Darauf kommt es im Viertelfinale an

Fünf entscheidende Duelle beim Kracher FC Bayern gegen PSG

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Viertelfinal-Kracher bei der Klub-WM: Der FC Bayern trifft auf PSG – die tz zeigt, auf welche Schlüsselduelle es am Samstag wirklich ankommt.

Atlante – Die Prüfung könnte kaum schwieriger sein: Mit Paris Saint-Germain erwartet den FC Bayern beim Viertelfinale der Klub-WM am Samstag (18 Uhr, DAZN und SAT.1) der amtierende Champions League Sieger – der sich bislang auch beim Turnier in den USA in herausragender Form zeigt.

Jamal Musialas Weg zur 10: Die entscheidenden Momente seiner Karriere

 Der entscheidende Transfer
Mit nur 16 Jahren wagte Musiala den mutigen Schritt von Chelsea zum FC Bayern München für 200.000 Euro Ablöse. Eine strategische Familienentscheidung, die den Grundstein für seinen kometenhaften Aufstieg legte. © imago images/Eibner
Profidebüt & erste Rekorde
Am 20. Juni 2020 wurde Musiala mit 17 Jahren und 115 Tagen zum jüngsten Bundesliga-Spieler der Bayern-Geschichte. Sein Debüt gegen Freiburg war der offizielle Eintritt in die Geschichtsbücher des Vereins. © imago images/kolbert-press
Das erste Tor, der erste Rekord
Beim 8:0-Kantersieg gegen Schalke erzielte Musiala sein erstes Bundesligator und pulverisierte mit 17 Jahren und 205 Tagen den 20 Jahre alten Rekord von Roque Santa Cruz. Der Beweis, dass aus dem Talent eine sofortige Bedrohung für jeden Gegner geworden war. © imago images/MIS
Der erste Start in der Champions League
Am 1. Dezember 2020 vertraute Hansi Flick dem 17-jährigen Musiala einen Startelfeinsatz gegen Atlético Madrid an. Ein gewaltiger Vertrauensbeweis in einem der schwierigsten Auswärtsspiele Europas. © imago images/Agencia EFE
Die Weggabelung einer Karriere
Am 24. Februar 2021 entschied sich Musiala nach intensivem Werben für die deutsche Nationalmannschaft statt England. Eine Bauchgefühl-Entscheidung, die sein internationales Vermächtnis definierte, bevor es richtig begonnen hatte. © IMAGO/Kessler-Sportfotografie
Ein europäischer Meilenstein
Mit seinem Tor gegen Lazio Rom wurde Musiala mit 17 Jahren und 363 Tagen zum jüngsten Champions-League-Torschützen der Bayern-Geschichte. Seine Ankunft auf der Weltbühne vor globalem Publikum. © imago images/LaPresse
Debüt bei einem großen Turnier
Bei der EURO 2020 wurde Musiala mit 18 Jahren und 117 Tagen zum jüngsten deutschen Spieler bei einem großen Turnier. Sein entscheidendes Dribbling gegen Ungarn rettete Deutschland ins Achtelfinale. © imago images/Eibner
Das erste Länderspieltor
Am 11. Oktober 2021 erzielte Musiala sein erstes Tor für Deutschland gegen Nordmazedonien. Mit 18 Jahren und 227 Tagen wurde er zum zweitjüngsten Torschützen der DFB-Geschichte. © imago images/Matthias Koch
Das entscheidende Tor im Klassiker
Musialas Treffer zum 3:1 gegen Borussia Dortmund am 23. April 2022 war mehr als nur ein Tor - es war der Moment, der die historische zehnte Meisterschaft in Folge sicherte. In dem Spiel traf ausgerechnet das Gesicht der nächsten Generation. © IMAGO/RHR-Foto
Die Krönung zur 10. Meisterschaft
Nach dem entscheidenden Sieg gegen Dortmund feierte Musiala mit seinen Teamkollegen die historische zehnte deutsche Meisterschaft in Folge. Ein symbolischer Akt der Staffelübergabe, der zeigte, dass die Zukunft des Vereins in ebenso fähigen Händen lag. © IMAGO/Sven Simon
Eine herausragende WM-Leistung
Bei der WM 2022 in Katar war Musiala der überragende deutsche Akteur trotz des Gruppenphasen-Aus. Seine 12 erfolgreichen Dribblings gegen Costa Rica stellten einen Teenager-Rekord bei Weltmeisterschaften auf. © IMAGO/BSR Agency
Deutschlands Nationalspieler des Jahres 2022
2022 wurde Musiala erstmals zu Deutschlands Nationalspieler des Jahres gewählt. Eine frühe Anerkennung seines außergewöhnlichen Talents und seiner wachsenden Bedeutung für die Nationalmannschaft trotz seines jungen Alters. © IMAGO/ActionPictures
