Deutsche Nationalmannschaft

DFB-Auswahl: Flick kündigt Überraschungen an – Zehn mögliche Kandidaten

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Im März stehen die ersten Länderspiele nach dem WM-Aus für Bundestrainer Flick und sein Team an. Dafür kündigte Flick auch personelle Überraschungen an.

Frankfurt – Hansi Flick durfte nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus bei der Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr im Amt bleiben. Doch trotzdem soll auf keinen Fall alles beim Alten bleiben. Mit Rudi Völler gibt es beim DFB einen neuen Sportdirektor, der einige Aufgaben des langjährigen Managers Oliver Bierhoff übernehmen wird. Doch auf dem Platz soll es ebenfalls Veränderungen geben – auch personell. Diese Kandidaten können auf eine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft hoffen.

Ansgar Knauff (Eintracht Frankfurt): Der Leihspieler von Borussia Dortmund war in der vergangenen Saison einer der Garanten für den Europa-Pokal-Sieg von Eintracht Frankfurt. Dabei kam er noch meist auf der rechten Seite zum Einsatz. Seit dem Abgang von Filip Kostic durfte er sich auch auf der linken Seite zeigen. Diese Flexibilität wird ihn auch für Flick interessant machen. Jedoch muss er dafür seine Leistungen wieder etwas stabilisieren, zuletzt war er kein unumstrittener Stammspieler mehr.

Kandidaten für die deutsche Nationalmannschaft: Robert Andrich (links) und Rani Khedira.

DFB-Team könnte mit neuen Gesichtern ins Jahr starten

Philipp Max (Eintracht Frankfurt): Der Frankfurter Winter-Neuzugang hat seinen Platz direkt gefunden. Mit Knauff könnte er eine Frankfurter-Flügelzange auch in der deutschen Nationalmannschaft bilden. Max hat bereits drei Länderspiele in seiner Vita stehen. Diese datieren allerdings von 2020. Der Linksfuß hat schon öffentlich angemerkt, dass er sich wieder in den DFB-Fokus spielen möchte.

Marius Wolf (Borussia Dortmund): Auch ein Ex-Eintracht-Profi kann auf einen Anruf des Bundestrainers hoffen. 2018 von Frankfurt nach Dortmund gewechselt, ist er nach zwei Leihstationen beim BVB jetzt so richtig angekommen. Auf der „Problem-Position“ des Rechtsverteidigers könnte er im DFB-Team Abhilfe schaffen. Sein leidenschaftliches Auftreten könnte zusätzlich helfen, die Fans wieder mehr zu begeistern.

Zentrale Mittelfeldspieler aus der Bundesliga hoffen auf DFB-Nominierung

Robert Andrich (Bayer Leverkusen): Ebenfalls häufig als Mentalitätsspieler gepriesen, wird der Leverkusener. Bei Bayer ist der 28-Jährige unumstrittener Stammspieler im zentralen Mittelfeld. Mit seinem aggressiven Spielstil würde er ein zusätzliches Element ins DFB-Mittelfeld bringen.

Rani Khedira (Union Berlin): Sein Bruder ist mit dem DFB-Team Weltmeister geworden. Rani Khedira spielt sich mit seinen starken und konstanten Leistungen beim Überraschungs-Dritten der Bundesliga ebenfalls ins Blickfeld. Der Unioner wäre eine verlässliche Alternative für die „Sechs“.

Eggestein und Baku gehörten dem DFB-Team bereits an

Maximilian Eggestein (SC Freiburg): Auch er ist im zentralen Mittelfeld beheimatet. Dem Ex-Bremer wurde früh eine große Karriere vorausgesagt. Bei Freiburg zeigte er in dieser Saison auch international gute Spiele. 2019 stand er unter Flick-Vorgänger Jogi Löw bereits im Kader. Ein Einsatz blieb ihm jedoch damals verwehrt.

