Mehrere Spiele gegen nationale Meister

Dicke Brocken warten auswärts: Europa-League-Fahrplan von Eintracht Frankfurt

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Der SGE steht eine spannende Europa-League-Saison bevor. Der letzte Vorrundenspieltag verspricht ein Wiedersehen mit einem Europapokal-Helden.

Frankfurt – Fans von Eintracht Frankfurt dürfen sich auch in diesem Jahr auf magische Europapokal-Nächte freuen. Die SGE tritt in dieser Saison in der Europa League an und trifft in der neuen Ligaphase auf mehrere Hochkaräter. Insbesondere in fremden Stadien stehen Duelle mit großen Gegner wie der AS Rom oder Olympique Lyon an. Die genauen Ansetzungen stehen mittlerweile fest – wir präsentieren Ihnen den ausführlichen Reiseplan der Eintracht in der Europa League.

Erstes Gastspiel in Istanbul: Europa-League-Fahrplan von Eintracht Frankfurt

Die Adlerträger starten am 26. September mit einem Heimspiel in die Europapokal-Saison. Dann gastiert der tschechische Vertreter Viktoria Pilsen ab 21 Uhr in Frankfurt. Eine Woche danach spielt die Elf von Dino Toppmöller in der Türkei bei Besiktas Istanbul (21 Uhr) um Superstar Ciro Immobile.

Bereits der zweite Spieltag stellt die Eintracht also gehörig auf die Probe. Die Lärmkulisse im Besiktas Park sorgt immer wieder für Furore, sie allein ist jede Reise wert. Die Fans des Istanbuler Klubs erzeugen bei Spielen oftmals einen Schalldruck von bis zu 140 Dezibel.

Eintracht Frankfurt empfängt in der Europa-League-Vorrunde Viktoria Pilsen, Rigas FS, Slavia Prag und Ferencvaros Budapest.

Zwei Europa-League-Heimspiele in Folge: SGE empfängt tschechischen Vizemeister

Im Anschluss haben die Frankfurter zweimal Heimrecht. Am 24. Oktober empfangen sie den lettischen Champion Rigas FS, ehe zwei Wochen (7. November) später mit Slavia Prag erneut eine Mannschaft aus Tschechien nach Hessen reist.

Der Vizemeister der Chance Liga scheiterte in der vergangenen Europa-League-Saison im Achtelfinale am AC Mailand und ist wohl als schwerste Heimaufgabe der Eintracht einzuschätzen. Beide Heimspiele beginnen um 18.45 Uhr.

Frankfurter Fans können sich auf EL-Reisen nach Dänemark und Frankreich freuen

Darauf folgen zwei Auswärtsfahrten. Nachdem es für den SGE-Anhang am 28. November (21 Uhr) auswärts zum dänischen Meister, dem FC Midtjylland, geht, wartet der nächste dicke Brocken: Olympique Lyon. Am 12. Dezember (21 Uhr) empfängt der französische Traditionsverein die Adlerträger.

Die Eintracht-Fans dürften dem Duell mit großer Vorfreude entgegenfiebern. Im neuen Jahr 2025 stehen dann zwei weitere Partien in der acht Matches umfassenden Ligaphase des Wettbewerbs an – mit einem weiteren Schwergewicht.

