Slovan Bratislava ist der nächste Kontrahent des FC Bayern in der Champions League. Es bildet sich eine durchaus kuriose Ausgangslage.
München – (Fast) nichts ist, wie es vorher war: Das neue Format der Champions League bringt frischen Wind in den Wettbewerb. Der FC Bayern scheint allerdings noch nicht allzu gut mit den Änderungen klarzukommen, zumindest was die Ergebnisse angeht. Nach sieben von acht Spieltagen steht der deutsche Rekordmeister mit vier Siegen und drei Niederlagen nur auf dem 15. Platz.
Während die Bayern in den vergangenen Jahren stets in fast schon angsteinflößender Manier durch die Gruppenphase pflügten, werden die Münchner dieses Jahr ihr ausgerufenes Ziel, unter den ersten Acht zu landen, aller Voraussicht nach verpassen. Die direkte Qualifikation fürs Achtelfinale ist nur noch theoretisch möglich, diverse andere Ergebnisse müssten sich genau zu den Gunsten der Kompany-Elf fügen.
Sieg als Nachteil? FC Bayern vor kurioser Situation in der Champions League
Die Teilnahme an den Playoffs hat der Bundesliga-Tabellenführer immerhin sicher. Und welcher Gegner dort wartet, hängt von der Endplatzierung ab. Mit einem Sieg gegen Slovan Bratislava (Mittwoch, 21 Uhr) würden die Bayern in der Tabelle wohl zumindest noch ein paar Plätze nach oben klettern, bekämen also einen schlechter platzierten Gegner zugelost. Mehr Infos zum Ablauf der Playoffs finden Sie hier.
Bessere Platzierung, leichterer Gegner in den Playoffs? So ist das neue System gedacht, in der Praxis geht diese Rechnung aber nicht auf. Denn in der unteren Tabellenhälfte tummeln sich einige Top-Klubs, auf die der FC Bayern in den Playoffs treffen könnte. Paris St. Germain, Manchester City, Benfica oder Sporting Lissabon oder auch der VfB Stuttgart wären mögliche Gegner.
Stuttgart gegen Paris in der Champions League: Droht zweite Schande von Gijon?
Ein Sieg im letzten Gruppenspiel könnte dem FC Bayern sogar schaden. Verliert der FCB gegen Bratislava, geht es in der Tabelle weiter nach unten – und in den Playoffs gegen einen besser platzierten Gegner. Dort wiederum befinden sich vermeintlich einfachere Playoff-Gegner wie zum Beispiel Stade Brest, LOSC Lille oder die AS Monaco.
Eine kuriose Ausgangslage bietet sich auch dem VfB Stuttgart und PSG, die im letzten Gruppenspiel aufeinandertreffen (TV-Infos hier). Mit einem Unentschieden wären die Pariser zu 100 Prozent weiter, die Stuttgarter zu 99 Prozent. Einzige Ausnahme: Dinamo Zagreb gewinnt mit mindestens sieben Toren Abstand gegen die AC Mailand.
Beide Teams könnten also theoretisch einen Nichtangriffspakt eingehen – eine zweite „Schande von Gijon“ wird es aber wohl kaum geben. (epp)