Transfer-Enttäuschungen

FC Bayern und zwei Weltstars: Gescheitert an zu hohen Erwartungen

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Die besten Spieler der Welt in seinen Reihen zu haben, ist der Anspruch des FC Bayern. Bei zwei Hochbegabten ging der Schuss aber nach hinten los.

München – Als der FC Bayern München im Sommer 2017 James Rodríguez von Real Madrid für eine Gebühr von 13 Millionen Euro und eine Kaufoption von 42 Millionen Euro auslieh, war die Euphorie riesig. Der kolumbianische Zauberfuß, Torschützenkönig der WM 2014, sollte das Münchner Spiel mit seiner Kreativität bereichern.

2020 folgte mit Philippe Coutinho ein weiterer vermeintlicher Coup: Der brasilianische Spielmacher kam per Leihe vom FC Barcelona für eine Gebühr von 8,5 Millionen Euro und einer Kaufoption von 120 Millionen Euro. Beide Transfers weckten bei den Bayern-Fans große Hoffnungen, sie könnten eine Ära prägen.

Doch die Realität sah anders aus. Die Weltstars verließen München nach nur zwei respektive einem Jahr. Während James mit der deutschen Mentalität haderte, scheiterte Coutinho letztlich an zu hohen finanziellen Erwartungen und auch an einem verletzungsbedingten Rückschlag.

