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Felix Neureuther war wieder als TV-Experte für die ARD im Einsatz. Zu Beginn drückte er seine Trauer über den Tod von Mutter Rosi Mittermaier aus.
Wengen – Gleich zu Beginn der ARD-Übertragung des Super-G äußerte sich Felix Neureuther zum Tod seiner Mutter. Am 04. Januar verstarb Rosi Mittermaier an Krebs. Dass der 38-Jährige so schnell wieder vor der Kamera sein würde, war nicht abzusehen. „Ich glaube, jeder hat mitbekommen was wir momentan durchleben. Eine sehr schwere Zeit für uns als Familie“, so Neureuther. „Aber es war ganz explizit der Wunsch von der Mama und wir hatten das Glück, dass sie uns das vorher noch sagen konnte, wie wir weitermachen müssen.“
| Name: Rosa Katharina Mittermaier-Neureuther |
| Geburtsdatum: *5. August 1950 in München |
| † 4. Januar 2023 in Garmisch-Partenkirchen |
| Sportliche Erfolge: Olympia-Gold in der Abfahrt 1976, Olympia-Gold im Slalom 1976, Olympia-Silber im Riesenslalom 1976, WM-Gold in der Abfahrt 1976, WM-Gold im Slalom 1976, WM-Gold in der Kombination 1976, WM-Silber im Riesenslalom 1976, Gesamtweltcupsiegerin 1976, Slalom-Kristallkugel 1976, Kombinations-Kristallkugel 1976, zehn Weltcupsiege |
| Auszeichnungen: Deutschlands Sportlerin des Jahres 1976, Olympischer Orden des IOC, Goldene Sportpyramide, Hall of Fame des deutschen Sports, Bayerische Europamedaille, Goldenes Sportehrenabzeichen des Deutschen Skiverbands |
| Kinder: Ameli Neureuther (*1981), Felix Neureuther (*1984) |
Felix Neureuther erklärt ARD-Auftritt und besondere Bedeutung von Wengen: „Absolut im Sinne der Mama“
Dass es ausgerechnet in Wengen wieder los geht, freute Neureuther besonders. Der Ort im Berner Oberland spielt in der Familie Mittermaier/Neureuther eine große Rolle, verriet Felix. „Die Mama hat in Grindelwald gewonnen und der Papa durfte hier den Slalom zweimal gewinnen“, so Neureuther.
Vor allem die emotionale Komponente sei aber das Besondere an Wengen. „Hier wird seriöser Sport betrieben, hier ist nicht dieses Halli-Galli wie an anderen Orten. Deswegen ist es gut hier zu sein und auch absolut im Sinne der Mama.“
Rosi Mittermaier soll Felix Neureuther ermutigt haben, nach Wengen zu fahren: „Genieß diese tolle Kulisse“
Außerdem erzählt Neureuther, dass Rosi sich explizit bezüglich Wengen geäußert habe. „Felix, fahr nach Wengen. Genieß es hier in dieser tollen Kulisse zu sein“, soll Mittermaier zu ihrem Sohn gesagt haben. Das Schweizer Alpendorf sieht Neureuther als „Kraftort“ – Kraft, die wichtig erscheint, um mit der Trauer fertig zu werden.
Felix Neureuther bedankt sich für die Anteilnahme: „Die Mama hat viele Dinge richtig gemacht“
Außerdem wandte sich der ARD-Experte an die vielen Menschen, die in der Vergangenheit der Familie ihr Mitgefühl aussprachen. „Die Anteilnahme - wirklich vielen, vielen Dank dafür!“ „Es ist unfassbar, wie viele Briefe geschrieben werden, es ist was Tolles, was auch sehr dankbar macht“, so Neureuther sichtlich gerührt. „Es zeigt auch, dass die Mama viele Dinge richtig gemacht hat. Aber wie gesagt, sie wollte nie im Mittelpunkt stehen.“
In dieselbe Kerbe hatte auch Ex-Skiprofi Markus Wasmeier geschlagen, deswegen wird es auch keine öffentliche Trauerfeier für die zweifache Olympiasiegerin geben. „Sie wollte keinen Trubel“, so der enge Freund der Familie. Neben Wasmeier hatten zahlreiche Prominente wie Slalom-Ass Linus Straßer, Markus Söder oder FCB-Legende Sepp Maier öffentlich von der „Gold-Rosi“ verabschiedet. (Boris Manz)
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