TSV 1860

Stimmung bei 1860–Pleite kippt: „Trainer raus“-Rufe – wird's jetzt schon eng für Giannikis?

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Arigiros Giannikis und der TSV 1860 sind nach drei Spieltagen Tabellenletzter in der 3. Liga.
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Der TSV 1860 München ist nach 3. Spieltagen Letzter der Tabelle. Bei der Pleite gegen Köln gab es erste „Trainer raus“-Rufe auf der Tribüne.

München – Der nächste bittere Sonntag für den TSV 1860 und seine Fans im Grünwalder Stadion. Nach der Auftaktniederlage gegen Saarbrücken und der klaren Pleite beim VfB Stuttgart ging auch das dritte Spiel in der 3. Liga in die Hose. Gegen Viktoria Köln mussten sich vor allem im ersten Durchgang harmlose Löwen mit 1:3 geschlagen geben.

Auf die Mannschaft und vor allem Trainer Argirios Giannikis warten ungemütliche Tage an der Grünwalder Straße. Schon beim ersten Gegentor der Gäste in der 26. Minute machte sich Unmut beim blauen Anhang breit. Spätestens nach dem 0:2 kurz nach Wiederanpfiff kippte die Stimmung noch mehr und es waren erste „Trainer raus“-Rufe auf der Tribüne zu hören.

Giannikis wechselt zur Pause dreimal – nur Youngster Ott kann Akzente setzen

Wieder einmal schien es so, als ob der 44-Jährige immer noch auf der Suche nach dem richtigen System ist. Zur Halbzeit wechselte Giannikis bereits dreimal. Für Maximilian Wolfram, Tim Kloss und Raphael Schifferl kamen David Philipp, Rapahel Ott und Tunay Deniz aufs Feld. Besser wurde es dadurch aber kaum. Die Bemühungen hatten streckenweise beinahe Slapstick-ähnlichen Charakter.

Kurzzeitig keimte dann noch einmal Hoffnung auf. Joker Raphael Ott verkürzte auf 1:2. Der Anhang hoffte noch einmal, trieb die Mannschaft lautstark nach vorne, doch am Ende nahmen Viktoria-Trainer Olaf Janßen und seine Spieler die Punkte mit ins Rheinland und erhöhten sogar noch auf 3:1 per Elfer in der 81. Minute. Nach dem Schlusspfiff gab es ein Pfeifkonzert und „Pfui“-Rufe.

„Wir wollen euch kämpfen sehen“ waren noch die harmlosesten Gesänge, die von der Westkurve angestimmt wurden. Mit zunehmender Spieldauer schlug das Entsetzen auf den Rängen beinahe schon in Verzweiflung um. Lautes Stöhnen bei teilweise haarsträubenden Fehlpässen waren keine Seltenheit. Mit null Punkten und 2:7-Toren steht 1860 nach drei Spieltagen am Tabellenende. Am kommenden Wochenende reist Giannikis mit seiner Mannschaft zum oberbayerischen Derby nach Ingolstadt. Schon ein Endspiel für den Löwen-Dompteur? (jb)

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