Die beste Eintracht-Elf der Geschichte laut ChatGPT

Oka Nikolov spielte von 1991 bis 2013 bei Eintracht Frankfurt und machte 415 Pflichtspiele für den Club.
Tor: Oka Nikolov spielte von 1991 bis 2013 bei Eintracht Frankfurt und machte 415 Pflichtspiele für den Club. © IMAGO / Ulmer
Manfred Binz spielte 411 Mal für Eintracht Frankfurt und wurde 1988 Pokalsieger.
Abwehr: Manfred Binz spielte 411 Mal für Eintracht Frankfurt und wurde 1988 Pokalsieger.  © IMAGO / Kicker/Liedel
Karl-Heinz Körbel lief fast 20 Jahre für die Eintracht auf und ist mit 602 Spielen Rekordspieler der Bundesliga.
Abwehr: Karl-Heinz Körbel lief fast 20 Jahre für die Eintracht auf und ist mit 602 Spielen Rekordspieler der Bundesliga. ©  IMAGO / Ferdi Hartung
Thomas Berthold absolvierte zwischen 1982 und 1987 121 Spiele für die Eintracht und wurde zum Nationalspieler.
Abwehr: Thomas Berthold absolvierte zwischen 1982 und 1987 121 Spiele für die Eintracht und wurde zum Nationalspieler. © IMAGO / Pressefoto Baumann
Jürgen Grabowski lief in seinen 15 Jahren bei der SGE 545 Mal für den Club auf und gewann zweimal den Pokal sowie einmal den UEFA-Cup.
Mittelfeld: Jürgen Grabowski lief in seinen 15 Jahren bei der SGE 545 Mal für den Club auf und gewann zweimal den Pokal sowie einmal den UEFA-Cup. ©  IMAGO / Werner Otto
Jay-Jay Okocha spielte vier Jahre für Eintracht Frankfurt und verzauberte mit seinen Fähigkeiten am Ball die Fans.
Mittelfeld: Jay-Jay Okocha spielte vier Jahre für Eintracht Frankfurt und verzauberte mit seinen Fähigkeiten am Ball die Fans.  ©  IMAGO / Alfred Harder
Bernd Hölzenbein gewann in seinen 14 Jahren bei der Eintracht den UEFA-Cup sowie dreimal den DFB-Pokal.
Mittelfeld: Bernd Hölzenbein gewann in seinen 14 Jahren bei der Eintracht den UEFA-Cup sowie dreimal den DFB-Pokal. © IMAGO / Laci Perenyi
Uwe Bein machte zwischen 1989 und 1994 182 Spiele für Eintracht Frankfurt und wurde 1990 Weltmeister.
Mittelfeld: Uwe Bein machte zwischen 1989 und 1994 182 Spiele für Eintracht Frankfurt und wurde 1990 Weltmeister. © IMAGO / Claus Bergmann
Tony Yeboah schoss in 156 Spielen für die SGE Anfang der 90er 89 Tore.
Angriff: Anthony Yeboah schoss in 156 Spielen für die SGE Anfang der 90er 89 Tore.  ©  IMAGO / Alfred Harder
Bum-Kun Cha traf 58 Mal in 156 Spielen für Eintracht Frankfurt.
Angriff: Bum-Kun Cha traf 58 Mal in 156 Spielen für Eintracht Frankfurt. © IMAGO / WEREK
Bernd Nickel war 534 Mal im Einsatz für Eintracht Frankfurt und erzielte 178 Treffer. Dreifacher Pokalsieger und einmal UEFA-Cup-Sieger.
Angriff: Bernd Nickel war 534 Mal im Einsatz für Eintracht Frankfurt und erzielte 178 Treffer. Dreifacher Pokalsieger und einmal UEFA-Cup-Sieger. ©  IMAGO / Kicker/Eissner, Liedel
Dietrich Weise führte Eintracht Frankfurt 1974 und 1975 zum Triumph im DFB-Pokal.
Trainer: Dietrich Weise führte Eintracht Frankfurt 1974 und 1975 zum Triumph im DFB-Pokal. © IMAGO / Horstmüller

Eintracht Frankfurt muss nach Rom – Wiedersehen mit einem Europa-League-Helden

Das vorerst letzte Heimspiel bestreiten die Frankfurter am 23. Januar gegen Ferencváros Budapest, den Meister Ungarns (21 Uhr). Nur eine Woche später (30. Januar, 21 Uhr) folgt wohl das Highlight schlechthin für Eintracht-Sympathisanten: Eine Reise in die „ewig Stadt“ zum Gastspiel bei der AS Rom.

Die finale Vorrunden-Partie bedeutet neben einem Aufeinandertreffen mit Weltmeister Mats Hummels ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Schließlich kickt der ehemalige Frankfurter Evan Ndicka inzwischen für die Roma. Der Ivorer, der bei einem Serie-A-Spiel im Frühjahr zusammenbrach, hatte zwischen 2019 und 2023 183 Pflichtspielen für die SGE bestritten. 2022 gewann er mit den Adlern die Europa League – ein Triumph, den er nun mit der Roma wiederholen möchte. In der abgelaufenen Spielzeit scheiterten die Römer im Halbfinale an Bayer Leverkusen.

Ein gern gesehener Gast in Frankfurt: Ex-Eintracht-Star Evan Ndicka kickte von 2019 bis 2023 am Main. Nun spielt er für die AS Rom und trifft in der Europa League auf die SGE.

Nach Vorrunde: So kommt die Eintracht in der Europa League weiter

Die Fans der Eintracht haben gute Erinnerungen an Europa-League-Duelle mit römischen Klubs. In der Saison 2018/19 gewannen die Frankfurter in der Gruppenphase beide Partien gegen AS-Stadtrivale Lazio (4:1 in Frankfurt, 2:1 im Olympiastadion in Rom). Die europäische Reise der Adlerträger endete damals erst im Halbfinale, als sie Chelsea im Elfmeterschießen unterlagen.

Und wie weit führt der Weg in dieser Saison? Das wird sich in der 36 Vereine umfassenden Ligaphase herausstellen, in der die Eintracht den Grundstein für eine erfolgreiche Europapokal-Spielzeit legen möchte. Belegt sie nach der Vorrunde einen der ersten acht Plätze im Ligasystem, qualifiziert sie sich direkt für das Achtelfinale. Dieses steigt am 6. und 13. März 2025. Landet die Toppmöller-Elf zwischen Rang neun und 24, muss sie zuvor in einem Playoff um den Einzug in die Runde der letzten 16 Teams kämpfen (13. und 20. Februar).

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Alle Mannschaften auf den Plätzen 25 bis 32 scheiden hingegen nach der Ligaphase aus, für sie ist das Abenteuer Europa dann vorbei. Auch ein Abstieg in die Conference League ist im neuen Modus nicht mehr möglich. Inzwischen hat die SGE bereits ihr Aufgebot für die Europa League bekannt gegeben – ohne drei Neuzugänge. (wuc)

Rubriklistenbild: © Jan Huebner / Imago

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