Emotionale Worte

Felix Neureuther nimmt Abschied von Mama Rosi Mittermaier: Drei Sätze mitten ins Herz

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Felix Neureuther nimmt Abschied von seiner Mutter Rosi Mittermaier. Der frühere Ski-Star hat sich mit emotionalen Worten und einem Bild via Instagram gemeldet.

Garmisch-Partenkirchen - Das Jahr 2023 hat mit einer traurigen Nachricht begonnen. Der Tod von Rosi Mittermaier, einem sportlichen wie menschlichen Vorbild für das ganze Land, hat viele Menschen erschüttert. Allen voran natürlich die, die ihr am nächsten standen: Ehemann Christian Neureuther und die beiden gemeinsamen Kinder Ameli und Felix.

Ameli Neureuther hatte via Instagram als erste öffentlich auf den Tod ihrer Mutter reagiert. Sie teilte in einer Story emotionale Worte zu Rosi Mittermaier. Nun hat Felix Neureuther nachgezogen.

Felix Neureuther nimmt Abschied von seiner Mama Rosi Mittermaier: Drei Sätze, die ins Herz treffen

Am Samstagabend postete er ein Bild. Darauf zu sehen: Er selbst als Kleinkind mit seiner Mama, die in den Himmel zeigt. Dazu schrieb Neureuther drei Sätze, die ins Herz treffen: „Du hast mir die Sterne gezeigt. Jetzt bist du selbst einer. Danke für alles liebe Mama.“ Dahinter setzte er einen Herz-Emoji.

Felix‘ Ehefrau Miriam Neureuther kommentierte den Beitrag mit den Worten: „Der hellste Stern.“ Dafür gab es von den Usern schnell über 1000 „Gefällt mir“-Angaben. In der Kommentarspalte finden sich viele weitere Stars aus dem Sport- oder TV-Business.

Zum Tod von Rosi Mittermaier: Etliche Weggefährten von Felix Neureuther bekunden ihr Beileid

Von Ski-Idol Lindsey Vonn über Ex-Handballer Stefan Kretzschmar, TV-Star Elton oder Bundesliga-Kicker Florian Niederlechner: Die Liste der Menschen, die den Neureuthers in dieser schweren Zeit beistehen, ist endlos lang. Kein Wunder: Rosi Mittermaier flogen wegen ihrer stets sympathischen und freundlichen Art zu Lebzeiten die Herzen der Nation zu. Diese Werte hat sie an ihre Kinder weitergegeben. Die Bilderbuch-Ehe mit ihrem Gatten Christian diente vielen Menschen als Vorbild. Ihr Krebs-Tod hat unzählige Menschen getroffen.

Sohn Felix hatte zu seiner Mutter auch wegen seiner Ski-Leidenschaft eine ganz besondere Bindung. Dabei wusste er lange nicht, was seine Mama früher für ein Superstar gewesen ist. Seine Konkurrenten riefen ihn bei Rennen „Rosi“, Felix wunderte sich als Kind darüber.

Felix Neureuther wusste lange nicht, dass Rosi Mittermaier ein Ski-Star war

Im Alter von neun Jahren drückte ihm jemand ein Buch über seine Mutter in die Hand. Ab da wusste er, dass er der Sohn einer Doppel-Olympiasiegerin ist. Bei Felix‘ Rennen schauten die Eltern anfangs nur sehr selten zu. Völlig klar, aus welchem Grund: Man stelle sich nur einmal den Trubel vor, wenn plötzlich zwei ehemalige Ski-Stars ihren Nachwuchs an der Strecke unterstützen.

Auch auf Felix hätte es in diesem Alter wohl viel zu viel Druck ausgeübt. So konnte er zumindest einige Jahre lang aus seiner Sicht völlig unbeschwert die Pisten hinuntersausen. Und es hat sich gelohnt: Später wurde er wie Mama Rosi und Papa Christian selbst ein erfolgreicher Skifahrer.

