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Franz Beckenbauer ist tot. Nicht nur ehemalige Vertraute wie seine Ex-Frau, sondern die ganze Welt nimmt Abschied vom Kaiser.
München – Im Alter von 78 Jahren ist Franz Beckenbauer verstorben. Der Kaiser prägte wie kein zweiter den deutschen Fußball und wurde sowohl als Spieler als auch als Trainer Weltmeister. Nicht nur die deutsche Fußballwelt zeigt sich geschockt von dem Tod der Fußball-Ikone. Die Reaktionen auf den Tod einer Legende.
| Franz Beckenbauer | |
|---|---|
| Geboren: | 11. September 1945 (München) |
| Spiele für den FC Bayern (Tore): | 582 (74) |
| Spiele für den DFB (Tore): | 103 (14) |
- Sybille Beckenbauer (Ex-Frau von Franz Beckenbauer): „Du warst ein ganz Großer! Eine großartige Persönlichkeit, ein liebenswerter und liebevoller Mensch.“
- Thomas Müller: „Einer der großartigsten Fußballer der Vereinsgeschichte des FC Bayern hat uns leider verlassen. Ruhe in Frieden, Kaiser Franz. Wir werden nie vergessen, was du für den Fußball in Deutschland geleistet hast.“
- Franck Ribéry: „Servus, Kaiser! Ruhe in Frieden!“
- Markus Söder: „Bestürzt und in tiefer Trauer habe ich die Nachricht vom Tod von Franz Beckenbauer aufgenommen. Er war ein Ausnahmefußballer, Ausnahmetrainer und ein wunderbarer Mensch, der von allen, die ihn näher kannten, geliebt und geachtet wurde. Weltmeister als Spieler und als Trainer, Vater des Sommermärchens 2006 und Aushängeschild des FC Bayern München - dies alles wird unvergesslich bleiben. Franz Beckenbauer war ein Jahrhundertsportler. Die Bayern trauern um einen der ihren, der Botschafter des Freistaats in der Welt war. Seine unvergleichlich bodenständige, sympathische und herzerwärmende Art machte ihn nahbar für alle Menschen, auch außerhalb des Fußballgeschehens. Auch als Weltstar hat er seine Herkunft nie vergessen und ist immer bescheiden geblieben. Bayern wird diesem großen Sohn des Landes für immer ein ehrendes Andenken bewahren. In Gedanken sind wir bei seiner Familie.“
- Olaf Scholz: „Weltmeister als Spieler und Trainer: Franz Beckenbauer war einer der größten Fußballer in Deutschland und für viele „der Kaiser“ - auch, weil er über Generationen für den deutschen Fußball begeistert hat. Er wird uns fehlen. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und Freunden.“
- Thomas Hitzlsperger: „Die größte und bedeutendste Fußball-Persönlichkeit, die ich je kennengelernt habe - Ruhe in Frieden, Franz Beckenbauer.“
- Xabi Alonso: „Ruhe in Frieden, Kaiser!“
- Lionel Messi: „Mögest du in Frieden ruhen.“
- Julian Nagelsmann: „Wenn Franz Beckenbauer einen Raum betrat, hat der Raum geleuchtet, den Titel ‚Lichtgestalt des deutschen Fußballs‘ trug er zurecht. Bis zuletzt umgab ihn eine Aura, an der auch die gesundheitlichen Probleme und Schicksalsschläge, die er zu verkraften hatte, nicht rütteln konnten. Ich bin dankbar und stolz, dass ich ihn kennenlernen durfte, und werde ihn in liebevoller Erinnerung behalten.“
- Herbert Hainer: „Es gibt keine Worte, um auszudrücken, wie groß unsere Trauer ist - und dafür, welche Lücke Franz Beckenbauer hinterlässt. Als Spieler kam mit ihm Leichtigkeit aufs Feld, Eleganz und Magie: Franz Beckenbauer brachte den Glanz. Auch nach seiner aktiven Karriere prägte er den FC Bayern und den Fußball über die Maßen, sein Vermächtnis lässt sich nicht an Titeln bemessen.“
- Karl-Heinz Rummenigge: „Die ganze Welt des Fußballs und darüber hinaus trauert um unseren Freund Franz. Der FC Bayern sollte ihm zum Dank und Andenken eine Trauerfeier im Stadion ausrichten, das es ohne ihn nie gegeben hätte.“
- Uli Hoeneß: „Franz Beckenbauer ist die größte Persönlichkeit, die der FC Bayern jemals hatte. Als Spieler, Trainer, Präsident, Mensch: unvergesslich. Niemand wird ihn jemals erreichen. Die Menschen können sagen, sie haben Fußball gesehen zu Zeiten von Franz Beckenbauer. Er war mir ein Freund, ein einzigartiger Weggefährte - und ein Geschenk an uns alle. Lieber Franz, Ruhe in Frieden.“
- Rudi Völler: „Ich bin unendlich traurig, die Nachricht seines Todes nimmt mich sehr mit. Ich betrachte es als eines der großen Privilegien meines Lebens, Franz Beckenbauer gekannt und erlebt zu haben. Der ‚Kaiser‘ war eine Inspiration für mehr als eine Generation, er wird für immer die Lichtgestalt des deutschen Fußballs bleiben. Mit Franz Beckenbauer verliert der deutsche Fußball seine größte Persönlichkeit, ich verliere einen guten Freund.“
- Bernd Neuendorf: „Der Tod Franz Beckenbauers ist eine echte Zäsur. Mit Hochachtung und großer Dankbarkeit blicken wir auf sein Lebenswerk. Mit ihm verlieren wir einen einzigartigen Fußballer und einen liebenswerten Menschen. Franz Beckenbauer hinterlässt ein großes Vermächtnis für den DFB und den Fußball insgesamt.“
