Patzer gegen Wolfsburg

Genügt Bayerns „Wackel-Abwehr“ höchsten Ansprüchen?

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Der FC Bayern München ist mit einem Sieg in die neue Saison gestartet. Allerdings war vor allem die Defensive in Wolfsburg sehr wackelig.

München - Die Erleichterung beim FC Bayern München war groß nach einer kniffligen Auftaktaufgabe beim VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen drehten zwischenzeitlich zwar ein 0:1 um, doch dann wiederum schlugen die Gäste zurück und siegten letztendlich mit 3:2. Alles gut also beim FC Bayern mit dessen neuen Trainer Vincent Kompany? Davon kann keine Rede sein. Denn die Viererkette wackelte bedenklich.

Kim, Upamecano und Boey patzen

Vor allem Minjae Kim patzte - wie bereits im Champions League-Halbfinale gegen Real Madrid (2:2) - erneut schwerwiegend. Der Südkoreaner verlor leichtfertig den Ball an Patrick Wimmer, der nicht mehr zu stoppen war und den zweiten Treffer von Lovro Majer vorlegte. Selbst Experte Sami Khedira zeigte sich fassungslos. Dann schlich sich in Minute 73 der Fehlerteufel auch bei Dayot Upamecano ein. Sein verheerender Fehlpass wurde von Ridle Baku abgefangen und auf Kevin Behrens weitergeleitet, der allerdings knapp verzog.

Dayot Upamecano und Minjae Kim diskutieren.

Den zweiten Durchgang eröffnete bereits Sacha Boey mit einem individuellen Patzer. Der Rechtsverteidiger verursachte den Strafstoß an Tiago Tomas, der zum Ausgleichstor führte. Trotz des Sieges lässt sich festhalten, dass noch viel Luft nach oben in der Defensivarbeit bleibt. Die Frage, die sich jedoch anhand der ständig wiederkehrenden Fehler stellt: Ist diese Abwehr bereit für den Tanz auf drei Hochzeiten?

Wird die Abwehr das Sorgenkind des FC Bayern?

Mit Matthijs de Ligt wurde ein wuchtiger, stabiler Innenverteidiger für rund 45 Millionen Euro an Manchester United abgegeben. Eric Dier war unter Vorgänger-Coach Thomas Tuchel gesetzt, ist jetzt Bankdrücker. Auf links findet Alphonso Davies seit Monaten nicht mehr zu seiner Topform. Mit Josip Stanisic und Hiroki Ito fallen zwei Optionen langfristig aus. Der FC Bayern will einen Panik-Kauf zwar vermeiden. Doch in der aktuellen Verfassung hat die Abwehr der Münchner das Potenzial zum Sorgenkind.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

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