Rosi Mittermaier tot: Bayern trauert um Skistar – ihr Leben in Bildern

Rosi Mittermaier, der bodenständigste und vielleicht verplanteste Ski-Superstar Bayerns. Ein Leben in Bildern.
Rosi Mittermaier, der bodenständigste und vielleicht verplanteste Ski-Superstar Bayerns. Ein Leben in Bildern. © Imag/dpa/dpa
Rosi Mittermaier wächst mitten in der Winkelmoos-Alm auf, ein weit verzweigtes Almgebiet und Hochplateau im südlichen Oberbayern
Rosi Mittermaier wächst mitten in der Winkelmoos-Alm auf, ein weit verzweigtes Almgebiet und Hochplateau im südlichen Oberbayern (Gemeinde Reit im Winkl). Ihr Vater, Kaufmann und Gastwirt, ist staatlich geprüfter Skilehrer. Er verlangt früh viel von der kleinen Rosi. Bei zwei Skiunfällen mit zwölf Jahren brach sie sich erst einen Knöchel, kurz vor der Verheilung den Unterschenkel am selben Bein und konnte mehrere Monate nicht Ski fahren. Doch schon ein Jahr später nahm sie an den Jugendmeisterschaften teil und trainierte 1965 erstmals in der Nationalmannschaft. © Münchner Merkur
In Aktion: Rosi Mittermaier beim Training vor ihrem größten Triumph auf der Axamer Lizum im Stubaital 1976.
In Aktion: Rosi Mittermaier beim Training vor ihrem größten Triumph auf der Axamer Lizum im Stubaital 1976. © Münchner Merkur
Olympischen Winterspielen in Innsbruck im Februar 1976
Ihr größter Triumph: Rosie Mittermaier nach ihrer Abfahrt bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck im Februar 1976. Dort gwann Mittermaier bei allen drei alpinen Ski-Wettbewerben eine Medaille: Am 8. Februar entschied sie die Abfahrt mit einer halben Sekunde Vorsprung auf Brigitte Totschnig für sich und gewann damit als erste deutsche Skirennläuferin seit Heidi Biebl 1960 eine olympische Goldmedaille – zuvor hatte Mittermaier im Weltcup nie in einem Abfahrtsrennen gesiegt. Drei Tage später gewann sie auch im Slalom mit der Laufbestzeit im zweiten Durchgang, nachdem zunächst ihre Teamkollegin Pamela Behr in Führung gelegen hatte. Im abschließenden Riesenslalom am 13. Februar belegte sie den zweiten Rang mit zwölf Hundertstelsekunden Rückstand auf die Kanadierin Kathy Kreiner. © Münchner Merkur
Rosi Mittermaier Ski Alpin Olympia 1976 in Innsbruck 05 02 1976 Goldmedaille in Abfahrt Slalom
Zweimal Gold bei den Abfahrten und einmal Silber beim Riesenslalom: Für diese Olympischen Spiele hatte Rosi Mittermaier nach eigenen Angaben auch ausnahmsweise im Sommer intensiv trainiert, um es angesichts ihres nahenden Karriereendes „es endlich zu mehr bringen“. © Imago
Weil sie so schön strahlt, hier nochmal ein Medaillenfoto.
Weil sie so schön strahlt, hier nochmal ein Medaillenfoto.  © dpa
Mittermaier mit Mann Neureuther beim Skifahren.
Mittermaier mit Mann Neureuther beim Skifahren.  © Münchner Merkur
Die Liebe ihres Lebens, Christian Neureuther, ebenfalls Skirennläufer, hier bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 1974 in St. Moritz, heiratete Rosi Mittermaier 1980.
Die Liebe ihres Lebens, Christian Neureuther, ebenfalls Skirennläufer, hier bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 1974 in St. Moritz, heiratete Rosi Mittermaier 1980. © dpa
Rosi Mittermaier und Christian Neureuther bei ihrer Hochzeit 1980.
Rosi Mittermaier und Christian Neureuther bei ihrer Hochzeit 1980. © Imago
Hier genießen die beiden bei ihrer Hochzeitsreise in der Dominikanischen Republik. Rosi Mittermaier war leidenschaftliche Taucherin und Surferin.
Hier genießen die beiden bei ihrer Hochzeitsreise in der Dominikanischen Republik 1980. Rosi Mittermaier war leidenschaftliche Taucherin, Fallschirmspringerin und Surferin. Im Frühjahr 1973 verletzte sie sich auf Hawaii beim Surfen und verpasste dadurch den Saisonabschluss und den möglichen Sieg im Slalom-Weltcup. © Imago
Einige Jahre später bekommen Christian Neureuther und Rosi Mittermaier zwei Kinder: Felix und Amelie Neureuther.
Einige Jahre später bekommen Christian Neureuther und Rosi Mittermaier zwei Kinder: Felix und Amelie Neureuther. © Imago
Hier mit ihren Kindern Felix, der gerade die Bronzemedaille im Slalom bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2017 in St. Moritz gewonnen hat und Amelie, eine erfolgreiche Modedesignerin.
Hier mit ihren Kindern Felix, der gerade die Bronzemedaille im Slalom bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2017 in St. Moritz gewonnen hat und Amelie, eine erfolgreiche Modedesignerin. © Sammy Minkoff/Imago
