FC Bayern mit Transfer-Coup, der Leon Goretzka gar nicht gefallen dürfte
VonMarcel Schwenk
schließen
Der erste Bayern-Transfer für die kommende Saison ist fix. Leon Goretzka dürfte die Verpflichtung von Tom Bischof aber nicht wirklich schmecken.
München – Wochenlang pfiffen es die Spatzen schon von den Dächern, am Dienstagmittag (21. Januar) machte es der FC Bayern schließlich offiziell. Von der TSG Hoffenheim kommt Tom Bischof an die Isar und wird dort ab der Saison 2025/26 seine Qualitäten zeigen.
FC Bayern verpflichtet Tom Bischof – Vorgriff auf Goretzka-Abgang?
Bitter für den Bundesliga-Konkurrenten: Für den Mittelfeldspieler, der seit 2015 in Sinsheim spielt, wird aufgrund seines auslaufenden Vertrags keine Ablöse fällig. Im Werben um den 19-Jährigen sollen sich die Münchner gegen hochkarätige Konkurrenz durchgesetzt haben, so waren wohl auch RB Leipzig und Eintracht Frankfurt am TSG-Eigengewächs dran.
Konkurrenz ist auch das richtige Stichwort, wenn es um die Rolle von Leon Goretzka beim FCB geht. Denn die ist aktuell schon groß und wird durch den Bischof-Transfer natürlich nicht kleiner. Freude wird beim gebürtigen Bochumer daher vermutlich nicht aufgekommen sein, als sein Arbeitgeber um 12.15 Uhr die Pressemitteilung zum Transfer herausgab.
Bayern-Neuzugang Tom Bischof wird nächster Konkurrent für Leon Goretzka
Der Gewinner der goldenen Fritz-Walter-Medaille des vergangenen Jahres ist wie auch Goretzka zentraler Mittelfeldspieler. Als gelernter Achter mit offensiven Anlagen füllt er ein ähnliches Profil wie sein zukünftiger Mannschaftskollege aus.
Wobei sich naturgemäß die Frage stellt, ob die beiden überhaupt zusammen in der Allianz Arena auflaufen werden. Denn Goretzka gilt weiterhin als Verkaufskandidat. Laut einem Bericht des kicker sollen daran auch seine zuletzt starken Auftritte wie beim 3:2-Erfolg über den VfL Wolfsburg nichts geändert haben.
Alle Winter-Neuzugänge der Bundesliga in der Übersicht
FC Bayern: Endet Goretzkas Bayern-Zeit im Sommer 2025?
Und auch er selbst soll sich diesen, anders als noch in der Vergangenheit, offenbar vorstellen können. Zwar läuft sein Kontrakt noch bis 2026, eine weitere Spielzeit ohne Rückendeckung der Verantwortlichen wird er aber wohl nicht akzeptieren. So würde sich Goretzka offenbar mit Angeboten beschäftigen, sollten welche eintrudeln.
Komplett ausschließen kann man einen Verbleib aber trotzdem nicht. Letztlich wabert das Thema seit gefühlten Ewigkeiten durch die Medien, nie wurde es Realität. Goretzka blieb, kämpfte sich zeitweise zurück in die Startelf und wusste dort auch zu gefallen. Gut möglich aber, dass die Bischof-Verpflichtung letztlich seine Bayern-Abschiedstournee einläutet. (masc)