Sieben Spieler im letzten Vertragsjahr – Die Laufzeiten der Stars des FC Bayern

Torhüter Manuel Neuer hat hingegen noch einen gültigen Vertrag bis zum 30.06.2026.
Dort ist natürlich auch Bayern-Legende Manuel Neuer dabei. Sein Arbeitspapier ist noch ein Jahr bis zum 30.06.2026 gültig. © IMAGO/Andrey Heuler/M.i.S.
Genau wie Nationalspieler Leon Goretzka. Dieser galt in der vergangenen Saison als möglicher Abschiedskandidat beim FCB, kämpfte sich jedoch zurück und war in der Meistersaison ein wichtiger Faktor.
Genau wie Nationalspieler Leon Goretzka. Dieser galt in der vergangenen Saison als möglicher Abschiedskandidat beim FCB, kämpfte sich jedoch zurück und war in der Meistersaison ein wichtiger Faktor. © IMAGO/Bahho Kara
Serge Gnabry hat ebenfalls einen gültigen Vertrag bis zum 30.06.2026. Der Flügelspieler lief in der abgelaufenen Saison jedoch seinen eigenen Erwartungen hinterher. (7 Tore, 8 Vorlagen)
Serge Gnabry hat ebenfalls einen gültigen Vertrag bis zum 30.06.2026. Der Flügelspieler lief in der abgelaufenen Saison jedoch seinen eigenen Erwartungen hinterher. (7 Tore, 8 Vorlagen) © IMAGO/Andrey Heuler/M.i.S.
Der flexibel einsetzbare Raphaël Guerreiro hat beim FC Bayern noch einen Vertrag bis zum 30.06.2026.
Der flexibel einsetzbare Raphaël Guerreiro hat beim FC Bayern noch einen Vertrag bis zum 30.06.2026.  © IMAGO/Markus Fischer
Sven Ulreich hat seinen zum Ende der vergangenen Saison ausgelaufen Vertrag noch einmal um ein Jahr bis zum 30.06.2026 verlängert.
Sven Ulreich hat seinen zum Ende der vergangenen Saison ausgelaufen Vertrag noch einmal um ein Jahr bis zum 30.06.2026 verlängert. © IMAGO/Mladen Lackovic
Frankreichs Nationalspieler Dayot Upamecano ist ebenfalls noch bis zum 30.06.2026 an den FCB gebunden. Aktuell wird bereits an einer Verlängerung seines Vertrags gearbeitet.
Frankreich Nationalspieler Dayot Upamecano ist ebenfalls noch bis zum 30.06.2026 an den FCB gebunden. Aktuell wird bereits an einer Verlängerung seines Vertrags gearbeitet. © IMAGO/Andrey Heuler/M.i.S.
Verteidiger Tarek Buchmann wurde in der Vergangenheit immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Der 20-Jährige hat einen gültigen Vertrag bis zum 30.06.2026.
Verteidiger Tarek Buchmann wurde in der Vergangenheit immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Der 20-Jährige hat einen gültigen Vertrag bis zum 30.06.2026. © IMAGO/Philippe Ruiz
Torjäger Harry Kane ist eine der wichtigsten Personalien beim FC Bayern. Der Engländer steht noch bis zum 30.06.2027 unter Vertrag.
Torjäger Harry Kane ist eine der wichtigsten Personalien beim FC Bayern. Der Engländer steht noch bis zum 30.06.2027 unter Vertrag. © IMAGO/Heuler Andrey / SPP
Gleiches gilt für den österreichischen Nationalspieler Konrad Laimer. (30.06.2027)
Gleiches gilt für den österreichischen Nationalspieler Konrad Laimer. (30.06.2027) © IMAGO/Oryk HAIST
Kingsley Coman hat auch noch bis zum 30.06.2027 einen gültigen Vertrag. Der Franzose wurde in den letzten Monaten aber auch immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht.
Kingsley Coman hat auch noch bis zum 30.06.2027 einen gültigen Vertrag. Der Franzose wurde in den letzten Monaten aber auch immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. © IMAGO/Heuler Andrey / SPP
Paul Wanner ist von seiner Leihe zum 1. FC Heidenheim zurückgekehrt und steht beim FC Bayern noch bis zum 30.06.2027 unter Vertrag.
Paul Wanner ist von seiner Leihe zum 1. FC Heidenheim zurückgekehrt und steht beim FC Bayern noch bis zum 30.06.2027 unter Vertrag. © IMAGO/Markus Ulmer
João Palhinha konnte sich zuletzt über den Gewinn der Nations League mit Portugal freuen. Beim FC Bayern konnte er sich bislang noch nicht durchsetzen. Sein Vertrag läuft bis zum 30.06.2028.
João Palhinha hat den FC Bayern nach nur einer Saison bereits wieder verlassen und sich leihweise den Tottenham Hotspur angeschlossen. Sollten die Londoner darauf verzichten, von der Kaufoption Gebrauch zu machen, steht Palhinha noch bis zum 30.06.2028 beim FCB unter Vertrag. © IMAGO/Christian Schroedter
Hiroki Itos Zeit beim FCB war bislang vor allem von Verletzungspech geprägt. Der Japaner ist ebenfalls bis zum 30.06.2028 an den Meister gebunden.
Hiroki itos Zeit beim FCB war bislang vor allem von Verletzungspech geprägt. Der Japaner ist ebenfalls bis zum 30.06.2028 an den Meister gebunden. © IMAGO/Mladen Lackovic
Das trifft auch auf Ersatztorhüter Daniel Peretz zu. Sein Vertrag endet am 30.06.2028.
Aufgrund der großen Konkurrenz im Bayern-Tor ist Daniel Peretz an den Hamburger SV verliehen worden. In München läuft sein Vertrag noch bis zum 30.06.2028.  © IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal
