„Haben ein bisschen geklagt“ – Deutsche Basketballer erbitten Hotel-Wechsel bei EM
VonPhilipp Pachollek
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Die deutschen Basketballer überzeugen bei der EuroBasket, erspielen sich Sieg für Sieg. Was jedoch bei den DBB-Stars für Unmut sorgt, ist das Teamhotel.
Riga – Sportlich läuft es für den Weltmeister von 2023 wie geschmiert: Die deutschen Basketballer schalteten im Achtelfinale der EuroBasket 2025 Portugal in einem lange zähen Spiel mit 85:58 aus und werden am Mittwoch, 10. September, das Viertelfinale bestreiten. Dort wartet der Sieger aus der Partie Italien gegen Slowenien, die am Sonntag, 7. September, um 17:30 Uhr ausgetragen wird.
Umso bemerkenswerter sind die Leistungen des DBB-Teams angesichts der offenbar schwierigen Rahmenbedingungen, mit denen die Stars um Dennis Schröder zu tun haben. Die Mannschaft von Cheftrainer Álex Mumbrú residiert während der Endrunde im Radisson Park Inn Valdemara (Riga). Nach Informationen der Bild-Zeitung haben die DBB-Verantwortlichen beim internationalen Basketballverband FIBA die Bitte hinterlegt, das Hotel zu wechseln.
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Demnach wünscht sich Deutschland einen Umzug ins Pullman Hotel, in dem auch bis vor Kurzem Mitfavorit Serbien, der gegen Finnland überraschend ausschied, sowie die Türkei übernachteten. Die ersten öffentlichen Unmutsbekundungen gab es am Freitag, 5. September, von den DBB-Spielern Oscar da Silva und Johannes Thiemann.
„Wir haben ein bisschen geklagt über das Hotel. Wir fanden alle, dass es für eine A-Europameisterschaft der Herren ein bisschen hinter den Ansprüchen zurückbleibt. Aber im Endeffekt sind wir hier, um Basketball zu spielen und nicht, um Hotels zu testen“, sagte da Silva über das Radisson Park Inn Valdemara (4 Sterne).
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Thiemann formulierte es defensiver: „Die Zimmer sind etwas klein, aber alles ok.“ Hinter den Kulissen ist die Liste der Mängel laut Bild aber wohl deutlich länger. Die Unterkunft befindet sich im Stadtteil Agenskalns, auf der westlichen Seite des Daugava-Flusses, eingebettet zwischen einer Schnellstraße und einer Hauptverkehrsstraße.
Um in die belebtere Altstadt zu kommen, müssen sie über eine längere Brücke. Die anderen drei Hotels, die für die 16 Mannschaften in der K.o.-Runde infrage kamen, sind zentraler gelegen. Zudem wird eine der Straßen am deutschen Quartier erneuert: Um 2:00 Uhr nachts vor dem Achtelfinale gegen Portugal soll der Asphalt aufgerissen worden sein.
Ein weiterer Kritikpunkt sei das Essen: Das entspricht offenbar nicht dem Standard, den Spitzensportler gewohnt sind. Für die optimale Leistungsfähigkeit benötigen die Basketball-Stars eine andere Qualität. Auch die Fenster lassen sich offenbar nicht öffnen. Eine Antwort der FIBA, ob dem Hotel-Umzug zugestimmt wird, stand nach Bild-Informationen bis zum Samstagabend noch aus. (pp)