FCB-Präsident Hainer sendet deutlichen Appell an Leistungsträger
Nach den Vertragsverlängerungen der FCB-Stars Musiala, Davies und Kimmich bittet Bayerns Präsident Hainer den nächsten Leistungsträger um Nachahmung.
München – Herbert Hainer, der Präsident des FC Bayern München, nimmt bekanntermaßen kein Blatt vor den Mund. Bei der Jahreshauptversammlung des Rekordmeisters machte er am Sonntag deutlich, dass er beim ungeschlagenen Tabellenführer der Bundesliga „etwas noch Größeres weiterentwickeln“ wolle. Und dafür müsse eine Stütze des Vereins unbedingt in München bleiben.
Und damit meinte Hainer nicht Trainer und – wie er ihn nennt – „Identitätsmagnet“ Vincent Kompany: Denn den Kontrakt mit dem Meistermacher hatte der FCB bereits vor einigen Tagen bis zum Sommer 2029 verlängert. Dafür lobte Bayerns Präsident explizit Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund, die daraufhin im BMW Park mit lautem Applaus bedacht wurden.
„Lieber Dayot Upamecano: Gerne zur Nachahmung empfohlen!“
„Erst vor einem Jahr habt ihr hier mit Applaus den Wunsch formuliert, dass wir Jamal Musiala, Joshua Kimmich und Alphonso Davies beim FC Bayern behalten sollen. Dem kam unsere Klubführung nach. Diese Verlängerung, sowie die von Trainer Vincent Kompany sind allesamt ein Zeichen, dass hier etwas Großes wächst“, sagte Hainer auf der Jahreshauptversammlung.
Doch nun gehe es dem Präsidenten darum, dass zeitnah ein weiterer FCB-Akteur von Weltklasse-Format ebenfalls ein neues Arbeitspapier beim Rekordmeister unterschreibe. „Deswegen sage ich: Lieber Dayot Upamecano: Gerne zur Nachahmung empfohlen!“ Auch dafür erntete der Präsident des FC Bayern einen langen und lauten Applaus.
Einmal die Note 1 – Youngster dreht auf ungewohnter Position auf
Der Franzose, der vor vier Jahren von RB Leipzig an die Isar gewechselt ist, zeigt sich derzeit in Topform: Wirkte der 27 Jahre alte Innenverteidiger in der Vergangenheit das ein oder andere Mal ein wenig unsicher im Zweikampf, Positions- oder auch Passspiel, hat er sich unter Coach Kompany zum unumstrittenen Abwehrchef gemausert.
„Wir werden alles dafür tun, damit er bleibt“
Mit einer Geschwindigkeit von über 34 Kilometern pro Stunde zählt er zu den schnellsten Innenverteidigern der Bundesliga, seine Passquote von 93,81 Prozent ist aktuell die drittbeste der gesamten Liga. „Upa ist für mich einer der besten Innenverteidiger der Welt“, setzte Sportvorstand Eberl am Samstagabend im Rahmen des Topspiels gegen Bayer 04 Leverkusen bei Sky nochmals einen drauf.
Ob die Bayern die begehrte Abwehrkante über den im Sommer auslaufenden Vertrag hinaus in München halten können, wird eine der am wichtigsten zu beantwortenden Fragen in den kommenden Wochen sein. Präsident Hainer und Eberl sind sich dessen bewusst. Der Sportvorstand machte am Samstag klar: „Wir werden alles dafür tun, damit er bleibt.“ (padi)