Schritt in die richtige Richtung: Eintracht Frankfurt besteht in Neapel trotz Fan-Verbot
Nach zuletzt zwei Klatschen in der Champions League zeigt Eintracht Frankfurt in Neapel wieder ein anderes Gesicht und holt einen Punkt. Der Ticker zum Nachlesen.
SSC Neapel – Eintracht Frankfurt 0:0 (0:0)
Leidenschaftliche Defensivleistung: Eintracht erkämpft Punkt in Neapel.
Der Ticker zum Spiel.
Update vom 4. November, 17.45 Uhr: Für das Gastspiel in der Champions League bei der SSC Neapel nimmt SGE-Trainer Dino Toppmöller fünf Veränderungen vor. Nnamdi Collins, Fares Chaibi, Jean-Matteo Bahoya, Jonathan Burkardt und Mario Götze rotieren in die erste Mannschaft. Ritsu Doan, Ellyes Skhiri, Elye Wahi sowie Ansgar Knauff nehmen dafür allesamt erstmal auf der Bank Platz. Can Uzun hat aufgrund seiner Oberschenkelverletzung die Reise erst gar nicht angetreten und wird auch noch die nächsten Wochen der Eintracht fehlen.
So beginnt die Eintracht: Zetterer – Collins, Koch, Theate – Kristensen, Larsson, Chaibi, Brown – Götze – Bahoya, Burkardt
So beginnt die SSC Neapel: Milinkovic-Savic – di Lorenzo, Rrahmani, Buongiorno, Miguel – Lobotka, Zambo Anguissa, McTominay – Politano, Höjlund, Elmas
Erstmeldung: Neapel/Frankfurt – Ein vorsichtiger Aufwärtstrend ist bei Eintracht Frankfurt zu erkennen: In der Bundesliga blieben die Frankfurter nach den mental fordernden Wochen mit den Lehrstunden für die jungen Adlerträger bei Atlético Madrid (1:5) sowie gegen den FC Bayern München (0:3) und den FC Liverpool (1:5) zum zweiten Mal in Folge ungeschlagen. In Heidenheim stand nach dem Erfolg gegen St. Pauli letztendlich ein 1:1 zu Buche.
Und auch das Spiel im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund (2:4 i. E.) machte Trainer Dino Toppmöller Hoffnung. Dennoch: In der Champions League zählt am Dienstagabend (18.45 Uhr, alle TV-Infos hier) jedoch nur das blanke Resultat. Mit drei Punkten aus drei Spielen steht die SGE nur knapp über der Linie, die aktuell für die Teilnahme an den Playoffs berechtigen würde.
Keine Eintracht-Fans in Neapel erlaubt
Der kommende Gegner hat es allerdings in sich: Die Frankfurter reisen zum amtierenden italienischen Meister und Tabellenführer SSC Neapel. Aber auch die Neapolitaner hat in der laufenden CL-Saison so ihre Probleme. Mit ebenfalls drei Punkten findet sich Mannschaft vom Fuße des Vesuvs im Tableau sogar einen Platz hinter der Toppmöller-Elf auf Rang 23 wieder. Zuletzt setzte es eine knallende 2:6-Ohrfeige bei der PSV Eindhoven.
Trotzdem ist die Eintracht vor den gleichermaßen unter Druck stehenden Süditalienern gewarnt. „Es wird sehr, sehr schwer werden, Napoli zu knacken und Chancen zu kreieren. Das wird eine Riesenaufgabe“, gestand Co-Trainer Jan Fießer in Abwesenheit vom gesundheitlich angeschlagenen Dino Toppmöller auf der Pressekonferenz ein. In der Startelf könnte derweil ein „Vorzeigeprofi“ zum Einsatz kommen.
Nicht nur Bayern-Youngster Karl: Die größten deutschen U17-Talente
Die Mannschaft ist jedoch „heiß“ auf das Aufeinandertreffen: „Wir sind hier zum Lernen. Aber wir sind auch hier, um zu gewinnen. Wir glauben an uns, wissen um unsere Stärken und spielen zu Recht in der Champions League.“ Unterstützung von den reisefreudigen Eintracht-Fans wird es – wie beim Achtelfinale vor zweieinhalb Jahren, damals schied man nach Hin- und Rückspiel chancenlos mit 0:5 aus – nicht geben. Die Behörden erließen abermals ein Gästefan-Verbot.
Nach den kurzfristigen Repressalien war es damals rund um das Spiel zu Ausschreitungen zwischen Frankfurt- und Neapel-Holligans sowie der Polizei gekommen. Die Eintracht warnte unlängst bereits die Fans, „sich aufgrund der Sicherheitslage nicht dort aufzuhalten. Neapel ist nicht sicher für Eintracht-Fans in diesen Tagen“, appellierte Dario Minden, Leiter der Eintracht-Fanabteilung. Weiter hieß es, die Stadt sei ein „heißes Pflaster“. (mw)