Bei Sacha Boey wurde zuletzt über eine mögliche Rückkehr zu seinem Ex-Verein Galatasaray Istanbul spekuliert. Der Franzose besitzt einen Vertrag mit Laufzeit bis zum 30.06.2028.
Bei Sacha Boey wurde zuletzt über eine mögliche Rückkehr zu seinem Ex-Verein Galatasaray Istanbul spekuliert. Der Franzose besitzt einen Vertrag mit Laufzeit bis zum 30.06.2028. © IMAGO/Juan Ignacio Roncoroni
Auch bei Min-Jae Kim, dessen Vertrag bis zum 30.06.2028 läuft, gab es zuletzt Gerüchte um einen möglichen Bayern-Abgang. Der Südkoreaner hatte außerdem mit hartnäckigen Achillessehnenproblemen zu kämpfen.
Auch bei Min-Jae Kim, dessen Vertrag bis zum 30.06.2028 läuft, gab es zuletzt Gerüchte um einen möglichen Bayern-Abgang. Der Südkoreaner hatte außerdem mit hartnäckigen Achillessehnenproblemen zu kämpfen. © IMAGO/Jonathan Moscrop
Lange Zeit waren die zähen Vertragsverhandlungen zwischen Joshua Kimmich und dem FCB das Topthema in München. Verein und Spieler einigten sich dann aber doch noch auf einen Vertrag bis zum 30.06.2029.
Lange Zeit waren die zähen Vertragsverhandlungen zwischen Joshua Kimmich und dem FCB das Topthema in München. Verein und Spieler einigten sich dann aber doch noch auf einen Vertrag bis zum 30.06.2029. © IMAGO/Andrey Heuler/M.i.S.
Jonathan Tah soll beim FC Bayern zum neuen Abwehrchef werden. Dafür statteten die Verantwortlichen den Nationalspieler mit einem Vertrag bis zum 30.06.2029 aus.
Jonathan Tah soll beim FC Bayern zum neuen Abwehrchef werden. Dafür statteten die Verantwortlichen den Nationalspieler mit einem Vertrag bis zum 30.06.2029 aus. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Goldberg
Josip Stanisic hat sich beim Rekordmeister zu einer verlässlichen Alternative entwickelt. Sein Arbeitspapier läuft ebenfalls bis zum 30.06.2029.
Josip Stanisic hat sich beim Rekordmeister zu einer verlässlichen Alternative entwickelt. Sein Arbeitspapier läuft ebenfalls bis zum 30.06.2029. © IMAGO/Heuler Andrey
Michael Olise hat sich in München schnell zu einem der besten Bundesligaspieler entwickelt. Der Franzose hat auch einen Vertrag bis zum 30.06.2029.
Michael Olise hat sich in München schnell zu einem der besten Bundesligaspieler entwickelt. Der Franzose hat auch einen Vertrag bis zum 30.06.2029. © IMAGO/Thomas Pakusch
Genau wie Torhüter Jonas Urbig, der in dieser Saison einige Male als Neuer-Ersatz zum Einsatz kam und seine Sache doch immer sehr ordentlich machte.
Genau wie Torhüter Jonas Urbig, der in dieser Saison einige Male als Neuer-Ersatz zum Einsatz kam und seine Sache doch immer sehr ordentlich machte. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank
Aleksandar Pavlovic wurde in der vergangenen Saison unter anderem von Pfeifferschem Drüsenfieber ausgebremst. Sein Vertrag, der bis zum 30.06.2029 läuft, bietet ihm die perfekte Gelegenheit sich beim FCB in Ruhe zu entwickeln.
Aleksandar Pavlovic wurde in der vergangenen Saison unter anderem von Pfeifferschem Drüsenfieber ausgebremst. Sein Vertrag, der bis zum 30.06.2029 läuft, bietet ihm die perfekte Gelegenheit sich beim FCB zu in Ruhe zu entwickeln. © IMAGO/Laci Perenyi
Neuzugang Tom Bischof kam von der TSG Hoffenheim zum FC Bayern. Dort unterschrieb er einen Vertrag bis zum 30.06.2029.
Neuzugang Tom Bischof kam von der TSG Hoffenheim zum FC Bayern. Dort unterschrieb er einen Vertrag bis zum 30.06.2029. © IMAGO/Andrey Heuler/M.i.S.
Luis Diaz ist der Königstransfer des FC Bayern in diesem Sommer. Der Kolumbianer kam für 70 Millionen Euro vom FC Liverpool und hat einen bis zum 30.06.2029 gültigen Vertrag unterschrieben.
Luis Diaz ist der Königstransfer des FC Bayern in diesem Sommer. Der Kolumbianer kam für 70 Millionen Euro vom FC Liverpool und hat einen bis zum 30.06.2029 gültigen Vertrag unterschrieben. © IMAGO/Markus Ulmer
Alphonso Davies arbeitet nach seinem Kreuzbandriss bei der kanadischen Nationalmannschaft noch an seinem Comeback. Zuvor verlängerte er seinen Vertrag bis zum 30.06.2030.
Alphonso Davies arbeitet nach seinem Kreuzbandriss bei der kanadischen Nationalmannschaft noch an seinem Comeback. Zuvor verlängerte er seinen Vertrag bis zum 30.06.2030. © IMAGO/Ulrich Wagner
Da kann nur Dribbelkünstler Jamal Musiala mithalten: Auch sein Arbeitspapier läuft bis zum 30.06.2030. Er gab bei der Klub-WM im Spiel gegen Auckland sein Comeback nach überstandenem Muskelbündelriss.
Da kann nur Dribbelkünstler Jamal Musiala mithalten: Auch sein Arbeitspapier läuft bis zum 30.06.2030. Er gab bei der Klub-WM im Spiel gegen Auckland sein Comeback nach überstandenem Muskelbündelriss. © IMAGO/Andrey Heuler/M.i.S.

