Entschuldigung zunächst verweigert

Jetzt bekommt auch Sané seine Entschuldigung – Bjelica nach Watschn und Strafe reumütig

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  • Korbinian Kothny
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  • Patrick Mayer
    Patrick Mayer

Im Bundesliga-Spiel des FC Bayern gegen Union kam es zum Eklat. Berlins Trainer Nenad Bjelica wurde vom DFB gesperrt. Nun reicht er eine Entschuldigung nach.

Update vom 26. Januar, 16.17 Uhr: Nun also doch. Union-Trainer Nenad Bjelica entschuldigt sich nach seiner Ohrfeige bei Leroy Sané. Auf seinem Instagram-Account postete der für drei Spiele gesperrte Coach einen dementsprechenden Beitrag. „Ich habe die Szene inzwischen mehrfach und in Ruhe gesehen. Ich habe in der Situation reagiert, wie ich niemals hätte reagieren dürfen“, beginnt Bjelica sein Statement.

Darauf folgen Worte der Entschuldigung. Erneut in Richtung seiner Mannschaft und nun auch an Sané: „Das tut mir leid und ich möchte mich dafür bei meiner Mannschaft, meinem Verein und bei Leroy Sané entschuldigen.“

Schon nach dem Spiel war die Reue bei Nenad Bjelica groß. Nun folgte die Entschuldigung bei Leroy Sané.

Konsequenzen nach Ohrfeige gegen Sané: Drei Spiele Sperre für Bjelica

Update vom 25. Januar, 16.03 Uhr: Trainer Nenad Bjelica vom 1. FC Union Berlin ist nach seiner Tätlichkeit im Bundesliga-Nachholspiel beim FC Bayern München für drei Spiele gesperrt worden. Der Deutsche Fußball-Bund gab die Entscheidung des DFB-Sportgerichts am Donnerstag bekannt, Union stimmte dem Urteil zu. 

Rote Karte gegen Nenad Bjelica: Union-Trainer verpasst Leroy Sané eine Ohrfeige

Erstmeldung vom 24. Januar: München – Abstand verkürzt: Der FC Bayern hat am Mittwochabend 1:0 (0:0) gegen Union Berlin gewonnen und ist mit nun 44 Punkten wieder bis auf vier Zähler an Tabellenführer Bayer Leverkusen (48 Punkte) herangerückt.

Abseits des entscheidenden Tores durch Raphael Guerreiro (46. Minute) war jedoch eine Ohrfeige von Gäste-Trainer Nenad Bjelica gegen Münchens Angreifer Leroy Sané (74.) der große Aufreger des Nachholspiels in der Allianz Arena. Der 52-jährige kroatische Coach sah daraufhin von Schiedsrichter Frank Willenborg folgerichtig die Rote Karte.

Das war passiert: Sané wollte von Bjelica vor einem Einwurf den Ball bekommen. Doch der Berliner Trainer rückte diesen nicht heraus. Es folgte ein hitziges Wortgefecht, woraufhin der einstige Bundesliga-Profi des 1. FC Kaiserslautern den deutschen Fußball-Nationalspieler ohrfeigte. Er verpasste dem 28-jährigen Angreifer eine Watsch‘n, wie es in München heißt.

Rangelei in München: Union-Trainer Nenad Bjelica (Mi.) ohrfeigt Bayerns Leroy Sané.

Nach der Aktion von Bjelica gegen Sané kam es vor der Berliner Bank zu einer hektischen Rangelei und zu einem Tumult zwischen Spielern und Betreuern beider Mannschaften. Referee Willenborg zeigte zudem Sané die Gelbe Karte. Für den Bayern-Profi war es die dritte Verwarnung in dieser Saison 2023/24.

Nenad Bjelica: Union-Trainer will sich bei Bayerns Leroy Sané erstmal nicht entschuldigen

Bjelica tobte nach seinem Platzverweis indes auf der Tribüne der Münchner Arena weiter. Der Hintergrund seines Aussetzers: Nach 72 Minuten war der Berliner Stürmer Kevin Behrens nach einem Kontakt mit Konrad Laimer im Strafraum des FC Bayern zu Fall gekommen.

Schiedsrichter Willenborg zeigte jedoch nicht auf den Elfmeter-Punkt. Er „habe schon Spiele gesehen, wo das gepfiffen wurde“, meinte der Kroate nach der Partie bei Sky und schloss eine Entschuldigung bei Bayern-Spieler Sané erstmal aus. Bjelica wolle sich bei seiner Mannschaft für die Rote Karte entschuldigen, erklärte er, „bei Sané nicht. Der kommt in meinen Raum, um mich zu provozieren“.

Meinungsverschiedenheit: Bayerns Leroy Sané und Berlins Nenad Bjelica geraten in München aneinander.

Zu seiner Handgreiflichkeit gegen Sané sagte der Union-Trainer bei Sky: „Ja gut, ich bin in meiner Zone, will den Ball holen und ihn Sané geben. Er hat mich in meinem Raum geschubst, dann habe ich natürlich reagiert. Ich reagiere nicht so, wie ich als Trainer reagieren sollte. Das ist nicht in Ordnung und nicht zu tolerieren, was ich gemacht habe. Ich verstehe die Rote Karte. Natürlich war ich ein bisschen aufgebracht wegen der Elfmeterszene, die nicht gecheckt wurde.“ (pm)

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