„Wir freuen uns sehr“

Doppelte Olympia-Chance für die DFB-Frauen: Hrubeschs Traumlos wird wahr

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Noch ein Sieg in der Nations League fehlt den DFB-Frauen für die Teilnahme an Olympia 2024. Hrubeschs Team hat nun gleich zwei Olympia-Chancen.

Nyon – Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen hat sich mit dem Gruppensieg in der Nations League den Einzug ins Halbfinale gesichert. Heute hat die UEFA in Nyon (Schweiz) die Gegnerinnen ausgelost: Deutschland wird auf die französische Auswahl treffen.

Haben zwei Chancen auf die Olympia-Qualifikation: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft um Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch.

Für Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch ein Traumlos – auch, weil die DFB-Frauen damit eine doppelte Chance auf die Olympia-Teilnahme haben.

In dem Finalturnier werden zwei der drei europäischen Teilnehmerinnen für die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris ermittelt. Wer es bis ins Finale schafft, sichert sich die Teilnahme – neben Gastgeberland Frankreich, das automatisch berechtigt ist.

Deutsche Fußballerinnen haben zwei Chancen auf Olympia-Teilnahme

Mit einem Sieg im Halbfinale wären die DFB-Fußballerinnen sicher bei Olympia 2024 in Paris dabei. Doch auch bei einer Niederlage könnten sie sich noch qualifizieren: Ein Sieg im Spiel um Platz drei würde der Frauen-Nationalmannschaft ebenfalls einen Startplatz bei Olympia sichern.

Möglich ist das, weil die Gastgeberinnen aus Frankreich automatisch an den Sommerspielen im eigenen Land (26. Juli bis 11. August) teilnehmen. Somit sind die Französinnen im Kampf um die beiden verbliebenen Startplätze für Olympia außen vor.

Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch: „Wir freuen uns sehr über das Los“

Das Halbfinale gegen Frankreich ist für Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch ein Glückstreffer. „Wir freuen uns sehr über das Los, auch wenn wir gern zu Hause gespielt hätten“, sagte Hrubesch dem Spiegel, der eine schwere Aufgabe erwartet.

