Nach Tod der Ski-Legende im Januar

Ameli Neureuther teilt bewegendes Foto mit verstorbener Mutter Rosi Mittermaier

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Rosi Mittermaier starb im Januar. Ihre Tochter Ameli Neureuther erinnerte sich jetzt rührend an ein besonderes Erlebnis der beiden im vergangenen Jahr.

Garmisch-Partenkirchen – Der Tod von Rosi Mittermaier liegt inzwischen über ein halbes Jahr zurück. Nichtsdestotrotz hält die Trauer um die Wintersport-Ikone innerhalb ihrer Familie, um Mann Christian und die beiden Kinder Ameli und Felix Neureuther, weiter an.

Rosa Anna Katharina Mittermaier-Neureuther
Daten:* 5. August 1950, † 4. Januar 2023 (Alter: 72 Jahre)
Disziplinen:Abfahrt, Riesenslalom, Slalom, Kombination
Größe Erfolge:u. a. 2x Olympia-Gold in Innsbruck 1976 (im Slalom und in der Abfahrt), 3x Gold bei der Alpinen Ski-WM (Slalom, Abfahrt, Kombination), Gesamtweltcupsiegerin 1976
Auszeichnungen:u. a. Deutschlands Sportlerin des Jahres 1976, Olympischer Orden des IOC, Hall of Fame des deutschen Sports, Goldenes Sportehrenabzeichen des Deutschen Skiverbands

Nach Rosis Tod im Januar: Tochter Ameli Neureuther teilt bewegendes Foto mit ihrer Mutter

Das machte „Gold-Rosis“ Tochter jetzt noch einmal deutlich – durch ein emotionales, bislang unveröffentlichtes Foto mit ihrer verstorbenen Mutter. Unmittelbar nach dem Tod von Rosi Mittermaier hatte sich Ameli Neureuther rührend von ihrer Mutter verabschiedet.

Jetzt gedachte sie der zu Jahresbeginn verstorbenen Ski-Ikone, die sich mit zwei Olympiasiegen 1976 in Innsbruck unsterblich gemacht hatte, erneut in einem bewegenden Instagram-Beitrag. Die 42-Jährige teilte auf der sozialen Plattform ein Bild der beiden.

Dieses zeigt das Duo, wie es vor einer traumhaften Kulisse eine Bergtour genießt. Rosi Mittermaier, deren Mann Christian jetzt vor allem seine Enkelkinder Freude bereiten, macht dabei einen sehr fitten und freudigen Eindruck. Ihre Tochter genießt die Höhenluft und insbesondere die Zeit mit ihrer Mutter. Und dass Ameli Neureuther dieses Foto nun veröffentlicht, hat einen bestimmten Grund.

Ameli Neureuther (r.) und ihre inzwischen verstorbene Mutter Rosi Mittermaier (l.) bei einem Wanderausflug im vergangenen Jahr.

„Ich vermiss‘ dich jeden einzelnen Tag“: Ameli Neureuther gedenkt verstorbener Mutter Rosi per Foto

„Dieser Tag war genau heute vor einem Jahr und ich vermiss‘ dich jeden einzelnen Tag“, schrieb die Schwester von Ski-Alpin-Legende Felix Neureuther ehrlich unter dem herzzerreißenden Posting. Wenige Worte reichen der 42-Jährigen, um ihren Kummer über den Tod von „Gold-Rosi“ auszudrücken. Mutmaßlich kurze Zeit, nachdem das Foto entstanden war, war bei Mittermaier eine Krebserkrankung festgestellt worden.

Den Beitrag versah Ameli Neureuther zudem mit einem Herzen – sie trägt ihre verstorbene Mutter noch immer tief in ihrem. Auch die zahlreichen Fans der Wintersport-Familie zeigten sich berührt vom Schnappschuss der beiden Hobby-Bergsteigerinnen.

