VonKorbinian Kothnyschließen
Felix Magath wird von zahlreichen Experten als Flick-Nachfolger in den Raum geworfen. Der 70-jährige Meistertrainer würde sich der Aufgabe wohl annehmen.
Frankfurt – Wer wird der zwölfte Bundestrainer in der Geschichte des DFB? Nach der Entlassung von Hansi Flick ist der größte Sportverband der Welt auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Die Aufgabe könnte dabei kaum schwieriger sein: Immerhin steht in knapp neun Monaten die EM in Deutschland vor der Tür.
| Felix Magath | |
|---|---|
| Geboren: | 26. Juli 1953 (70 Jahre alt) in Aschaffenburg |
| letzte Station als Trainer: | Hertha BSC |
| Größte Erfolge als Trainer: | Deutscher Meister (2005, 2006, 2009) |
Kurz- oder langfristige Lösung als Flick-Nachfolger
Zu aller erst muss sich die DFB-Spitze um Interimstrainer Rudi Völler auf ein Anforderungsprofil des neuen Bundestrainers festlegen. Soll es eine Dauerlösung werden oder sucht man einen Kandidaten, der die Nationalmannschaft nur bis zur EM im eigenen Land betreut?
Bei der Pressekonferenz vor dem Frankreich-Spiel ließ Völler mit seinen Aussagen Raum für Spekulationen. „Wir wollen schnell einen Nachfolger finden für die Funktion des Bundestrainers. Wichtig ist, die Euphorie zu erzeugen vor der Heim-EM und das ist mit einem neuen Bundestrainer möglich“, erklärte der Weltmeister von 1990 das Anforderungsprofil.
Magath sieht sich „in der Lage“ dem DFB zu helfen
Sollte sich der DFB auf eine Kurzzeitlösung festlegen, fällt bei Experten immer wieder ein Name: Felix Magath. Der Ex-Bundesliga-Trainer steht derzeit bei keinem Verein unter Vertrag und hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, erfolgreich als ‚Feuerwehrmann‘ zu arbeiten.
Und Magath wäre nicht abgeneigt. Er habe „oft genug gezeigt“, in der Lage zu sein, „verunsicherte Mannschaften wieder aufzurichten und ihnen so viel Vertrauen zu geben, dass sie wieder in der Lage waren, sehr gute Leistungen zu bringen. Das ist das, was der DFB zurzeit braucht“, sagte der 70-Jährige beim Radiosender NDR 90,3.
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Effenberg und Hamann plädieren für Magath
Zuerst hatte Stefan Effenberg Magath als Flick-Nachfolger ins Spiel gebracht. „Er ist einer von der alten Garde und kann unangenehm sein – für mich ist das eine Überlegung wert“, hatte der Ex-Nationalspieler am Sonntag im Doppelpass gesagt.
Auch Sky-Experte Didi Hamann plädiert für den dreimaligen Meister-Trainer. „Genau so einen Mann brauchen wir. Und ich könnte mir vorstellen, dass Felix das sofort machen würde“, sagte der Ex-Nationalspieler gegenüber der dpa. Zumindest den zweiten Teil der Aussage bestätigte Magath nun schon mal selbst. Der Rest liegt an Rudi Völler & Co. (kk)
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