Er erklärt die Situation

Sommer wie Neuer: Wintertransfer packt in Leipzig den „Reklamierarm“ aus - Spott im Netz

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Bayern-Neuzugang Yann Sommer (hinten) konnte den Treffer von Leipzigs Marcel Halstenberg (2.v.r) nicht verhindern.
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Genau so zu spielen wie Manuel Neuer ist für Sommer kaum möglich. Aber eine Sache hat er sich bei Bayerns etatmäßiger Nummer eins wohl abgeschaut.

München - Gerd Müller schoss Tore mit den ungewöhnlichsten Körperteilen, Arjen Robben zog immer nach innen und Zinédine Zidane hatte seinen doppelten Übersteiger perfektioniert: Ein Markenzeichen ist wohl eines der Dinge, das die ganz Großen von den Großen unterscheidet. Auch Manuel Neuer hat - neben seinem für einen Torwart ungewöhnlich offensivem Stellungsspiel - eines: Den „Reklamierarm“. Nur müssen der FC Bayern aktuell ohne ihren Kapitän und Stammkeeper auskommen. Überraschend war beim Match gegen Leipzig dann aber, dass der berühmte Reklamierarm dennoch auftauchte.

Yann Sommer, als Ersatzmann für Neuer im Winter aus Gladbach geholt, gab sein Debüt, und bewies, dass er nicht nur gut halten, sondern Neuer auch in diesem Ressort blendend vertreten kann. Bei seinem ersten Bundesliga-Gegentreffer im Bayern-Trikot bei RB Leipzig (1:1) hob der Schweizer Schlussmann wie der Weltmeister von 2014 den Arm, um auf eine vermeintliche Regelwidrigkeit aufmerksam zu machen. Weil diese Aktion nach vielen Jahren sehr mit Neuer in Verbindung gebracht wird, gab es im Netz selbstverständlich viele Kommentare dazu.

„Neuer hat den Reklamierarm Sommer ausgeliehen“, meinte beispielsweise ein Twitter-User.

„Der Reklamierarm ist scheinbar nicht personengebunden im Bayerntor“

Ein weiterer Kommentar: „Ja, Xabi Alonso hat damals bei seinem Debüt für Bayern direkt das Spiel dirigiert. Aber wie Sommer beim Gegentor direkt den Reklamierarm hebt, ist mindestens genauso beeindruckend.“

Außerdem hieß es: „Sommer hat den Reklamierarm in der ersten und einzigen Trainingseinheit verinnerlicht.“ Und: „Der Reklamierarm ist scheinbar nicht personengebunden im Bayerntor.“

Auch Sascha vom Podcast Vollraute twitterte: „Der Reklamierarm wird dann wohl im Arbeitsvertrag stehen.“

Und wie erklärte Sommer seine Aktion? „Ich habe wirklich gedacht, es wäre ein Foul“, sagte der Neuzugang nach der Partie bei DAZN: „Ich habe in dem Moment gehofft, dass der Schiedsrichter auf Foul entscheidet.“ Er tat es nicht - Marcel Halstenbergs Treffer zählte. Die Bayern müssen indes dieser Tage nicht nur bei Leipziger Angriffen, sondern auch wegen Gehaltsforderungen eines Stürmers schwitzen. Der Klub will Eric Maxim Choupo-Moting halten. (cgsc)

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