Rosi Mittermaier tot: Bayern trauert um Skistar – ihr Leben in Bildern

Rosi Mittermaier, der bodenständigste und vielleicht verplanteste Ski-Superstar Bayerns. Ein Leben in Bildern.
Rosi Mittermaier, der bodenständigste und vielleicht verplanteste Ski-Superstar Bayerns. Ein Leben in Bildern. © Imag/dpa/dpa
Rosi Mittermaier wächst mitten in der Winkelmoos-Alm auf, ein weit verzweigtes Almgebiet und Hochplateau im südlichen Oberbayern
Rosi Mittermaier wächst mitten in der Winkelmoos-Alm auf, ein weit verzweigtes Almgebiet und Hochplateau im südlichen Oberbayern (Gemeinde Reit im Winkl). Ihr Vater, Kaufmann und Gastwirt, ist staatlich geprüfter Skilehrer. Er verlangt früh viel von der kleinen Rosi. Bei zwei Skiunfällen mit zwölf Jahren brach sie sich erst einen Knöchel, kurz vor der Verheilung den Unterschenkel am selben Bein und konnte mehrere Monate nicht Ski fahren. Doch schon ein Jahr später nahm sie an den Jugendmeisterschaften teil und trainierte 1965 erstmals in der Nationalmannschaft. © Münchner Merkur
In Aktion: Rosi Mittermaier beim Training vor ihrem größten Triumph auf der Axamer Lizum im Stubaital 1976.
In Aktion: Rosi Mittermaier beim Training vor ihrem größten Triumph auf der Axamer Lizum im Stubaital 1976. © Münchner Merkur
Olympischen Winterspielen in Innsbruck im Februar 1976
Ihr größter Triumph: Rosie Mittermaier nach ihrer Abfahrt bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck im Februar 1976. Dort gwann Mittermaier bei allen drei alpinen Ski-Wettbewerben eine Medaille: Am 8. Februar entschied sie die Abfahrt mit einer halben Sekunde Vorsprung auf Brigitte Totschnig für sich und gewann damit als erste deutsche Skirennläuferin seit Heidi Biebl 1960 eine olympische Goldmedaille – zuvor hatte Mittermaier im Weltcup nie in einem Abfahrtsrennen gesiegt. Drei Tage später gewann sie auch im Slalom mit der Laufbestzeit im zweiten Durchgang, nachdem zunächst ihre Teamkollegin Pamela Behr in Führung gelegen hatte. Im abschließenden Riesenslalom am 13. Februar belegte sie den zweiten Rang mit zwölf Hundertstelsekunden Rückstand auf die Kanadierin Kathy Kreiner. © Münchner Merkur
Rosi Mittermaier Ski Alpin Olympia 1976 in Innsbruck 05 02 1976 Goldmedaille in Abfahrt Slalom
Zweimal Gold bei den Abfahrten und einmal Silber beim Riesenslalom: Für diese Olympischen Spiele hatte Rosi Mittermaier nach eigenen Angaben auch ausnahmsweise im Sommer intensiv trainiert, um es angesichts ihres nahenden Karriereendes „es endlich zu mehr bringen“. © Imago
Weil sie so schön strahlt, hier nochmal ein Medaillenfoto.
Weil sie so schön strahlt, hier nochmal ein Medaillenfoto.  © dpa
Mittermaier mit Mann Neureuther beim Skifahren.
Mittermaier mit Mann Neureuther beim Skifahren.  © Münchner Merkur
Die Liebe ihres Lebens, Christian Neureuther, ebenfalls Skirennläufer, hier bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 1974 in St. Moritz, heiratete Rosi Mittermaier 1980.
Die Liebe ihres Lebens, Christian Neureuther, ebenfalls Skirennläufer, hier bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 1974 in St. Moritz, heiratete Rosi Mittermaier 1980. © dpa
Rosi Mittermaier und Christian Neureuther bei ihrer Hochzeit 1980.
Rosi Mittermaier und Christian Neureuther bei ihrer Hochzeit 1980. © Imago
Hier genießen die beiden bei ihrer Hochzeitsreise in der Dominikanischen Republik. Rosi Mittermaier war leidenschaftliche Taucherin und Surferin.
Hier genießen die beiden bei ihrer Hochzeitsreise in der Dominikanischen Republik 1980. Rosi Mittermaier war leidenschaftliche Taucherin, Fallschirmspringerin und Surferin. Im Frühjahr 1973 verletzte sie sich auf Hawaii beim Surfen und verpasste dadurch den Saisonabschluss und den möglichen Sieg im Slalom-Weltcup. © Imago
Einige Jahre später bekommen Christian Neureuther und Rosi Mittermaier zwei Kinder: Felix und Amelie Neureuther.
Einige Jahre später bekommen Christian Neureuther und Rosi Mittermaier zwei Kinder: Felix und Amelie Neureuther. © Imago
Hier mit ihren Kindern Felix, der gerade die Bronzemedaille im Slalom bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2017 in St. Moritz gewonnen hat und Amelie, eine erfolgreiche Modedesignerin.
Hier mit ihren Kindern Felix, der gerade die Bronzemedaille im Slalom bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2017 in St. Moritz gewonnen hat und Amelie, eine erfolgreiche Modedesignerin. © Sammy Minkoff/Imago