Ridle Baku (VfL Wolfsburg): Der Wolfsburger galt vor der WM bereits als Kandidat, kam allerdings erst zu spät in Topform. Mit seinem Offensiv-Instinkt ist er eine flinke Option für die Rechtsverteidiger-Position bei Hansi Flick. Kommt in dieser Bundesliga-Saison schon auf fünf Treffer.

Von Unglücksraben und fast vergessenen Legenden: Die WM-Rekordspieler des DFB-Teams

23. Bernd Schneider, Karlheinz Förster, Toni Schumacher, alle in einem Finale, kein WM-Titel, 14 Einsätze
Den Beginn unserer Reihe machen drei glücklose Spieler. Trotz ihrer jeweils 14 WM-Spiele für die DFB-Elf und obwohl sie alle in einem Finale standen, konnten Bernd Schneider, Karlheinz Förster und Toni Schumacher keinen Weltmeisterschafts-Titel gewinnen. © IMAGO/ActionPictures; Frinke; Sportfoto Rudel
23. Thomas Häßler, Paul Breitner, WM 1990, 1974, geniale Mittelfeldspieler, 14 Einsätze
Anders die nächsten beiden Spieler, die ebenfalls 14-mal bei Weltmeisterschaften zum Einsatz kamen. Thomas Häßler holte 1990 den Titel, Paul Breitner reckte 1974 den Pokal in den Münchner Himmel. Doch beide vereint nicht nur der Titel, sondern auch ihre spielerischen Qualitäten. Beide gaben geniale Mittelfeldspieler ihrer Zeit ab. © IMAGO/Camera 4; Pressefoto Baumann
23. Jerome Boateng, Toni Kross, Sami Khedira, WM 2014, 14 Einsätze
Den Abschluss des achtfach geteilten 23. Platzes unseres Rankings bilden drei Weltmeister von 2014. Jerome Boateng, Toni Kroos und Sami Khedira liefen alle drei 14-mal bei Weltmeisterschaften auf und waren Teil der magischen Nacht von Rio. © IMAGO/Team 2; Avanti
20. Hans Schäfer, Weltmeister 1954, 15 Einsätze
Platz 20 vereint drei große Fußballer und Weltmeister ihrer Generation. Den Anfang macht Hans Schäfer, der mit 15 WM-Einsätzen der einzige Vertreter der legendären Mannschaft von 1954 in unserem Ranking ist. © IMAGO/CTK Photo
20. Rudi Völler, Weltmeister 1990, 15 Einsätze
Weiter geht es mit Rudi Völler, den es zwar mehr als einmal gibt, aber der einzige Rudi Völler ist, der insgesamt 15-mal bei Weltmeisterschaften auflief und 1990 den Titel in Italien holte. © IMAGO/Sportfoto Rudel
20. Lukas Podolski, WM 2014, 15 Einsätze
Den Abschluss des Dreiergespanns auf dem 20. Platz macht Lukas Podolski. Bekannt für seine linke Klebe war er zwar während der WM 2014 nicht mehr der große Leistungsträger, doch für die Stimmung im Team ein wichtiges Puzzleteil. © imago sportfotodienst
Mesut Özil während des WM-Finals von 2014.
Platz 18 teilen sich zwei Weltmeister. Den Anfang macht Mesut Özil, der 2014 in Brasilien den Titel holte. Der damalige Held von Rio ist seitdem in der Gunst der Fans deutlich nach unten gerutscht. Dazu führten unter anderem auch seine Verbindungen zu den „Grauen Wölfen“. Insgesamt lief er für das DFB-Team 16-mal bei Weltmeisterschaften auf. Genauso oft, wie ein Sieger von 1990. © imago sportfotodienst
Andreas Brehme jubelt über sein Tor im WM-Finale 1990.
Andreas Brehme hat genauso viele WM-Einsätze wie Özil, blieb den Fans aber deutlich besser in Erinnerung. Im Finale 1990 erzielte er das goldene Tor gegen Argentinien. Es war wohl das größte Spiel des Verteidigers, der 16-mal bei einer WM auf dem Platz stand. Im Februar 2024 verstarb er im Alter von 63 Jahren. © IMAGO/Norbert Schmidt
