Felix Neureuther, der in der Öffentlichkeit steht und oft auf seine Mutter angesprochen wird, beschreibt die Herausforderung, die Trauer mit den Erwartungen des Alltags zu vereinbaren. „Ich stehe in der Öffentlichkeit, die Leute kennen mich und sprechen mich an“, sagt er. Doch es ist seine Familie, die ihm in diesen schweren Zeiten Halt gibt. Besonders seine Kinder spielen dabei eine zentrale Rolle.
Vier Kinder, eine Künstlerin als Schwester – seltene Bilder des Neureuther-Clans
Älteste Tochter von Felix Neureuther hat Tod von Oma Rosi Mittermaier schwer verkraftet
Neureuther erzählt, dass seine Kinder ihn unterstützt hätten, mit der Trauer umzugehen. „Vor allem meine Kinder haben mir geholfen, mit meiner Trauer umzugehen. Für sie musste ich funktionieren“, erklärt er. Damals hatte er drei Kinder, im vergangenen März kam ein weiteres hinzu. Seine älteste Tochter vermisst die Großmutter besonders stark. „Der Tod der Oma holt sie bis heute ein. Wenn meine Tochter traurig ist, dann ruft sie bis heute nach der Oma. Sie wäre dann so gern bei ihr.“ Vor kurzem teilte Felix Neureuther eine herzzerreißende Nachricht an Mutter Rosi.
Um der Trauer Ausdruck zu verleihen, hat seine Tochter Bilder für die Oma gemalt und sie im Garten abgelegt. „Dort wurden sie dann von einem Engel abgeholt und der Oma hoch in den Himmel geschickt. Das hat unserer Tochter geholfen“, erzählt Neureuther von der rührenden Geste.
Felix Neureuther spricht offen wie nie über Tod von Mutter Rosi Mittermaier
Die Rolle als Vater hat Felix Neureuthers Perspektive und Prioritäten nachhaltig verändert. „Was mir persönlich passiert, ist völlig nebensächlich. Um Selbstverwirklichung muss man sich halt vorher kümmern“, sagt er. Er empfindet es als Privileg, seinen Kindern eine gute Zukunft und ein gefestigtes Umfeld bieten zu können, auch, wenn das Elternsein manchmal hart ist. „Natürlich sind Kinder anstrengend und Eltern sein kann hart sein. Wir können das finanziell stemmen, unseren Kindern eine gute Zukunft und ein gefestigtes Umfeld bieten – ich empfinde das als riesiges Privileg.“
Besonders schätzt Neureuther die nächtlichen Kuschelmomente mit seinen Kindern. Während Miriam aktuell vor allem für das Baby da sei, kümmere er sich um die drei älteren. Im Laufe der Nacht landen dann alle bei ihm im Bett, erzählt er. „Da kann ein Bett auch noch so groß und komfortabel sein, die liegen sowieso alle drei auf dir drauf.“ Doch das stört ihn nicht. „Ach wo, ich genieße es sogar. Ich werde das sicher eines Tages vermissen. Wenn dein Mädel oder dein Bub zu dir kommt und sich ankuschelt, das ist doch wunderbar.“ Erst vor kurzem offenbarte Felix Neureuther seine Gefühle: „Vermissen dich“. (ck)