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Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik: Can Uzun zeigt Extraklasse gegen Galatasaray

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  • Jörn Polzin
    Jörn Polzin
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Der Türke erzielt in der Champions League ein Traumtor. Doch Mann des Abends ist Jonathan Burkardt. Die Eintracht-Spieler nach dem 5:1 gegen Galatasaray in der Einzelkritik.

Tadellos

Jonathan Burkardt: Früh gelb foulbelastet nach einem harmlosen Einsteigen. Danach eher glücklos, ehe dann doch endlich der Knoten platzte. Vorlage zum 2:1 von Uzun, Kopfballtreffer zum 3:1 und 4:1. Wird dem sensiblen Stürmer guttun.

Gut dabei

Can Uzun: Erwartungsgemäß sehr motiviert im Duell mit seinen Landsleuten. Setzte auch defensiv nach. Sein Abschluss aus der Drehung zum 2:1 war absolute Extraklasse. Hat einfach einen Lauf, der junge Spielmacher von Eintracht Frankfurt.

Ritsu Doan: Mit Fortuna im Bunde, als er zunächst angeschossen wurde und sein abgefälschter Versuch den Weg ins Tor fand. Die Uefa sprach Istanbuls Davinson Sanchez den Treffer zu. Sei es drum. Bereitete auch das 2:1 vor.

Ein bisschen wie Gerd Müller: Can Uzun trifft aus der Drehung zum 2:1.

Arthur Theate: Ließ hinten nichts anbrennen, stellte geschickt seinen Körper rein und löste einige knifflige Situationen am und im eigenen Strafraum.

Nathaniel Brown: Meisterte die Aufgabe gegen Leroy Sané sehr ordentlich, gerade defensiv. Was gar nicht so einfach war, weil die Angriffe der Türken häufig über den rechten Flügel verliefen. Krönte seine starke Leistung mit der Vorlage zum 4:1.

Ganz okay

Michael Zetterer: Chancenlos beim Gegentor. Eine Unsicherheit, die nicht bestraft wurde. Ansonsten solider Rückhalt, der auch bei manch riskantem Rückspiel der Kollegen die Ruhe bewahrte.

Robin Koch: Rieb sich in Zweikämpfen mit dem nickligen, unangenehm zu bespielenden Baris Yilmaz auf. Der kämpferische Kapitän behielt auch in Luftduellen meistens die Oberhand.

Nmandi Collins: Unauffällige Partie des Rechtsverteidigers, der sich gelegentlich auch nach vorne einschaltete.

Fares Chaibi: Zu Beginn fahrig, mit Ungenauigkeiten. Sein scharf getretener Freistoß fand aber in der verrückten Nachspielzeit den Kopf von Burkardt - 3:1. Bei einem Konter nach etwa einer Stunde wiederum etwas zu umständlich. Da wäre die flache Hereingabe besser gewesen.

Ansgar Knauff: Gab bereits in der zweiten Minute den ersten gefährlichen Schuss ab, Galatasaray-Keeper Ugurcan Cakir lenkte den Ball um den Pfosten. Klappte in der zweiten Hälfte besser, als der Flügelflitzer den Torwart umkurvte und einschob.

So lala

Hugo Larsson: Sein Blackout leitete den Führungstreffer der Gäste ein. Vertändelte im Mittelfeld den Ball, Sané bedankte sich und bediente Akgün. Sieht man selten beim Schweden, wird auf dem Niveau aber bestraft. Danach um Spielkontrolle bemüht, aber nicht mit der gewohnten Präzision.

Schwächelnd

Kein Eintrag

Zu spät gekommen

Jean-Matteo Bahoya, Elye Wahi, Ellyes Skhiri, Aurele Amenda, Michy Batshuayi.

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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