Georgien überrascht Frankreich – EM-Aus für Favoriten
Georgien besiegt Frankreich bei der Basketball-EM 2025. Die Franzosen scheitern an der Dreierlinie. Georgien trifft im Viertelfinale auf Finnland.
Riga – Die Basketball-EM 2025 hat seine zweite dicke Überraschung binnen 24 Stunden. Das kleine Basketball-Land Georgien hat den Olympia-Silbermedaillen-Gewinner von Paris, Frankreich, rausgekegelt. Am Ende hieß es 80:70 für die Georgier. Die Emotionen kannten anschließend keine Grenzen. Bei Frankreich herrschte, ohne Victor Wembanyama, Entsetzen.
Die Georgier spielten von Anfang an gut mit und ließen sich von Frankreich nicht abhängen. Die Franzosen taten sich besonders von der Dreierlinie schwer und lagen nach dem ersten Viertel mit 20:24 zurück. Das zweite Viertel konnten die Franzosen dann mit 17:14 für sich entscheiden und gingen so nur mit einem Punkt Rückstand (37:38) in die Pause.
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Nach der Pause rechneten viele Fans im Stadion mit einem verbesserten Frankreich. Aber von Wegen. Georgien spielte weiter groß mit und belohnte sich mit einem Vier-Punkte-Vorsprung nach dem 3. Viertel (58:54). Frankreich stand unter Druck und hielt diesem nicht stand. Am Ende kämpfen sich die Georgier ins Ziel und gewannen mit 80:70.
Top-Spieler des Tages waren sicherlich der Georgier Kamar Baldwin, der nächste Saison beim FC Bayern München spielen wird, sowie Tornike Shengelia mit jeweils 24 Punkten. Auf Seiten der Mannschaft von Frédéric Fauthoux hat man über weite Strecken die Entschlossenheit und auch das Ballgefühl vermissen lassen. Insgesamt fielen nur 17 Prozent der Dreipunktewürfe (sechs von 36). Bei dieser Quote überrascht der Endstand nicht. Für Georgien geht es nun am Mittwoch im Viertelfinale gegen Finnland weiter.
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Eben jene Finnen konnten am Abend zuvor als Gastgeber bereits eine große Sensation im Achtelfinale gegen Serbien feiern. Das finnische Team rund um Superstar Lauri Markkanen, der 28 Punkte erzielte, schlugen Nikola Jokić (33 Punkte) und Co. mit 92:86. Zwei der drei großen Favoriten auf den Turniersieg sind damit raus. Der dritte Favorit, Deutschland, konnte sich bereits ins Viertelfinale werfen. (tb)