Hamann kritisiert Bayern-Stars und Eberl nach Titel-Feier
VonKorbinian Kothny
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Einige Stars des FC Bayern zelebrieren den Titelgewinn mit einem Kurzaufenthalt auf Ibiza. Didi Hamann startet eine Generalabrechnung.
München – Es war ein emotionales Wochenende in der bayrischen Landeshauptstadt: Immerhin holte der FC Bayern nicht nur die Meisterschale zurück nach Hause, sondern ein ganz Großer sagte Servus: Thomas Müller absolvierte am Samstag nach 25 Jahren FC Bayern sein letztes Heimspiel in der Allianz Arena.
Bayern-Stars verabschieden sich für Kurztrip nach Ibiza
Neben Müller gehörten auch Manuel Neuer, Harry Kane, Eric Dier, Raphael Guerreiro, Serge Gnabry, Kingsley Coman, Konrad Laimer, Dayot Upamecano, Josip Stanisic, Aleksandar Pavlovic sowie Ersatz-Keeper Jonas Urbig zur Reisegruppe. Coach Vincent Kompany hatte seinen Stars nach der Meisterschaft den Sonntag und Montag freigegeben.
Bayern-Boss Eberl hatte die Reise letzte Woche noch abgesagt
Die Spieler organisierten daraufhin selbstständig den Kurztrip. Aber halt mal: War da nicht was? Ganz richtig. Eigentlich hatten die Bayern-Stars den Trip schon für letztes Wochenende geplant, die Rechnung aber ohne Sportvorstand Max Eberl gemacht. „Ich finde, es gehört sich nicht. Wenn wir schon Meister sind, gibt es andere Vereine, die kämpfen noch und ein Wettbewerb läuft“, erklärte Eberl erst noch vor einer Woche.
Nun also die Kehrtwende. Für Sky-Experten Didi Hamann absolut unverständlich. „Wenn das letzte Woche noch verboten wurde, dann frage ich doch jetzt gar nicht mehr auf der Meisterfeier. Warum sollte er jetzt Ja sagen, wenn er letzte Woche noch Nein gesagt hat?“, fragt der Ex-Bayern-Star in Richtung Eberl.
Raumdeuter für die Ewigkeit: Die Trophäen von Thomas Müller
Hamann zerlegt Bayern-Stars und Eberl nach Meister-Party
„Du kannst machen, was du willst und es passiert nichts. Das Bild, dass die Bayern zurzeit abgeben, ist doch katastrophal. Es hat sich (im Verglich zur letzten Woche; Anm. d. Red.) nichts geändert. Ich habe da überhaupt kein Verständnis für. Es geht um die Integrität des Wettbewerbs – und die haben sie nicht gewahrt“, schießt Hamann gegen die urlaubenden Bayern-Profis und Eberl.
Tatsächlich stand der FC Bayern letzte Woche allerdings noch nicht als Deutscher Meister fest – und auch das letzte Spiel am kommenden Samstag dürfte sowohl für den FC Bayern als auch die TSG Hoffenheim nicht mehr die allergrößte sportliche Wichtigkeit haben.
Die Sinsheimer können zwar theoretisch noch auf den Relegationsplatz abrutschen, dafür müsste aber der FC Heidenheim noch drei Punkte und sechs Tore auf die TSG aufholen. Und Thomas Müller hielt vor dem Abflug auch noch mal fest: „Wir sind ja Profis!“ Daran ändern auch zwei Tage Ibiza-Urlaub nichts … (kk)