Das Interesse des FC Bayern an Nick Woltemade ist längst bestätigt. Der Nationalspieler hat ebenso bereits dem VfB Stuttgart seinen Wechselwunsch mitgeteilt. Nun startet der Poker so richtig.
München - Seit mehreren Wochen ist bekannt, dass sich der FC Bayern während der U21-Europameisterschaft in der Slowakei mit Nick Woltemade auf eine Zusammenarbeit bis 2030 geeinigt hat. Der 23-Jährige spielte dort groß auf, führte das deutsche Nachwuchsteam ins Finale gegen England (1:2) und wurde mit sechs Toren (in fünf Spielen) Torschützenkönig.
Nun scheint der Zeitpunkt aber gekommen zu sein. Wie die BILD berichtet, haben die Bayern am Donnerstagabend das erste offizielle Angebot in schriftlicher Form an den VfB Stuttgart geschickt, welches jedoch - wenig überraschend - am Freitagvormittag abgelehnt wurde.
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Fußballtradition: Erstes Angebot wird stets abgelehnt
Die FCB-Offerte soll bei fixen 40 Millionen Euro gelegen haben, zusätzlich fünf Millionen Euro an möglichen Bonuszahlungen. Für die Verantwortlichen des deutschen Pokalsiegers natürlich nicht genug, war doch zuletzt die Rede davon, dass der VfB satte 80 Millionen Euro für Woltemade fordern würde, was allerdings vom Sportvorstand Fabian Wohlgemuth so nicht bestätigt wurde.
Der erklärte stattdessen: „Wir haben vor anderthalb Jahren mit Nick eine langfristige Vereinbarung getroffen. Die hat Bestand und deshalb gehen wir davon aus, dass Nick auch in der nächsten Saison bei uns Fußball spielen wird. Ich glaube, er bleibt hier in der nächsten Saison“.
Auch VfB-Coach Sebastian Hoeneß stellte klar, dass er von einem Verbleib des Topstürmers ausgehe: „Es ist klar, dass er für uns ein ganz zentraler Baustein ist. Als Typ und Spieler. Deswegen plane ich natürlich fest mit ihm. Er wird für uns eine wichtige Rolle einnehmen.“
Laut BILD-Angaben würden auf Bayern-Seite Max Eberl & Co. gerne persönlich mit den VfB-Verantwortlichen verhandeln, um den Deal voranzubringen. Die Schwaben lehnen das allerdings bislang ab und bevorzugen - noch - eine schriftliche oder telefonische Kommunikation.
VfB mit scheinbar wesentlich besseren Karten im Poker - aber auch der FCB hat Argumente
Der VfB Stuttgart hat bei dem Poker scheinbar die besseren Karten in der Hand. Woltemade steht bis 2028 unter Vertrag, außerdem ist bekannt, dass der FC Bayern spätestens seit der schweren Verletzung von Jamal Musiala erheblich unter Druck steht.
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Auf den ersten Blick ist diese Feststellung sicherlich zutreffend. Jedoch stellt ein wechselwilliger Spieler mit Wunschziel immer ein gewisses Risiko dar - auch wenn ein streikender Woltemade wenig wahrscheinlich erscheint. Zusätzlich werden aber auch die Schwaben kurz- und mittelfristig weitere Wünsche haben, was Verpflichtungen von FCB-Spielern betrifft. Die Personalien Paul Wanner und Alexander Nübel könnten letztendlich auch eine Rolle spielen.
Der VfB hat in den vergangenen Jahren nicht unerheblich vom guten Verhältnis zwischen den Vereinen profitiert. Will er dieses beim Woltemade-Poker nachhaltig beschädigen? Nicht wahrscheinlich, eher, dass der Poker sich noch ziemlich lange hinzieht.