VonIngo Durstewitzschließen
Das Klassenbuch der Eintracht nach der Nullnummer gegen Union Berlin: Nur Robin Koch ist gut dabei, drei Spieler schwächeln.
Tadellos
Kein Eintrag
Gut dabei
Robin Koch: Räumte sehr solide auf und ab, mehrere klasse Rettungstaten in höchster Not, sonst hätte es eingeschlagen. Vorne mit einer guten Kopfballchance – wenn er denn den Schädel auch richtig hingehalten hätte.
Ganz okay
Kevin Trapp: Ging nach beschäftigungsloser ersten Halbzeit nach der Pause nach einem schweren Zusammenprall mit Kaufmann k.o. Sah nicht gut aus. Ist aber nichts Schlimmes passiert. Hielt ihn nicht davon ab, später prima gegen Khedira zu parieren. Häufiger musste er nicht zupacken.
Willian Pacho: Gewann einmal, nach 20 Minuten, einen wichtigen Zweikampf als letzter Mann hinten. Sonst hätte es geklingelt. Verbessert im Vergleich zu den letzten Wochen. Mit leichter Tendenz nach oben. Schubste Union-Stürmer Kaufmann in seinen eigenen Torwart hinein. Unabsichtlich.
Mario Götze: Spielte mal zentral, dann links, tauchte quasi überall auf. Sehr fleißig, aber ohne große Aktion, die Brillanz ließ er dieses Mal in der Kabine. Hätte einmal freistehend abschließen müssen, legte die Kugel aber noch mal ab. Klarer Fall von: Fehlentscheidung.
Philipp Max: Mit ihm kam deutlich mehr Klarheit und Struktur ins Spiel, nicht so wild und abgehackt wie der für ihn ausgetauschte Kollege Nkounkou. Spielte auf links sehr souverän, klebte auch nicht an der Linie, sondern agierte oft aus dem Halbfeld. Brachte gute Energie ins Spiel.
Omar Marmoush: Kam erst, wie so viele, im zweiten Abschnitt besser auf Touren, da drehte er plötzlich auf und war gefährlich. Stetiger Unruheherd. Davor auf der Halbposition irgendwie verschenkt.
Fares Chaibi: Nach seiner Einwechslung mit einigen guten Aktionen, klar besser als zuletzt. Auf dem aufsteigenden Akt.
So lala
Hugo Ekitiké: Einmal spektakulär, als er den Ball mit der Brust an Union-Keeper Rönnow vorbei legte, im Abschluss aber scheiterte. Stand ohnehin leicht im Abseits. Umtriebig, emsig, aber auch glücklos. Im ersten Abschnitt selten dort, wo es gefährlich werden könnte. Das änderte sich, im zweiten Durchgang an einigen vielversprechenden Aktionen beteiligt. Aber doch ohne Punch und insgesamt mit viel Luft nach oben. Vielleicht auch normal nach so langer Spielpause.
Tuta: Auf der rechten Abwehrseite oft, aber nicht immer auf der Höhe, was auch an Vordermann Ebimbe liegen könnte. Wechselhafte Darbietung. Geht jedenfalls besser.
Eric Dina Ebimbe: Scheiterte einmal an Union-Keeper Rönnow, der glücklich irgendwie parierte (66.). Mit mehr Drive nach dem Wiederanpfiff. Licht und Schatten wechseln bei ihm fast im Minutentakt: mal mit leichten Fehlern, dann wieder mit brachialer Power. Müsste er irgendwie kanalisieren.
Schwächelnd
Niels Nkounkou: Oft am Ball, marschierte die linke Seite beharrlich auf und ab. Aber ohne Ertrag, trifft oft die falschen Entscheidungen oder verliert leichte Bälle. Rutschte kurz vor dem Halbzeitpfiff haarfein an der Hinausstellung vorbei. Nicht so clever. Blieb dann, stark Gelb-Rot gefährdet, in der Kabine. Besser so.
Ansgar Knauff: Völlig untergetaucht in den ersten 45 Minuten, technisch mit Mängeln. Später wurde es etwas besser, aber auch nicht so wirklich dolle.
Ellyes Skhiri: Ließ sich schon ganz früh von Vertessen vernaschen, da kam er als letzte Absicherung einfach nicht hinter her. Böser Patzer direkt nach dem Wechsel, nach einem hanebüchenen Rückpass ging erneut Vertessen auf und davon, verzog aber knapp. Gebrauchter Tag für den Tunesier.
Zu spät gekommen
Jean-Matteo Bahoya, Timothy Chandler. dur
