Der Circuit de Monaco gilt in der Formel 1 als sehr gefährliche Rennstrecke, da es trotz des geringen Tempos kaum Auslaufzonen für die Fahrer gibt.
Monaco – Beim Circuit de Monaco handelt es sich um eine temporäre Rennstrecke, die für den Motorsport genutzt wird. Der Stadtkurs befindet sich in den Stadtteilen Monte Carlo und La Condamine. Werden hier gerade keine Rennen gefahren, nutzen die Einwohner Monacos die Straßen ganz normal für den Straßenverkehr. Der Umbau zur Rennstrecke für die Formel 1 gestaltet sich aber jedes Mal aufwendig und benötigt zahlreiche Helfer.
Den Circuit de Monaco gibt es bereits seit dem Jahr 1920; als Austragungsort für F1-Rennen dient er aber erst seit 1950. Der bekannteste Wettbewerb, der hier regelmäßig veranstaltet wird, ist der Grand Prix von Monaco, der jedes Jahr im Mai ausgetragen wird.
Darüber hinaus ist der Stadtkurs außerdem Austragungsort für den jedes zweite Jahr veranstalteten Grand Prix de Monaco Historique. 2015 fand zudem zum ersten Mal der Monaco ePrix im Rahmen der FIA-Formel-E-Meisterschaft auf der Strecke statt. Hierfür wurde der Kurs zunächst verkürzt; seit 2021 findet aber auch dieses Rennen auf der gesamten Streckenlänge statt. Im Jahr 2009 berührte die Streckenführung der Tour de France den Circuit de Monaco, wo das Einzelzeitfahren startete.
Der Circuit de Monaco in Monte Carlo: Die Formel-1-Strecke ist berühmt-berüchtigt
Auf dem Circuit de Monaco, der sich zum Teil auch im Stadtteil Monte Carlo befindet, werden bereits seit Jahrzehnten Formel-1-Rennen ausgetragen. Der Stadtkurs kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken und diente bereits als Schauplatz spektakulärer Rennen und Fahrerduelle. Bei den Piloten wird die Strecke gleichermaßen geschätzt und gefürchtet. Auch wenn das Durchschnittstempo auf dem Kurs vergleichsweise gering ausfällt, bietet der Verlauf kaum Auslaufzonen, was ihn für die Fahrer zu einer sehr gefährlichen Rennstrecke macht.
Bereits von mehreren Formel-1-Piloten wurde in diesem Zusammenhang heftige Kritik geübt: So verglich der ehemalige Fahrer Nelson Piquet das Absolvieren des Circuit de Monaco mit „Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer“. Unter den Formel-1-Fahrern gilt der Stadtkurs in Monaco als eine der größten Herausforderungen im Rennsport. Wer hier besteht und das Rennen für sich entscheidet, erlangt den Respekt seiner Konkurrenten. Insgesamt ist der Kurs 1,765 km lang und beinhaltet 12 Kurven. Eine Besonderheit der Strecke ist die sehr eng konzipierte Boxengasse, die die Teams bei jedem Rennen vor logistische Herausforderungen stellt.
Circuit de Monaco: Das waren die Sieger auf den Stadtkurs in Monte Carlo
Sei dem Jahr 1954 dient der Circuit de Monaco in Monte Carlo als Rennstrecke für den Grand Prix von Monaco. Dieser fand seit seiner Premiere ausnahmslos in jedem Jahr statt – zumindest bis 2020, als der Wettbewerb erstmalig wegen der Covid-19-Pandemie ersatzlos gestrichen werden musste. Im Jahr 2021 konnte das prestigeträchtige Rennen mit angemessenen Abstands- und Hygienemaßnahmen wieder stattfinden. Seit der Eröffnung der Rennstrecke als Formel-1-Kurs konnten unter anderem die folgenden Fahrer einen oder mehrere Siege für sich und ihr Team verbuchen:
- Graham Hill (46, † 1975) für BRM in den Jahren 1963 – 1965
- Niki Lauda (70, † 2019) für Ferrari in den Jahren 1975 und 1976
- Ayrton Senna (34, † 1994) für McLaren in den Jahren 1989 - 1993
- Michael Schumacher für Benetton in den Jahren 1994 und 1995
- Max Verstappen für Red Bull in den Jahren 2021 und 2023
- Sergio Pérez für Red Bull im Jahr 2022
Der brasilianische Formel-1-Pilot Ayrton Senna konnte insgesamt sechs Rennen auf dem Circuit de Monaco für sich entscheiden. Den Streckenrekord aber hält kein großer Name aus der Formel 1, sondern der Formel-E-Fahrer Pascal Wehrlein, der den Kurs im Jahr 2019 in Rekordgeschwindigkeit absolvierte.