Gegner des FC Bayern mit drei Roten Karten – Ex-Europa-Star rastet aus
VonJohannes Skiba
schließen
Für den FC Bayern geht es bei der Klub-WM 2025 noch gegen die Boca Juniors sowie Benfica Lissabon. Die beiden Teams standen sich in einer ereignisreichen Partie gegenüber.
Miami – Nun sind auch die beiden übrigen Gruppengegner des FC Bayern München in die Klub-WM 2025 gestartet. Benfica aus Lissabon und die Boca Juniors aus Buenos Aires lieferten sich eine hochintensive Partie mit vielen Toren und gleich drei Roten Karten – und einer heiligen Madonna.
FC Bayern ist vor Bocas Leistung gewarnt
Die Partie begann für Bayern-Kontrahent Boca Juniors mit einem Wermutstropfen. Der frühere spanische Nationalspieler Ander Herrera musste bereits nach 20 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Der 35-Jährigen zog sich bereits die vierte Muskelverletzung in diesem Kalenderjahr zu. Erst im Januar wechselte die Ikone von Athletic Bilbao als Star-Spieler von Präsident Juan Román Riquelme in die argentinische Hauptstadt.
Entsprechend groß war der Frust beim Mittelfeldmann, der beim Verlassen des Feldes eine Wasserflasche wegtrat und anschließend auch seine Tränen nicht zurückhalten konnte. Es folgte ein Boca-Doppelschlag durch Stürmer Miguel Merentiel und Verteidiger Rodrigo Battaglia, der jahrelang bei Benfica-Rivale Sporting unter Vertrag stand. Kurz vor der Pause entschied der mexikanische Schiedsrichter César Ramos Palazuelos dann nach Videobeweis auf Elfmeter für die Portugiesen. Das schmeckte Herrera auf der Bank absolut nicht.
Herrera geht den Schiri an und fehlt gegen den FCB
Schon beim VAR-Check des Referees ging der frustrierte und enttäuschte Ander Herrera in Richtung des Unparteiischen, richtete dabei offenbar harte Worte in dessen Richtung und musste von einem Security-Mitarbeiter des Stadions sowie einem Assistenzcoach von Boca zurückgehalten werden. Im Nachgang gab es dann sogar die Rote Karte für den Spanier, der somit unabhängig von der Schwere seiner Verletzung die kommende Partie gegen den FC Bayern München verpassen wird.
Den umstrittenen Strafstoß verwandelte der Argentinier Ángel Di Maria, der nach dem Turnier in seine Heimat zu Rosario Central wechseln wird, eiskalt. Der Weltmeister von 2022 wird in Zukunft also öfter auf Boca treffen. In der zweiten Halbzeit war es dann Benfica-Stürmer Andrea Belotti, der Innenverteidiger Ayrton Costa mit den Stollen am Kopf traf, woraufhin der Italiener nach Videobeweise völlig zurecht des Feldes verwiesen wurde. Das schien die Portugiesen aber nicht zu kümmern.
Denn kurz nach dem Platzverweis für Benfica, die im dritten Gruppenspiel auf den FC Bayern treffen werden, gelang dem Team tatsächlich der Ausgleich. Nicolás Otamendi, der zweite argentinische Weltmeister in den Reihen der Portugiesen, köpfte wuchtig zum 2:2 ein. Die Partie hatte allerdings noch einen weiteren Höhepunkt parat. Kurz vor dem Ende der Spielzeit sah dann Bocas Abwehrmann Nicolás Figal nach einem Foul mit halbhohem gestrecktem Bein ebenfalls zurecht die Rote Karte.
Diese Klubs haben Geschichte geschrieben: Alle Sieger der Klub-WM
Dabei passierte Schiri Palazuelos ein kleiner Fauxpas. Zusätzlich zum Roten Karton zog der Mexikaner versehentlich auch eine Karte mit der Jungfrau Maria von Guadelupe heraus, der Schutzpatronin seines Heimatlandes. Schnell steckte er das Heiligenbild wieder in seine Tasche. Figal schützte das aber nicht vor seinem Platzverweis. Auch er wird den Argentiniern gegen die Bayern fehlen.
Nach 90 Minuten, vier Toren, einer Verletzung, zwei VAR-Einsätzen und drei Roten Karten trennten sich Benfica Lissabon und die Boca Juniors, die von tausende frenetischen Fans unterstützt wurden, mit 2:2. Der FCB ist damit nach dem ersten Spieltag und dem 10:0-Kantersieg zum Auftakt gegen Auckland City Tabellenführer der Gruppe C. (jsk)