Rosi Mittermaier mit Mann Christian Neureuther bei ihrer dritten Leidenschaft nebst Tauchen und Skifahren: dem Fallschirmspringen.
Rosi Mittermaier mit Mann Christian Neureuther bei ihrer dritten Leidenschaft nebst Tauchen und Skifahren: dem Fallschirmspringen. © Imago
Rosi Mittermaier war auch lange nach ihrem Kariereende immer geliebter Teil der bayerischen Öffentlichkeit. Hier im Gespräch mit dem damaligen Oberbürgermeister von München, Christian Ude. Das Foto mit den Garmischer Alpen im Hintergrund hat unser Merkur-Fotograf Klaus Haag aufgenommen.
Rosi Mittermaier war auch lange nach ihrem Kariereende immer geliebter Teil der bayerischen Öffentlichkeit. Hier im Gespräch mit dem damaligen Oberbürgermeister von München, Christian Ude. Das Foto mit den Garmischer Alpen im Hintergrund hat unser Merkur-Fotograf Klaus Haag aufgenommen. © Klaus Haag
Rosi Mittermaier 1997 in Bonn bei ihrer Ernennung zur ersten deutschen "Botschafterin für Sport, Toleranz und Fairplay". In ihrem anderen Leben war Mittermaier übrigens Sportlehrerin.
Rosi Mittermaier 1997 in Bonn bei ihrer Ernennung zur ersten deutschen «Botschafterin für Sport, Toleranz und Fairplay». In ihrem anderen Leben war Mittermaier übrigens Sportlehrerin. © dpa
Rosi Mittermaier und ihr Mann gehörten zu denjenigen, die Nordic Walking in Deutschland groß gemacht haben, hier bei einer Buchpräsentation am Chinesischen Turm in München.
Rosi Mittermaier und ihr Mann gehörten zu denjenigen, die Nordic Walking in Deutschland groß gemacht haben, hier bei einer Buchpräsentation am Chinesischen Turm in München. © Sigi Jantz
Den Bergen ewig verbunden: Rosi Mittermaier bei einer Tour in den Alpen.
Den Bergen ewig verbunden: Rosi Mittermaier bei einer Tour in den Alpen. © tz
Rosi Mittermaier mit ihrem Freund und Weggefährten Markus Wasmaier bei der Verleihung des Bayerischen Verdienstordens im Maximilianeum.
Rosi Mittermaier mit ihrem Freund und Weggefährten Markus Wasmaier bei der Verleihung des Bayerischen Verdienstordens im Maximilianeum.  © Marcus Schlaf
Für jeden Spaß zu haben: Rosi Mittermaier bei der Feier zum 70. der Firma Bogner in historischem Skioutfit inklusive Holzski.
Für jeden Spaß zu haben: Rosi Mittermaier bei der Feier zum 70. der Firma Bogner in historischem Skioutfit inklusive Holzski. © Jantz
Für jeden Spaß zu haben: Rosi Mittermaier bei der Feier zum 70. der Firma Bogner in historischem Skioutfit inklusive Holzski.
Für jeden Spaß zu haben: Rosi Mittermaier bei der Feier zum 70. der Firma Bogner in historischem Skioutfit inklusive Holzski. © Sigi Jantz
Oder wie hier beim Apfelstrudel backen in ihrem Zuhause in Raum Garmisch-Partenkirchen.
Oder wie hier beim Apfelstrudel backen in ihrem Zuhause in Raum Garmisch-Partenkirchen. © Imago
Rosi Mittermaier bäckt Apfelstrudel auf der Almhütte Christian Neureuther zu Besuch in Garmisch P
Hier mit dem Ergebnis und ihrem Mann. © Imago
Rosi Mittermaier engagierte sich für zahlreiche karitative Projekte: Hier als Schirmherrin der bundesweiten Kinder-Rheumastiftung mit rheumakranken Kindern in Garmisch-Partenkirchen.
Rosi Mittermaier engagierte sich für zahlreiche karitative Projekte: Hier als Schirmherrin der bundesweiten Kinder-Rheumastiftung mit rheumakranken Kindern in Garmisch-Partenkirchen. © dpa
Immer für ein Lächeln gut: Rosi Mittermaier zu ihrem 70. Geburtstag. Danach wurde es ruhig um den bayerischen Superstar. Rosi Mittermaier starb am 4. Januar nach langer Krankheit.
Immer für ein Lächeln gut: Rosi Mittermaier zu ihrem 70. Geburtstag. Danach wurde es ruhig um den bayerischen Superstar. Rosi Mittermaier starb am 4. Januar nach langer Krankheit. © Angelika Warmuth/dpa

Nach Tod von Mama Rosi: starker Zusammenhalt im Hause Neureuther

Obwohl Rosi Mittermaier also noch immer ein wichtiger Teil im Leben von Ameli und Felix Neureuther ist, scheinen die beiden Geschwister den Tod ihrer Mutter gut zu verkraften – vor allem, indem sie füreinander da sind und sich gegenseitig unterstützen. Zuletzt untermalte Ameli den starken familiären Zusammenhalt im Hause Neureuther mit einem bezaubernden Geburtsgruß an ihren Bruder Felix.

Und auch dessen Frau Miriam gibt ihrem Mann und ihrer Schwägerin nach dem Tod von „Gold-Rosi“ Kraft. So sendete die ehemalige Biathletin unlängst rührende Liebesbekundung an Ameli Neureuther. (wuc)

Rubriklistenbild: © Screenshot: Ameli Neureuther/Instagram

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