James Rodríguez und das deutsche Mentalitätsproblem

„Es gab Tage, da bin ich um 9 Uhr morgens in die Arbeit gegangen und es waren –28 Grad. Da habe ich mich gefragt: ‚Was mache ich eigentlich hier?‘“, erzählte James Rodríguez 2020 in einem Video-Podcast mit dem bekannten Motivationstrainer Daniel Habif. Seine Worte offenbarten das wahre Problem: Der Kolumbianer konnte sich nie wirklich mit der deutschen Mentalität anfreunden.

„Die Deutschen sind kalte Leute“, sagte James, „auch wenn ich beim FC Bayern fantastisch behandelt wurde.“ Der Südamerikaner haderte mit der deutschen Arbeitsweise: „Sie denken immer nur an die Arbeit. Sie sind wie Maschinen, das ist der Wahnsinn. Sie kommen an, sie trainieren und Tschüss. Jeder lebt sein Leben und trainiert, jeder ist seine eigene kleine Maschine.“

Besonders die Sprachbarriere belastete ihn: „Die deutsche Sprache hat mich viel gekostet.“ Seinem Deutschlehrer sagte er bereits nach vier Monaten: „Ich will weder meine noch deine Zeit verschwenden. Ich will das nicht.“

Der entscheidende Unterschied: Heynckes vs. Kovač

James hatte zudem persönliches Pech, dass er mit einem seiner Trainer in München sehr gut zurechtkam, mit seinem anderen jedoch nicht.

Über Jupp Heynckes, unter dem er den Großteil seiner ersten Saison spielte, äußerte er sich ausschließlich positiv: „Heynckes hat mich besser gemacht. Das war ein tolles Gefühl.“ Der Heynckes, der dank seiner einstigen Engagements auf Teneriffa und bei Athletic Bilbao und Real Madrid fließend Spanisch spricht, konnte offensichtlich eine Vertrauensbasis zum Kolumbianer aufbauen.

Mit Niko Kovač gestaltete sich das Verhältnis deutlich sachlicher. „Wir sind beide Profis. Es ist ein normales Verhältnis zwischen Spieler und Trainer“, charakterisierte James die Beziehung gegenüber der Bild-Zeitung. Kovač machte vor der Rückrunde 2018/19 öffentlich deutlich, dass James „um seinen Arbeitsvertrag“ spiele – ein Zeichen für die angespannte Situation.

Niko Kovač (l.) und James Rodríguez (r.) führten eine sachliche Beziehung.

Wirklich warm wurden James und Kovač miteinander nicht. Trotz Rummenigges Bekenntnis in einem Abendzeitung-Interview. („Ich oute mich nach wie vor als Fan von James. Er hat einen unglaublichen tollen linken Fuß und ist für mich ein Weltstar“) bat James selbst darum, die Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro nicht zu ziehen.

„Im Prinzip ist die Entscheidung gefallen, weil er vor dem Saisonabschluss zu mir kam und mich gebeten hat, dass wir die Option nicht ziehen“, bestätigte der damalige Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei Sport1.

