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Ski-Legende Felix Neureuther belohnt seine Kinder für schulische Leistungen. In Religion gibts aber nur Geld für schlechte Noten.
Garmisch-Partenkirchen – Felix Neureuther ist durch und durch Familienmensch. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Miriam hat das ehemalige Ski-Ass drei Kinder. 2017 kam Tochter Matilda auf die Welt, 2020 wurde Leo geboren und 2022 erblickte schließlich Lotta das Licht der Welt. Seine aktive Ski-Karriere hat Felix im Jahr 2019 beendet.
Ski-Ass Neureuther zahlt seinen Kindern Geld für schlechte Religions-Noten
Im „Spotlight - Videopodcast“ geben Felix und Miriam Neureuther intime Einblicke in ihr Privatleben und erzählen von ihrer Zeit als Profisportler. „Der Felix verteilt Geld für Fünfer in Religion“, offenbart Miriam. „Das darfst du doch nicht laut sagen“, antwortet Felix Neureuther, dem das sichtlich unangenehm ist, was seine Frau da gerade ausgeplaudert hat.
„Er arbeitet aktiv an der Abkehr von der Kirche“, wirft René Adler vom Podcast „Spotlight - Videopodcast“ lächelnd ein. „Man muss aber dazu sagen, das hat mein Vater bei mir auch immer gemacht. Ich durfte aber trotzdem nicht durchfallen“, erklärt sich Felix Neureuther.
„Du musst die Noten doch so beisammen haben, dass du auf gar keinen Fall durchgefallen wärst, aber für Fünfer in Religion und auch Erdkunde gibts Geld“, fügt Miriam hinzu. „Ist doch wurscht“, versucht Felix das Thema dann zu beenden und spricht über Statussymbole von Sportlern nach der Karriere.
Ski-Ass Neureuther kehrte der Kirche schon vor Jahren den Rücken
Felix Neureuther selbst ist bereits vor mehreren Jahren aus der Kirche ausgetreten. Grund dafür war damals ein Missbrauchsskandal im Kloster Ettal in der Nähe von Garmisch, woraufhin er der katholischen Glaubensgemeinschaft den Rücken kehrte. „Wenn ich eines in meinem Leben niemals verzeihen werde, dann ist es, wenn jemand ein Kind anlangt. Dann werde ich zum Tier. Kindesmissbrauch ist das Schlimmste, das man machen kann“, sagte er im Jahr 2020 in der Radio-Bremen-Talkshow „3nach9.“
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„Da kann ich nicht mit reinem Gewissen noch Kirchensteuer bezahlen“, so der dreifache Familienvater weiter. Ein Problem sei der Kirchenaustritt gewesen, als er der Taufpate seines Neffen werden sollte, bestätigte Neureuther. Schließlich erlaubte ihm der Pfarrer aber doch, diese Aufgabe zu übernehmen. (smr)
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