Vorsicht, Serge Gnabry: Fall von DFB-Kollege zeigt die Gefahr bei Arm-Verletzungen
VonJannek Ringen
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Gegen Preußen Münster ist der FC Bayern erwartungsgemäß in die nächste Runde eingezogen. Dennoch bereitet eine Personalie Thomas Tuchel Sorgen.
München – Der FC Bayern München hat in der 1. Runde des DFB-Pokals den Drittligisten Preußen Münster geschlagen. Die Personalprobleme in der Innenverteidigung haben nichts an dem souveränen Erfolg des Rekordpokalsiegers geändert. Allerdings sind die Personalsorgen von Thomas Tuchel erneut gewachsen, denn er muss mehrere Wochen auf Serge Gnabry verzichten.
Serge Gnabry
Geboren:
14. Juli 1995 (Alter 28 Jahre), Stuttgart
bisherige Vereine:
u.a. FC Arsenal, SV Werder Bremen, TSG Hoffenheim, FC Bayern
Marktwert:
55 Millionen Euro
FC Bayern zieht in Münster in die nächste Runde ein und verliert Serge Gnabry
Doch bereits nach vier Minuten gab es den ersten Rückschlag für die Bayern. Bei einem Angriff kam Preußen-Keeper Schenk stürmisch aus seinem Tor und räumte Serge Gnabry ab. Dieser verletzte sich dabei am Arm und musste kurze Zeit später ausgewechselt werden. Noch am Abend erfolgte die Diagnose. Der 28-Jährige hatte sich den Unterarm gebrochen.
Beispiel Christian Günter: Zu frühes Comeback ist gefährlich
Damit wird der Offensivspieler seiner Mannschaft mehrere Wochen fehlen. Je nach Heilungsverlauf könnte er mit einer Schiene zurück auf den Platz kehren und seiner Mannschaft wieder helfen. Jedoch ist dies nicht ganz ungefährlich, wie der Fall Christian Günter in der jüngeren Vergangenheit gezeigt hat.
Der Kapitän des SC Freiburg hatte sich im Testspiel gegen die Grashoppers Zürich in der Vorbereitung den Unterarm gebrochen, kehrte aber nach Operation und kurzer Ausfallzeit mit Schiene am Arm zurück. Deshalb stand er am ersten Spieltag in der Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim auch wieder in der Startelf. Doch dies blieb sein vorerst letzter Einsatz, denn in der darauffolgenden Trainingswoche fiel er erneut auf den Arm und musste wieder operiert werden.
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Gnabrys Ausfall verstärkt Personalnot – Chance für Krätzig?
Da der Kader des FC Bayern aufgrund der Verfehlungen in der Transferphase dünn besetzt ist, dürfte der Ausfall von Gnabry seinem Trainer Thomas Tuchel Kopfschmerzen bereiten. Glücklicherweise ist die Position des Nationalspielers eine der wenigen im Kader des FC Bayern, die in der Tiefe gut besetzt ist und von mehreren Spielern ausgefüllt werden kann.
Besonders der für Gnabry eingewechselte Krätzig machte mit einem Treffer auf sich aufmerksam. Der 20-Jährige hatte bereits in der Vorbereitung mit seinem Traumtor zum Sieg gegen den FC Liverpool für Aufsehen gesorgt. Durch den Ausfall von Gnabry bietet sich für ihn die Chance auf mehr Einsätze, auch wenn vor ihm noch Mathys Tel und Kingsley Coman kommen. Vielleicht sehen wir den Jungstar bald erneut im Dress des FC Bayern. (jari)