Karl-Heinz Schnellinger mit dem Ball am Fuß.
16. Platz: Von 1958 bis 1970 kam Karl-Heinz Schnellinger auf 17 WM-Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft. Insgesamt trug er 47-mal den Adler auf der Brust. © IMAGO/Sven Simon
Jürgen Klinsmann jubelt im Trikot der deutschen Nationalmannschaft.
16. Platz: Auch Jürgen Klinsmann brachte es auf 17 DFB-Einsätze bei Weltmeisterschaften. Er war wie Brehme Teil des WM-Teams von 1990. © IMAGO/Norbert Schmidt
WM Finale 1974 Weltmeister Torwart Sepp Maier BR Deutschland präsentiert den WM-Pokal
Platz 12: Auf dem geteilten zwölften Platz rangieren gleich vier Spieler. Einer davon ist Sepp Maier, Torwart und Weltmeister von 1974. Er kommt auf insgesamt 18 Einsätze bei drei WM-Turnieren. © sportfotodienst/imago
Pierre Littbarski im WM-Endspiel 1990 gegen Argentinien am Ball
Auch Pierre Littbarski kommt mit 18 WM-Partien auf eine beeindruckende Anzahl von Endrunden-Einsätzen und durfte 1990 in Italien über den WM-Titel jubeln. © Werek/imago
Stuart Pearce England gegen Thomas Berthold und Klaus Augenthaler beide BR Deutschland
Auch Thomas Berthold hat 18 WM-Spiele auf seinem Konto. Er war Teil der starken Verteidigung bei der WM 1990, stand in jedem Spiel auf dem Platz und durfte am Ende den Pokal in die Luft recken. © sportfotodienst/imago
Franz Beckenbauer feiert im Olympiastadion München den WM-Titel 1974.
Wie Berthold, Littbarski und Maier kam auch „Der Kaiser“ höchstpersönlich 18-mal bei Weltmeisterschaft zum Einsatz. Franz Beckenbauer gewann 1974 den WM-Titel als Spieler und 1990 als Trainer. © sportfotodienst/imago
Berti Vogts BR Deutschland re zieht ab Alan Mullery England dreht sich weg
Platz 6: Den sechsten Rang unserer Rangliste teilen sich gleich sechs Spieler. Einer von ihnen: Berti Vogts. 19 WM-Einsätze bei drei verschiedenen Endrunden, darunter beim Titelgewinn 1974. © sportfotodienst/imago
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Ein WM-Titel war Karl-Heinz Rummenigge trotz seiner 19 WM-Einsätze nicht vergönnt. Dafür durfte er sich über den EM-Titel 1980 freuen. © sportfotodienst/imago
Wolfgang Overath BR Deutschland
Im Gegensatz dazu gelang es Wolfgang Overath, ebenso mit 19 WM-Einsätzen, 1974 den WM-Titel im eigenen Land zu feiern. Der Titel verbindet ihn mit den weiteren drei DFB-Kickern, die auch auf dem sechsten Platz gelandet sind. Nur die schlugen schlappe 40 Jahre später zu. © sportfotodienst/imago
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Darunter „Eistonne“ Per Mertesacker, hier bei seinem legendären Einsatz gegen Algerien bei der WM 2014. Am Ende winkte der Titel. © sportfotodienst/imago
Manuel Neuer gibt im Trikot der deutschen Nationalmannschaft Anweisungen an sein Team.
Auch Manuel Neuer krönte seine insgesamt 19 WM-Einsätze bereits 2014. Mit seinen Paraden hielt er das Team nicht nur einmal im Turnier. Der WM-Titel darf aufgrund der beeindruckenden Leistungen während des Turniers als sein Meisterstück angesehen werden. © IMAGO/www.imagephotoagency.it
