommentar Scholls bei Instagram 6149 Mal ein „gefällt mir“ von der Community. 211 Mal wurde sein Beitrag bis dahin kommentiert. „Absolut recht hast du!!“, meinte ein User. Ein anderer Nutzer nahm die Kritik auf und schrieb selbst an Hernández gerichtet: „Noch nie von einem Spieler so enttäuscht gewesen. Spar dir deine Worte, die sind eh nichts wert.“ Und noch eine Nutzerin meinte in dem sozialen Netzwerk zum Scholl-Kommentar: „Mit schwerem Herzen? Wer hat ihm denn diesen Text vorgegeben? Ich hoffe, die medizinische Abteilung in Paris ist ebenso gut besetzt. Au revoir.“
Lucas Hernández: Franzose fiel beim FC Bayern immer wieder verletzt aus
Hernández war in vier Jahren München immer wieder lange verletzt. Sein letztes Spiel im FCB-Trikot hatte er am 12. November 2022 bestritten, ehe er seither mit einem Kreuzbandriss, zugezogen bei der Winter-WM in Katar, ausfiel. In den Meister-Krimi dieser Saison konnte er so nicht eingreifen.
„Liebe Fans des FC Bayern München, heute teile ich mit schwerem Herzen meinen Abschied vom Verein mit. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, mich neuen Herausforderungen zu stellen. Ich möchte mich für eure unerschütterliche Unterstützung während meiner Zeit hier bedanken. Die geteilten Momente werden für immer in meiner Erinnerung bleiben, ebenso wie die errungenen Trophäen, insbesondere die Champions League, von der ich immer geträumt habe“, hieß es im Posting von Hernández.
Lucas Hernández verlässt FC Bayern: Mehmet Scholl hat was auszusetzen
Der Franzose, bislang teuerster Transfer der Vereinsgeschichte, bedankte sich für „bedingungslose Unterstützung zu jeder Zeit“ und bat darum, „meine Entscheidung zu respektieren, auch wenn Abschiede immer schwerfallen“. Unabhängig von Scholl hatten bei Instagram und Twitter etliche Fans den Hernández-Abgang aus Bayern dennoch mit Hohn und Spott begleitet. Wiederholt wurde auf die extrem hohe Ablöse für einen Abwehrspieler sowie seine offenkundige Verletzungsanfälligkeit hingewiesen. Auch Scholl, der 2001 mit den Münchnern die Königsklasse gewann, hatte am erbrachten Leistungsnachweis wohl was auszusetzen. (pm)
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