1860 München hat das erste Heimspiel gegen den VfL Osnabrück souverän gewonnen. Allzu euphorisch äußerten sich die Löwen nach dem Sieg aber noch nicht.
München – In der 72. Minute wurde es noch einmal richtig laut im Grünwalder Stadion. Kevin Vollands Arbeitstag war beendet und der Torschütze zum 1:0 für 1860 München gegen Osnabrück wurde mit Standing Ovations verabschiedet. „Nach 15 Jahre wieder hier. Das ist schon ein geiles Gefühl“, sagte der Routinier nach der Partie, der seine Rolle als „Dosenöffner“ aber nicht überbewerten wollte: „Mir ist es immer am wichtigsten, dass wir gewinnen.“
Intensive erste Halbzeit des TSV 1860 München im ersten Heimspiel gegen den VfL Osnabrück
Relativ pragmatisch reagierte auch Jesper Verlaat nach dem 3:1. „Die drei Punkte nehmen wir gerne mit“, sagte der Löwen-Kapitän, der vor allem vom ersten Durchgang angetan war. „Mit der Atmosphäre, mit der Stimmung überträgt sich ja dann die Energie. Es war eine erste, sehr intensive Halbzeit“, analysierte der Löwen-Anführer. „Man hat dann auch ein paar Mal in der zweiten Halbzeit echt gemerkt, dass irgendwann die Körner ausgegangen sind.“
Denn nach dem Anschlusstreffer der Gäste wurde es zwischenzeitlich nochmal brenzlig für die Löwen. „Wir sind ein bisschen in den Verwaltungsmodus gekommen. Dann kommst du immer einen Schritt zu spät“, sagte Verlaat, der froh war, das Ergebnis am Ende souverän über die Zeit bekommen zu haben.
„In der Phase waren wir uns ein bisschen zu sicher gewesen und haben das Spiel ein Stück weiter aus der Hand gegeben.“
Auch Patrick Glöckner war vom Auftritt vor der Pause angetan. „Wir waren kompromisslos in der ersten Halbzeit und haben eigentlich gar nichts zugelassen“, sagte der Löwen-Dompteur auf der Pressekonferenz. „In der zweiten Halbzeiten haben wir dann relativ schnell das 3:0 gemacht.“ Danach sei es „ein bisschen schwierig gewesen“, ordnete Glöckner die letzte halbe Stunde ein. „In der Phase waren wir uns ein bisschen zu sicher gewesen und haben das Spiel ein Stück weiter aus der Hand gegeben. Wir sind stärker geworden, haben eine gute Mentalität gezeigt.“ Am Ende sei dann das Ergebnis rausgekommen, „dass wir uns vorgestellt haben“.
Die Noten des TSV 1860 München gegen Osnabrück: Reihenweise Zweier
Es war also noch nicht alles Gold, was an der Grünwalder Straße 114 nach dem erfolgreichen Heimauftakt glänzt. Sigurad Haugen, der „sehr glücklich“ über seinen ersten Treffer im blauen Trikot zum zwischenzeitlichen 3:0 war, brachte es passend auf den Punkt: „.Je mehr wir spielen, desto besser wird es.“ (jb)