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Hanna Raifschließen
Bayerns Defensive scheint sich rechtzeitig vor der entscheidenden Saisonphase zu stabilisieren. Dayot Upamecano hat daran großen Anteil – und soll möglichst bald verlängern.
Die Zahlen sprachen eine eindeutige Sprache: 21:2 Torschüsse, nur 0,1 gegnerische „expected goals“, welche die zugelassenen Großchancen und somit zu erwartenden Tore beschreiben – und auch in der wichtigsten Statistik, den Toren, dominierte der FC Bayern mit 3:0 gegen Werder Bremen. Die Leistung war keine überragende, auch die Spielweise war deutlich entfernt vom in dieser Saison fast schon gewohnten Spektakel – aber souverän war der Sieg am Ende doch.
Ist das das Rezept, mit dem der FC Bayern in die entscheidende Saisonphase geht? „Wir können nach Celtic fahren und wissen, dass wir zu null spielen können. Wir haben keinen Schuss aufs Tor bekommen und waren nie in Gefahr, das Spiel zu verlieren“, sagte Max Eberl zufrieden über die Defensivleistung gegen Werder. Tatsächlich hatte der Rekordmeister zuletzt beim 5:0 gegen Hoffenheim (15. Januar) die Null gehalten, in den darauffolgenden fünf Partien gab es immer mindestens einen Gegentreffer.
Joshua Kimmich gab deshalb zu, dass „der Fokus darauf lag“, die Konter der Bremer im Keim zu ersticken. „Das haben wir heute überragend gut gemacht. Es ist in jedem Spiel wichtig, bis zum Ende zu verteidigen“, sagte der DFB-Kapitän. „Jeder hat bis zum Ende mitgezogen. Wenn wir dann gemeinsam als Team verteidigen, werden wir in der Offensive immer zu guten Chancen kommen.“
Und auch Vincent Kompany verspürte nach der weißen Weste Genugtuung: „Wir haben bei Bayern so hohe Ansprüche, dass wir, wenn es ein- oder zweimal nicht perfekt läuft, infrage gestellt werden. Wir haben immer noch die beste Abwehr Deutschlands, das ist die Realität.“
Besonders wichtig ist aktuell, wie Dayot Upamecano und Minjae Kim als Innenverteidiger-Duo funktionieren. Der Franzose bekam nach seiner Leistung gegen Werder Sonderlob vom Sportvorstand. „Upa macht es sehr, sehr gut. Er spielt eine sehr, sehr gute Saison“, sagte Eberl.
Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2026, nach tz-Informationen hofft der Rekordmeister aber auf eine möglichst baldige Verlängerung. „Ja, es gibt Gespräche mit meinen Beratern. Ich bin voll fokussiert auf meine Mannschaft. Ich lasse meine Berater mit Max (Eberl) und Christoph (Freund) reden“, bestätigte Upamecano die laufenden Verhandlungen.
Ein Trumpf könnte dabei die langjährige Beziehung zu Sportdirektor Freund sein, der den Innenverteidiger bereits aus Salzburger Zeiten kennt. „Wir sprechen sehr gut zusammen. Ich kenne Christoph sehr, sehr lange – und ich bin zufrieden hier“, sagte Upa und machte Hoffnung auf einen langfristigen Verbleib.