Popp, Putellas, Oberdorf: Das sind die besten Fußballerinnen der Welt

Alexia Putellas (29), Spanien, FC Barcelona: Die offensive Mittelfeldspielerin ist das Herzsstück in der spanischen nationalmannschaft und beim FC Barcelona. 2021 und 2022 gewann sie den Titel als Weltfußballerin.
Platz 1: Alexia Putellas (29), Spanien, FC Barcelona: Die offensive Mittelfeldspielerin ist das Herzsstück in der spanischen Nationalmannschaft und beim FC Barcelona. 2021 und 2022 gewann sie den Titel als Weltfußballerin. © IMAGO/Jose Breton
Beth Mead (28), England, FC Arsenal: Die Stürmerin gewann im letzten Jahr mit der englischen Nationalmannschaft die Europameisterschaft. Sie war die erfolgreichste Torjägerin und wurde zur besten Spielerin des Turniers gewählt.
Platz 2: Beth Mead (28), England, FC Arsenal: Die Stürmerin gewann im letzten Jahr mit der englischen Nationalmannschaft die Europameisterschaft. Sie war die erfolgreichste Torjägerin und wurde zur besten Spielerin des Turniers gewählt. © IMAGO/Adam Davy
Kerr ist Rekordtorschützin der australischen Nationalmannschaft und verhalf Chelsea zuletzt zu vier Meistertiteln in Serie.
Platz 3: Sam Kerr (29), Australien, FC Chelsea: Kerr ist Rekordtorschützin der australischen Nationalmannschaft. Mit ihren Toren verhalf sie Chelsea zuletzt zu vier Meistertiteln in Serie. © IMAGO/JOEL CARRETT
Lena Oberdorf (21), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Mittelfeldspielerin debütierte bereits 2019 in der deutschen Nationalmannschaft. Mit den Wolfsburgerinnen gewann sie zuletzt dreimal in Folge den DFB-Pokal und stand 2023 im Champions-League-Finale.
Platz 4: Lena Oberdorf (21), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Mittelfeldspielerin debütierte bereits 2019 in der deutschen Nationalmannschaft. Mit den Wolfsburgerinnen gewann sie zuletzt dreimal in Folge den DFB-Pokal und stand 2023 im Champions-League-Finale. © IMAGO/Revierfoto
Bonmati kommt vor allem im zentralen und offensiven Mittelfeld zum Einsatz. Mit Barcelona gewann sie 2023 die spanische Meisterschaft und die Champions League.
Platz 5: Aitana Bonmati (25), Spanien, FC Barcelona: Bonmati kommt vor allem im zentralen und offensiven Mittelfeld zum Einsatz. Mit Barcelona gewann sie 2023 die spanische Meisterschaft und die Champions League. © IMAGO/Kim Price
Alexandra Popp (32), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Stürmerin ist in der deutschen Nationalmannschaft und beim VfL Wolfsburg unverzichtbar. Die DFB-Kapitänin führte Deutschland 2022 bei der Europameisterschaft auf Platz zwei.
Platz 6: Alexandra Popp (32), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Stürmerin ist in der deutschen Nationalmannschaft und beim VfL Wolfsburg unverzichtbar. Die DFB-Kapitänin führte Deutschland 2022 bei der Europameisterschaft auf Platz zwei. © IMAGO/Scott Barbour/Shutterstock
Ada Hegerberg (28), Norwegen, Olympique Lyon: Hegerberg gehört seit jahren zu den besten Stürmerinnen der Welt. Mit Lyon gewann sie insgesamt sechsmal die Champions League und wurde 2018 als Weltfußballerin ausgezeichnet.
Platz 7: Ada Hegerberg (28), Norwegen, Olympique Lyon: Hegerberg gehört seit jahren zu den besten Stürmerinnen der Welt. Mit Lyon gewann sie insgesamt sechsmal die Champions League und wurde 2018 als Weltfußballerin ausgezeichnet. © IMAGO/Lise Åserud
Wendie Renard, Frankreich, Olympique Lyon: Die 1,87 Meter große Innenverteidigerin gilt als robust und kopfballstark. Mit 102 Einsätzen ist sie Rekordspielerin der Champions League und gewann den Wettbewerb mit Lyon insgesamt acht mal.
Platz 8: Wendie Renard, Frankreich, Olympique Lyon: Die 1,87 Meter große Innenverteidigerin gilt als robust und kopfballstark. Mit 102 Einsätzen ist sie Rekordspielerin der Champions League und gewann den Wettbewerb mit Lyon insgesamt acht mal.  © IMAGO/Sydney Low
Catarina Macario (23), USA, Olympique Lyon: Die 23-jährige Offensivspielerin etablierte sich innerhalb kürzester Zeit bei Lyon und verhalf dem Team 2022 zur Meisterschaft und dem Gewinn der Champions League.
Platz 9: Catarina Macario (23), USA, Olympique Lyon: Die 23-jährige Offensivspielerin etablierte sich innerhalb kürzester Zeit bei Lyon und verhalf dem Team 2022 zur Meisterschaft und dem Gewinn der Champions League. © IMAGO/Francesco Scaccianoce/LiveMedia/Shutterstock
Lucy Bronze, England, FC Barcelona: Die Abwehrspielerin gehört in der englischen Nationalmannschaft und beim FC Barcelona zum Stammpersonal. Sie konnte mit zwei Vereinen (Barcelona und Lyon) die Champions League gewinnen und wurde 2020 FIFA-Weltfußballerin.
Platz 10: Lucy Bronze, England, FC Barcelona: Die Abwehrspielerin gehört in der englischen Nationalmannschaft und beim FC Barcelona zum Stammpersonal. Sie konnte mit zwei Vereinen (Barcelona und Lyon) die Champions League gewinnen und wurde 2020 FIFA-Weltfußballerin. © IMAGO/Isabel Infantes

„Frankreich ist eine stabile, eingespielte Mannschaft, die uns viel abverlangen wird“, so Hrubesch. „Wir werden nicht als Favorit in das Final Four gehen. Aber wenn bei uns alle gesund sind, ist das ein offenes Spiel auf Augenhöhe.“

Olympia zuletzt ohne die deutsche Frauen-Fußballnationalmannschaft

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio hatte Deutschland unter Bundestrainerin Silvia Neid Gold geholt. Allerdings verpassten die deutschen Fußballerinnen die Qualifikation für die folgenden Spiele in Tokio. 2000 in Sydney, 2004 in Athen und 2008 in Peking holten sie jeweils Bronze.

Beim Final Four der Nations League wird Horst Hrubesch das deutsche Team weiterhin betreuen. Offen ist noch, ob der 72-Jährige bei den Olympischen Spielen als Coach fungiert. Sollten die Fußballerinnen die Qualifikation für Paris verpassen, können sie erst wieder bei der Europameisterschaft 2025 in der Schweiz an einem großen Turnier teilnehmen. (mag)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Susanne Hübner, Susanne Huebner

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