- Borussia Dortmund: „Borussia Dortmund trauert um einen großen deutschen Fußballer. Ruhe in Frieden, Franz Beckenbauer. „Der Kaiser“ wird für immer unvergessen bleiben. Wir sind mit unseren Gedanken bei seiner Familie und allen Angehörigen.“
- FC Bayern: „Die Welt des FC Bayern ist nicht mehr die, die sie mal war – plötzlich dunkler, stiller, ärmer: Der deutsche Rekordmeister trauert um Franz Beckenbauer, den einzigartigen „Kaiser“, ohne den der FC Bayern niemals zu dem Verein geworden wäre, der er heute ist.“
- Hamburger SV: „Franz Beckenbauer ist tot. Die deutsche Fußball-Legende ist im Alter von 78 Jahren verstorben. In Gedanken sind wir bei der Familie und den Angehörigen. Ruhe in Frieden, Kaiser!“
- FC Barcelona: „Der FC Barcelona spricht sein Beileid zum Tod von Franz Beckenbauer aus, der Legende des Weltfußballs, der uns heute im Alter von 78 Jahren verlassen hat. Ruhe in Frieden.“
- Borussia Mönchengladbach: „Borussia trauert um einen der größten Spieler der Geschichte und eine herausragende Persönlichkeit des deutschen Fußballs. „Der Kaiser“ wird für immer in Erinnerung bleiben. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden.“
- Angela Merkel: Ich habe die Nachricht vom Tode von Franz Beckenbauer mit großer Traurigkeit aufgenommen. Er war eine großartige Persönlichkeit des deutschen Fußballs – und weit darüber hinaus. Persönlich lernte ich ihn 2006 kennen, dem Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland, die unser Land wie wenige andere Ereignisse prägte. Dass daraus ein unvergessenes Sommermärchen werden konnte, war ohne den Weltbürger Franz Beckenbauer nicht denkbar. Er schaffte es, das Motto der WM Wirklichkeit werden zu lassen: Die Welt war wahrlich zu Gast bei Freunden.
Bundesligisten zollen Kaiser Franz Tribut
Franz Beckenbauer hat in seiner aktiven Laufbahn als Spieler alle möglichen Titel gewonnen. Mit der Nationalmannschaft wurde er 1972 Europameister und 1974 Europameister. Außerdem konnte er mit dem FC Bayern zwischen 1974 und 1976 dreimal in Folge den Europapokal der Landesmeister gewinnen und wurde 1972 sowie 1976 mit dem Ballon d‘Or ausgezeichnet.
Die Bundesligavereine nehmen Abschied von dem Mann, der die erfolgreichsten Jahre des FC Bayern und der Nationalmannschaft entscheidend mitgeprägt hat. „Mit Franz Beckenbauer ist einer der größten deutschen Fußballer aller Zeiten von uns gegangen“, schreibt der 1. FC Kaiserslautern. „Der Fußball verliert einen seiner Größten, der den deutschen Fußball wie kaum ein anderer geprägt hat“, heißt es seitens des FC Schalke.
Thomas Müller mit Gänsehaut-Botschaft an den Kaiser
Thomas Müller hatte dabei ganz besondere Worte für den zweifachen Weltfußballer gewählt. „Einer der großartigsten Fußballer der Vereinsgeschichte des FC Bayern hat uns leider verlassen. Ruhe in Frieden, Kaiser Franz. Wir werden nie vergessen, was du für den Fußball in Deutschland geleistet hast“, schrieb Müller auf X.
Auch Leverkusens Erfolgstrainer Xabi Alonso nahm Abschied von der Legende. „Ruhe in Frieden, Kaiser!“, lautete der Post des Spaniers auf X.
Bestürzt und in tiefer Trauer habe ich die Nachricht vom Tod von Franz Beckenbauer aufgenommen. Er war ein Ausnahmefußballer, Ausnahmetrainer und ein wunderbarer Mensch, der von allen, die ihn näher kannten, geliebt und geachtet wurde. Weltmeister als Spieler und als Trainer,… pic.twitter.com/MJOEDcpLcH
— Markus Söder (@Markus_Soeder) January 8, 2024
Auch Ministerpräsident Söder nimmt Abschied von Beckenbauer
Die Anteilnahme am Tod von Beckenbauer geht bis über die Grenzen des Sports hinaus und hat mittlerweile auch die Politik erreicht. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte via X auf den Tod des 78-Jährigen reagiert. „Die Bayern trauern um einen der ihren, der Botschafter des Freistaats in der Welt war. Seine unvergleichlich bodenständige, sympathische und herzerwärmende Art machte ihn nahbar für alle Menschen, auch außerhalb des Fußballgeschehens. Auch als Weltstar hat er seine Herkunft nie vergessen und ist immer bescheiden geblieben“, heißt es von dem CSU-Politiker.
Auch Bundeskanzler Olaf Scholz nahm Abschied vom Kaiser. „Weltmeister als Spieler und Trainer: Franz Beckenbauer war einer der größten Fußballer in Deutschland und für viele „der Kaiser“ - auch, weil er über Generationen für den deutschen Fußball begeistert hat. Er wird uns fehlen“, schrieb der SPD-Politiker auf X.
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