Thomas Müller mit dem WM-Pokal 2014.
Das darf auch für Thomas Müller gelten, der zwar bei der WM 2010 die Torjägerkanone abräumte, doch sich deutlich mehr über den WM-Titel 2014 gefreut haben dürfte. Insgesamt kam auch er auf 19 Einsätze bei Weltmeisterschaften. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
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Platz 4: Weiter geht es – wer hätte es gedacht – mit zwei Weltmeistern von 2014. Philipp Lahm teilt sich mit 20 WM-Einsätzen den vierten Platz mit einem langjährigen Wegbegleiter. © sportfotodienst/imago
SCHWEINSTEIGER Bastian Team Deutschland mit Kapitaen MESSI Lionel World Cup 2014 Brasil FIFA Fussbal
Lahm und Bastian Schweinsteiger sind das Sinnbild für eine goldene DFB-Generation. Da ist es passend, dass beide gleich viele WM-Einsätze vorweisen können. Nicht nur das beste Spiel seiner 20-WM-Partien, sondern wohl auch beste Spiel seines Lebens spielte er dann ausgerechnet im WM-Finale 2014. © Perenyi/imago
Uwe Seeler im WM-Endspiel 1966 gegen England
Platz 3: „Uns Uwe“ Uwe Seeler, der im Juli 2022 verstarb, ist mit 21 WM-Spielen auf Rang 3. Unglücklicherweise blieb es dem Ehrenspielführer verwehrt, auch nur einen einzigen Titel mit der DFB-Elf zu gewinnen. © Simon/imago
08 07 2014 xbtx Fussball WM 2014 Halbfinale Deutschland Brasilien v l Miroslav Klose Deutsch
Platz 2: Etwas erfolgreicher verlief die DFB-Karriere von Miroslav Klose. Erstmals machte er bei der WM 2002 im DFB-Trikot von sich reden. Insgesamt sollten es 24 Spiele im Trikot der deutschen Nationalmannschaft bei vier WM-Turnieren werden. Am Ende sprang nicht nur der Titel 2014 heraus, sondern auch ein Weltrekord: Insgesamt 16 WM-Tore markieren den Bestwert. © Huebner/imago
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Platz 1: Lothar Matthäus ist mit seinen 25 Einsätzen nicht nur der Spieler mit den meisten WM-Partien für Deutschland. Der Weltmeister von 1990 kam darüber hinaus als einziger DFB-Spieler bei fünf verschiedenen WM-Endrunden zum Einsatz und ist mit 150 Spielen auch insgesamt Rekordspieler der deutschen Nationalmannschaft. © sportfotodienst/imago

Junge Talente stehen vor DFB-Nominierung

Felix Nmecha (VfL Wolfsburg): Der jüngere der Nmecha-Brüder hat sich in Wolfsburg fest ins Team gespielt. Mit zwei Toren und vier Vorlagen hat er seine Scorer-Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Seit die Rückrunde läuft, ist wie beim VfL Wolfsburg auch bei ihm die Luft etwas raus.

Tom Krauß (FC Schalke 04): Der umtriebige „Sechser“ ist beim Bundesliga-Schlusslicht einer der Aktivposten. Die Leihgabe von RB Leipzig ist mit nur 21 Jahren bereits absoluter Stammspieler. Mit einer Nominierung würde Flick auch signalisieren, dass er auf die Jugend setzt.

Malick Thiaw (AC Mailand): Mit 21 Jahren sammelt der 1,94 Meter große Innenverteidiger bereits Auslandserfahrungen. Die italienischen Medien feiern ihn nach einem starken Champions-League-Debüt als nächste Legende im San Siro. Gut möglich, dass Flick ihn nominiert und an das Nationalteam heranführt. (Jan Oeftger)

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