Rosi Mittermaier mit Mann Christian Neureuther bei ihrer dritten Leidenschaft nebst Tauchen und Skifahren: dem Fallschirmspringen.
Rosi Mittermaier mit Mann Christian Neureuther bei ihrer dritten Leidenschaft nebst Tauchen und Skifahren: dem Fallschirmspringen. © Imago
Rosi Mittermaier war auch lange nach ihrem Kariereende immer geliebter Teil der bayerischen Öffentlichkeit. Hier im Gespräch mit dem damaligen Oberbürgermeister von München, Christian Ude. Das Foto mit den Garmischer Alpen im Hintergrund hat unser Merkur-Fotograf Klaus Haag aufgenommen.
Rosi Mittermaier war auch lange nach ihrem Kariereende immer geliebter Teil der bayerischen Öffentlichkeit. Hier im Gespräch mit dem damaligen Oberbürgermeister von München, Christian Ude. Das Foto mit den Garmischer Alpen im Hintergrund hat unser Merkur-Fotograf Klaus Haag aufgenommen. © Klaus Haag
Rosi Mittermaier 1997 in Bonn bei ihrer Ernennung zur ersten deutschen "Botschafterin für Sport, Toleranz und Fairplay". In ihrem anderen Leben war Mittermaier übrigens Sportlehrerin.
Rosi Mittermaier 1997 in Bonn bei ihrer Ernennung zur ersten deutschen «Botschafterin für Sport, Toleranz und Fairplay». In ihrem anderen Leben war Mittermaier übrigens Sportlehrerin. © dpa
Rosi Mittermaier und ihr Mann gehörten zu denjenigen, die Nordic Walking in Deutschland groß gemacht haben, hier bei einer Buchpräsentation am Chinesischen Turm in München.
Rosi Mittermaier und ihr Mann gehörten zu denjenigen, die Nordic Walking in Deutschland groß gemacht haben, hier bei einer Buchpräsentation am Chinesischen Turm in München. © Sigi Jantz
Den Bergen ewig verbunden: Rosi Mittermaier bei einer Tour in den Alpen.
Den Bergen ewig verbunden: Rosi Mittermaier bei einer Tour in den Alpen. © tz
Rosi Mittermaier mit ihrem Freund und Weggefährten Markus Wasmaier bei der Verleihung des Bayerischen Verdienstordens im Maximilianeum.
Rosi Mittermaier mit ihrem Freund und Weggefährten Markus Wasmaier bei der Verleihung des Bayerischen Verdienstordens im Maximilianeum.  © Marcus Schlaf
Für jeden Spaß zu haben: Rosi Mittermaier bei der Feier zum 70. der Firma Bogner in historischem Skioutfit inklusive Holzski.
Für jeden Spaß zu haben: Rosi Mittermaier bei der Feier zum 70. der Firma Bogner in historischem Skioutfit inklusive Holzski. © Jantz
Für jeden Spaß zu haben: Rosi Mittermaier bei der Feier zum 70. der Firma Bogner in historischem Skioutfit inklusive Holzski.
Für jeden Spaß zu haben: Rosi Mittermaier bei der Feier zum 70. der Firma Bogner in historischem Skioutfit inklusive Holzski. © Sigi Jantz
Oder wie hier beim Apfelstrudel backen in ihrem Zuhause in Raum Garmisch-Partenkirchen.
Oder wie hier beim Apfelstrudel backen in ihrem Zuhause in Raum Garmisch-Partenkirchen. © Imago
Rosi Mittermaier bäckt Apfelstrudel auf der Almhütte Christian Neureuther zu Besuch in Garmisch P
Hier mit dem Ergebnis und ihrem Mann. © Imago
Rosi Mittermaier engagierte sich für zahlreiche karitative Projekte: Hier als Schirmherrin der bundesweiten Kinder-Rheumastiftung mit rheumakranken Kindern in Garmisch-Partenkirchen.
Rosi Mittermaier engagierte sich für zahlreiche karitative Projekte: Hier als Schirmherrin der bundesweiten Kinder-Rheumastiftung mit rheumakranken Kindern in Garmisch-Partenkirchen. © dpa
Immer für ein Lächeln gut: Rosi Mittermaier zu ihrem 70. Geburtstag. Danach wurde es ruhig um den bayerischen Superstar. Rosi Mittermaier starb am 4. Januar nach langer Krankheit.
Immer für ein Lächeln gut: Rosi Mittermaier zu ihrem 70. Geburtstag. Danach wurde es ruhig um den bayerischen Superstar. Rosi Mittermaier starb am 4. Januar nach langer Krankheit. © Angelika Warmuth/dpa

Rosi Mittermaier hinterlässt auch vier Enkelkinder

Ob Rosi Mittermaiers Enkelkinder schon wissen, was ihre Oma früher so alles geleistet hat? Falls nicht, werden Ameli und Felix sicher eines Tages stolz erzählen, welch eine großartige Sportlerin sie gewesen ist. Dabei wären Pokale und Medaillen aber sogar egal. Denn Rosi Mittermaier war in erster Linie als Mensch eine absolute Gewinnerin. Das untermauern die unzähligen Reaktionen zu ihrem Tod. (akl)

Rubriklistenbild: © Screenshot Instagram / Rosi Mittermaier

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