Tapalovic-Watschn für Neuer: Heißt der große Gewinner Nübel?
VonManuel Bonke
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Hanna Raif
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Was bedeutet das Aus von Torwarttrainer Toni Tapalovic für Manuel Neuers Zukunft beim FC Bayern? Eine Rückkehr von Alexander Nübel scheint wieder realistischer.
München - Fünf Zeilen – mehr war dem FC Bayern die offizielle Meldung über die Trennung nach 11,5 Jahren von Torwarttrainer Toni Tapalovic (42) auf der Vereinshomepage nicht wert. Neben den obligatorischen Danksagungen und den guten Wünschen für die Zukunft, ließ sich Sportvorstand Hasan Salihamidzic (46) wie folgt zitieren: „Insbesondere Differenzen über die Art und Weise der Zusammenarbeit haben jetzt dazu geführt, dass wir getrennte Wege gehen.“ Der verletzte Manuel Neuer (36/offener Unterschenkelbruch) verliert damit seinen engsten Vertrauten im Klub, der sein Torwartspiel laut eigener Aussage geprägt und auf ein neues Level gehoben habe. Stellt sich die Frage: Wirft Neuer diese Watschn um?
In die aktuelle Situation hat sich Neuer durch seinen leichtsinnigen Skitouren-Ausflug selbst gebracht
In die aktuelle Situation hat sich Neuer durch seinen leichtsinnigen Skitouren-Ausflug selbst gebracht – und damit den Zorn der Münchner Chefetage auf sich gezogen. Trotzdem wird man den Eindruck nicht los, dass die Verantwortlichen die verzwickte Lage des Torhüters zum Anlass nehmen, leise dessen Abgesang anzustimmen.
Erst wurde Ersatzmann Yann Sommer (34) mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2025 ausgestattet – ein Jahr länger, als die Arbeitspapiere von Neuer gültig sind. Nun wurde er seiner engsten Vertrauensperson im Klub beraubt. Und im Sommer scheint eine Rückkehr von Neuers Rivale Alexander Nübel (26) aus Monaco durch das Tapalovic-Aus wieder realistischer. Er besitzt ebenfalls einen Vertrag bis 2025.
Neuers Verdienste für den deutschen Rekordmeister zählen gefühlt nicht mehr
Dann müsste sich Neuer, frisch aus einer schweren Verletzung kommend, einem Dreikampf auf höchstem Niveau stellen – angeleitet von einem Torwarttrainer, der nicht Neuers Trauzeuge ist. Ein Szenario ganz nach dem Geschmack von Nübel – eines, das den großen Torwart-Umbruch an der Säbener Straße einleiten könnte. Die Verdienste des mehrmaligen Welttorhüters für den deutschen Rekordmeister zählen gefühlt nicht mehr, auch wenn Uli Hoeneß (71) jüngst an diese erinnerte („Man darf nicht vergessen, was dieser Mann für den FC Bayern geleistet hat“) und den Abgesang auf Neuer als „unglaublich“ bezeichnete. Starke Worte, die Neuer nach tz-Informationen in den vergangenen Wochen gerne von Salihamidzic oder Trainer Julian Nagelsmann (35) gehört hätte.
Der Kader des FC Bayern München in der Saison 2022
Stattdessen liest er jetzt Abschiedsworte seiner Teamkollegen in Richtung Tapalovic. „Es war mir eine Ehre. Auch wegen dir war es eine absolute Erfolgsgeschichte im letzten Jahrzehnt. Du hast uns indirekt das eine oder andere Spiel festgehalten“, schrieb beispielsweise Ur-Bayer Thomas Müller (33) und lässt dadurch tief blicken, wie beliebt „Tapa“ nicht nur bei Neuer, sondern auch im restlichen Team war. Manuel Bonke, Hanna Raif