Das Meistertor von Köln
In der 89. Minute des letzten Spieltags der Saison 2022/2023 zirkelte Musiala den Ball gegen Köln ins lange Eck und entriss Dortmund die schon sicher geglaubte Meisterschaft. Sein „Aguero-Moment“ - ein Treffer, der in die Ewigkeit eingehen wird. © IMAGO/RHR-Foto
Die dramatischste Meisterfeier
Nach seinem Last-Minute-Siegtor brachen alle Dämme - Musiala feierte mit seinen Teamkollegen die wohl dramatischste Meisterschaft der Bayern-Geschichte. Ein Titel, der in der allerletzten Minute einer chaotischen Saison gerettet wurde und ihn bei den Fans unsterblich machte. © IMAGO/Eibner
Anerkennung unter Gleichaltrigen
2023 wurde Musiala sowohl bei der Kopa Trophy als auch beim Golden Boy Award Zweiter hinter Jude Bellingham. Die formelle Anerkennung als einer der beiden besten jungen Fußballer der Welt. © IMAGO/Xinhua
Der erste Hattrick bei den Profis
Beim 4:0-Pokalsieg gegen Mainz erzielte Musiala am 30. Oktober 2024 seinen ersten Profi-Hattrick. Der Beweis seiner Entwicklung zu einer rücksichtslosen und dominanten Tormaschine. © IMAGO/HJS
Der Star der EURO 2024 - Auf dem Platz
Bei der Heim-EM 2024 dominierte Musiala mit drei entscheidenden Toren gegen Schottland, Ungarn und Dänemark die deutsche Offensive. Er trug die Hoffnungen einer ganzen Nation auf seinen Schultern und lieferte spektakulär ab. © IMAGO/Moritz Müller
Der Goldene Schuh - Die Krönung
Als einer der Torschützenkönige der EURO 2024 erhielt Musiala den Goldenen Schuh und wurde damit offiziell als bester Torjäger des Turniers ausgezeichnet. Die persönliche Wiedergutmachung nach der WM-Enttäuschung von 2022 war perfekt. © IMAGO/Sven Simon
Der Distanz-Donnerschlag
Im Spiel gegen St. Pauli 2024 offenbarte Musiala eine neue Waffe mit einem brutalen 25-Meter-Schuss an die Unterkante der Latte. Der greifbare Beweis seiner kontinuierlichen Entwicklung zu einem noch kompletteren Torjäger. © IMAGO/Lobeca
Deutschlands Nationalspieler des Jahres 2024
2024 erhielt Musiala erneut die Auszeichnung als Deutschlands Nationalspieler des Jahres nach seiner herausragenden EURO-Leistung im eigenen Land. Die Bestätigung seiner Rolle als unumstrittener Fahnenträger und bester deutscher Fußballer seiner Generation. © IMAGO/Laci Perenyi
Der neue Vertrag
Am 14. Februar 2025 unterschrieb Musiala einen Vertrag bis 2030 mit 25 Millionen Euro Jahresgehalt und 175 Millionen Euro Ausstiegsklausel. Die Krönung zum unantastbaren Eckpfeiler des FC Bayern für das nächste Jahrzehnt. © IMAGO/Sven Simon
Hattrick auf der Weltbühne
Bei der FIFA Klub-WM 2025 erzielte Musiala einen Hattrick gegen Auckland City und erreichte seine persönliche Bestmarke von 20 Saisontoren. Ein weiterer Baustein seiner internationalen Marke auf globaler FIFA-Bühne. © IMAGO/Agencia EFE
Triumph bei der Klub-WM
Nach dem dominanten 10:0-Sieg gegen Auckland City feierten Musiala und seine Bayern-Teamkollegen den perfekten Start in die neu formatierte FIFA Klub-Weltmeisterschaft. Ein Moment des kollektiven Triumphs auf der größten Klubbühne der Welt. © IMAGO/Beautiful Sports
Das Erbe einer Ikone
Im Juli 2025 übernahm Musiala die legendäre Rückennummer 10 beim FC Bayern München, die zuvor von Ikonen wie Arjen Robben und Lothar Matthäus getragen wurde. Die ultimative Bestätigung seines Status als kreativer Herzschlag und unumstrittener Talisman der Mannschaft - ein Mantel der Verantwortung, den nur die größten Bayern-Legenden trugen. © FC Bayern
Die Reifung zum Anführer
Um 2025 herum ist Musialas Transformation vom Wunderkind zum unumstrittenen Anführer abgeschlossen. Er spricht offen davon, „eine Ära beim FC Bayern prägen“ zu wollen - die Sprache eines wahren Führungsspielers. © IMAGO/Sven Simon

