Seit 1987 wird der Suzuka International Racing Course auch für die Formel 1 genutzt: Hier findet der Grand Prix von Japan statt.
Suzuka – Der Suzuka International Racing Course ist eine Strecke der Formel 1, die sich in der Nähe der japanischen Stadt Suzuka an der Küste der Ise-Bucht befindet. Den Kurs gibt es seit dem Jahr 1962. Sie wurde vom Fahrzeughersteller Honda entworfen und entwickelt. Verantwortlich für den Kurs war der bekannte Planer von Motorsportstrecken Hans Hugenholtz (80, † 1995), der ihn ursprünglich als Teststrecke entwarf. Zusammen mit der Strecke selbst wurde auch ein Vergnügungspark für die Angestellten und deren Familien errichtet.
Als Austragungsort für Rennen in der F1 diente der Suzuka International Racing Course erstmalig im Jahr 1987. Zwischen diesem Jahr und 2019 fand auf dem Kurs regelmäßig der Grand Prix von Japan statt. 2020 wurde die traditionsreiche Veranstaltung aufgrund der vorherrschenden Covid-19-Pandemie abgesagt.
Die Strecke nahe Suzuka ist bekannt dafür, dass es hier zu spannenden Fahrerduellen kam, die die Zuschauer vor Ort und vor dem Fernseher fesselten. Neben Rennen der Formel 1 wurden auf dem Suzuka International Racing Course auch Motorradrennen veranstaltet, und zwar zwischen 1962 und 1965 sowie 1987 und 2003. Darüber hinaus findet jedes Jahr die Motorrad-Langstreckenweltmeisterschaft auf dem Kurs statt.
Fakten zum Suzuka International Racing Course in Suzuka, Japan
Der Suzuka International Racing Course in der Nähe von Suzuka sowie Nagoya zeichnet sich durch eine Gesamtlänge von 5,807 km beziehungsweise 3,61 Meilen aus. Es sind insgesamt 17 Kurven vorhanden. Die Rennstrecke zählt zu den anspruchsvollsten Kursen im Motorsport, denn sie beinhaltet nahezu alle Kurventypen und bedeutet für die Fahrer aufgrund der raschen Richtungswechsel eine Herausforderung. Wer hier bestehen will, muss Können und Fingerspitzengefühl mitbringen. Insbesondere die S-Kurven nach dem Fahrerlager sowie die Linkskurve mit der Bezeichnung „130R“ nach einer davor liegenden langen Geraden gelten unter Motorsportlern als besonders fordernd.
Die Strecke nahe der japanischen Stadt Suzuka ist die einzige ihrer Art, die sich selbst kreuzt: Sie verfügt über eine Überführung in Form einer angedeuteten Acht, Nur wenige Motorsportkurse weltweit besitzen eine Überführung. Da der Grand Prix von Japan eines der letzten Rennen des Jahres im Formel-1-Rennkalender darstellt, wurde bei diesem Event bereits mehrfach über die Gesamtwertung der Weltmeisterschaft in der Motorsport-Königsklasse entschieden. In diesem Zusammenhang kam es nicht nur zu legendären Fahrerduellen, sondern auch zu spektakulären Kollisionen, die sich für die Fahrer gefährlich und für die Zuschauer aufregend präsentierten.
Suzuka International Racing Course: Das waren die Sieger in Suzuka
Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1962 haben viele bekannte Fahrer ihr Glück auf dem Suzuka International Racing Course im japanischen Suzuka versucht. Zu den Namen, die seit dem ersten dort ausgetragenen Rennen im Jahr 1987 auf dem Treppchen standen und einen oder mehrere Siege feiern konnten, gehörten unter anderem:
- Ayrton Senna (34, † 1994), 1988 für McLaren
- Michael Schumacher für Benetton im Jahr 1995
- Mika Häkkinen für McLaren in den Jahren 1997 und 1998
- Sebastian Vettel für Renault in den Jahren 2009 und 2019
- Max Verstappen für Red Bull in den Jahren 2021 und 2022
Michael Schumacher konnte den Grand Prix von Japan insgesamt sechsmal für sich entscheiden und ist damit der Fahrer mit den meisten Siegen auf der Strecke. Ihm folgen die Fahrer Sebastian Vettel und Lewis Hamilton mit je vier Siegen. Lewis Hamilton hält auch den Streckenrekord, den er im Jahr 2019 aufstellte: Bei diesem Grand Prix schaffte er den gesamten Kurs als schnellster Fahrer aller Zeiten.