James ließ zwar in zwei Jahren beim FC Bayern immer wieder sein Potenzial aufblitzen, gewann zweimal die Meisterschaft und einmal den DFB-Pokal, war aber selten unangefochtener Stammspieler.

Coutinho: Zu teuer für zu wenig Leistung

Philippe Coutinhos Fall gestaltete sich anders. Der Brasilianer kam 2019 als Alternativlösung nach München, nachdem der geplante Transfer von Leroy Sané wegen dessen Kreuzbandverletzung geplatzt war – Sané wechselte erst ein Jahr später von Manchester City zum FC Bayern.

„Es war eine besondere Situation, die von der Marktdynamik getrieben wurde. Er war plötzlich verfügbar und wir konnten reagieren“, erklärte der damalige Sportvorstand Hasan Salihamidžić die Leihe von Coutinho.

Coutinho selbst blickte später positiv auf seine Zeit an der Isar zurück: „Wir hatten ein Team mit enormer Qualität, für viele eine der besten Mannschaften der Geschichte. Für mich war es eine Ehre und ich bin stolz, Teil dieser Gruppe zu sein.“ Er betonte: „Ich habe drei Trophäen gewonnen, darunter die Bundesliga und die Champions League, also glaube ich nicht, dass es etwas anderes war, als ein Erfolg.“

Philippe Coutinho (links mit Champions-League-Pokal in der Hand) blieb nur eine Saison beim FC Bayern.

Doch sportlich konnte der Brasilianer im Team von Trainer Hansi Flick nicht vollständig überzeugen. Auch, da eine Verletzung ihn zurückwarf – Sprunggelenksprobleme kosteten ihn zwei Monate und neun Pflichtspiele. Vor allem aber war die Kaufoption von 120 Millionen Euro in Zeiten der Corona-Pandemie schlichtweg zu hoch für die gezeigten Leistungen.

Der FC Bayern entschied sich gegen eine Festverpflichtung von Coutinho, weil der Brasilianer für die Kaufoption einfach zu wenig geliefert hatte, der deutsche Rekordmeister inmitten der Corona-Pandemie trotz sportlicher Erfolge in eine wirtschaftlich unsichere Zukunft blickte.

James und Coutinho erlebten Wanderjahre nach München

Beide Spieler durchliefen nach ihren Bayern-Jahren turbulente Karrierewege. James kehrte zunächst zu Real Madrid zurück, fand dort unter Coach Zinédine Zidane aber erneut nicht die gewünschte Beachtung. Nur ein Jahr später zog es ihn ablösefrei zum FC Everton.

Bei den Toffees blieb er nur ein Jahr – auch deshalb, da sein Förderer Carlo Ancelotti, der ihn zuvor bereits bei Real und Bayern betreut hatte, als Zidane-Nachfolger nach Madrid zurückkehrte.

Für James folgten Kurzstationen bei Olympiakos Piräus, Al-Rayyan, dem FC São Paulo und Rayo Vallecano. Seit Januar 2025 steht der frühere Bayern-Star bei Club León in Mexiko unter Vertrag.

Coutinho blieb nach seinem Abgang vom FC Bayern noch bis Januar 2022 beim FC Barcelona, ehe er zu Aston Villa wechselte. Anderthalb Jahre später zog es den Brasilianer zu Al-Duhail, wiederum nur ein Jahr später heuerte er in seiner Heimat bei Vasco da Gama an.

Während Philippe Coutinho bei Vasca da Gama spielt, kickt James Rodríguez bei Club León.

Die häufigen Vereinswechsel zeigen, dass beide Spieler nach ihren München-Jahren nie mehr zu alter Stärke fanden.

Die Fälle James und Coutinho offenbaren darüber hinaus wichtige Erkenntnisse für den FC Bayern. Während bei James kulturelle und sprachliche Barrieren das Hauptproblem darstellten, scheiterte Coutinho primär an der Kosten-Nutzen-Rechnung. Beide Beispiele zeigen jedoch: Erfolgreiche Integration internationaler Stars erfordert mehr als nur sportliche Qualität.

Rubriklistenbild: © IMAGO / ABACAPRESS

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