Ist der FC Bayern also chancenlos? Keinesfalls! Der 1:0-Sieg in der Champions-League-Ligaphase vergangenen Jahres beweist, dass die Münchner auch Paris schlagen können. Die tz erklärt, auf welche Duelle es auf dem Platz ankommt, damit der Weg des Rekordmeisters ins Halbfinale führt.

Ein Aufeinandertreffen zweier Torwart-Giganten

Neuer vs. Donnarumma: Über die offensiven Stärken beider Teams ist bisher viel berichtet worden. Im Viertelfinale steht aber auch ein Duell der zwei aktuell wohl stärksten Torwarte weltweit an. Der Italiener Gianluigi Donnarumma spielt seit zehn Jahren auf europäischem Topniveau – obwohl er erst 26 Jahre alt ist. Bereits mit 16 wurde er zum jüngsten Stammtorwart der AC Milan, bei Paris hat er sich zum Weltklassekeeper entwickelt.

Und: Donnarumma gilt als echter Elfer-Killer, was die Münchner für das K.o.-Spiel im Hinterkopf haben sollten. Aber: Auch Manuel Neuer ist aktuell in bestechender Form. 2020 sicherte er dem FCB mit einer überragenden Leistung im Finale den Champions-League-Titel. Der damalige PSG-Trainer Thomas Tuchel sprach in Bezug auf Neuer Leistung im Anschluss von „Wettbewerbsverzerrung“.

Kvaratskhelia vs. Stanisic: Das Münchner Eigengewächs hat Raphael Guerreiro aktuell den Rang abgelaufen und dürfte auch gegen Paris starten. Dabei trifft Stanisic auf Kvaratskhelia, der Paris mit überragenden Leistungen zum CL-Titel geführt hat. Der Georgier ist dribbelstark und kann offensiv auf jeder Position spielen. Nach tz-Informationen wird er beim FC Bayern als „Schlüsselspieler“ für den Erfolg von Paris gesehen.

Joshua Kimmich und Jonathan Tah machen ihre USA-Erfahrungen.

Welcher Coach hat den besseren Matchplan?

Laimer vs. Mendes: Beide Außenverteidiger stehen für ordentlich Offensivdrang. Nuno Mendes, der Linksverteidiger von Paris, zählt aktuell wohl zu den besten Abwehrspielern der Welt. Noch im Finale der Nations League erzielte er einen Treffer, gegen Deutschland überragte er ebenfalls. Aber: Auch Konrad Laimer spielt ein starkes Turnier. Der Österreicher erklärte zuletzt, wie wohl er sich mit Michael Olise auf dem rechten Flügel führt. „Das Zusammenspiel wird immer besser. Es macht großen Spaß.“

Olise vs. Doue: Beide Akteure galten als Wunschspieler von Max Eberl. Olise kam – und wurde zum Erfolg. Aber auch Doué überragte in dieser Spielzeit und erzielte im CL-Finale einen Doppelpack. Bei der Klub-WM konnte Olise zunächst mehr Eigenwerbung betreiben, gegen Flamengo tauchte er dann jedoch etwas ab und verursachte einen Handelfmeter. Beide könnten am Samstag zum Matchwinner werden.

Kompany vs. Enrique: Auch die Trainer spielen eine entscheidende Rolle. Vincent Kompany setzt seit seiner Ankunft beim FCB auf kompromisslosen Offensivfußball. Luis Enrique dagegen spielt ein flexibleres System, in dem er mal Ballbesitz fordert und in anderen Phasen schnell umschalten lässt. Beide Trainer dürften im umkämpften Viertelfinale am Samstag aber zunächst darauf achten, das Risiko zu minimieren.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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