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Tragischer Todesfall: Ex-Fußball-Profi erleidet Herzstillstand

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Der norwegische Fußball trauer um Ex-Profi Mounir Hamoud.
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Schlimme Nachricht aus Norwegen: Ex-Profi Mounir Hamoud ist nach einem plötzlichen Herzstillstand verstorben. Sein langjähriger Verein nimmt rührend Abschied.

Drammen – Der norwegische Fußball steht unter Schock: Ex-Profi Mounir Hamoud ist im Alter von nur 39 Jahren an den Folgen eines Herzstillstandes verstorben. Das teilte der norwegischen Erstligisten Strømsgodset IF mit. In einem emotionalen Statement nimmt der Verein Abschied von seinem langjährigen Spieler.

Norwegischer Ex-Fußball-Profi stirbt nach Herzstillstand

„Das ist eine brutale und schockierende Nachricht. Mit Mounir haben wir einen wirklich einzigartigen Mitmenschen verloren. Er war freundlich, großzügig, integrativ und positiv“, heißt es in der Mitteilung. Hamoud sei jemand gewesen, „der sich kümmerte und mitmachte. Jemand, auf den wir uns alle gefreut haben, jemanden, für den wir alle nur gute und warme Gefühle hegen.“

Besonders tragisch ist der Tod auch deshalb, weil der Marrokaner beim Klub eigentlich seinen neuen Job als „Top-Spielerentwickler“ antreten sollte. Zuvor war er nach seiner aktiven Karriere als Spieler bereits mehrere Jahre unter anderem beim norwegischen Verband für die Talententwicklung verantwortlich.

Hamoud während seiner Verabschiedung bei Strømsgodset IF 2019.

„Brutale und schockierende Nachricht“: Verein nimmt emotional Abschied

Besonderes Beileid sprach der Verein Hamouds Frau und den fünf gemeinsamen Kindern des Paares aus. „Unsere Gedanken sind in erster Linie bei Mounirs Familie und den Hinterbliebenen, die sich in einer sehr schwierigen Situation befinden. Sie haben einen Vater, Ehemann, Bruder, Sohn und ein liebes Familienmitglied verloren“, schreibt der Klub.

Um die Familie während der Trauer zu unterstützen, rief der Verein zu einer Spendenaktion auf, an der sich in wenigen Stunden bereits mehrere hundert Menschen beteiligten. Knapp 20.000 Euro wurden dabei innerhalb eines Tages gesammelt.

Diese Sport-Stars sind im Jahr 2023 verstorben

Auch in 2023 gingen zahlreiche Sportler von uns: unter ihnen u. a. Rosi Mittermaier, Tim Lobinger und René Weller.
Auch in 2023 gingen zahlreiche Sportler von uns: unter ihnen u. a. Rosi Mittermaier, Tim Lobinger und René Weller. © IMAGO / APress / Sven Simon
Die deutsche Ski-Legende Rosi Mittermaier verstarb am 4. Januar im Alter von 72 Jahren.
Die deutsche Ski-Legende Rosi Mittermaier verstarb am 4. Januar im Alter von 72 Jahren. © IMAGO / Future Image
Die ehemalige Skirennläuferin Elena Fanchini verstarb am 8. Februar im Alter von nur 37 Jahren. Die Italienerin erlag an Krebsleiden.
Die ehemalige Skirennläuferin Elena Fanchini verstarb am 8. Februar im Alter von nur 37 Jahren. Die Italienerin erlag an Krebsleiden. © imago sportfotodienst
Tim Lobinger war einer der erfolgreichsten deutschen Stabhochspringer. 2017 wurde bei ihm Leukämie diagnostiziert. Am 16. Februar verstarb er mit 50 Jahren schließlich an der Krankheit.
Tim Lobinger war einer der erfolgreichsten deutschen Stabhochspringer. 2017 wurde bei ihm Leukämie diagnostiziert. Am 16. Februar verstarb er mit 50 Jahren schließlich an der Krankheit. © IMAGO / Chai v.d. Laage
Just Fontaine gehörte zu den größten Fußballern in Frankreich. Bei der WM 1958 erzielte er 13 Tore – bis heute Rekord. Im Alter von 79 Jahren verstarb er am 1. März.
Just Fontaine gehörte zu den größten Fußballern in Frankreich. Bei der WM 1958 erzielte er 13 Tore – bis heute Rekord. Im Alter von 79 Jahren verstarb er am 1. März. © IMAGO / PanoramiC
Der Radprofi Gino Mäder starb nach einem Sturz bei der Tour de Suisse am 16. Juni. Der Schweizer wurde nur 26 Jahre alt.
Der Radprofi Gino Mäder starb nach einem Sturz bei der Tour de Suisse am 16. Juni. Der Schweizer wurde nur 26 Jahre alt. © IMAGO / Manuel Stefan
Horst-Dieter Höttges ist mit 420 Bundesligaspielen Rekordfeldspieler von Werder Bremen. Mit Deutschland wurde der Abwehrspieler 1972 Europa- und 1974 Weltmeister. Am 22. Juni verstarb er im Alter von 79 Jahren.
Horst-Dieter Höttges ist mit 420 Bundesligaspielen Rekordfeldspieler von Werder Bremen. Mit Deutschland wurde der Abwehrspieler 1972 Europa- und 1974 Weltmeister. Am 22. Juni verstarb er im Alter von 79 Jahren. © IMAGO / Rust
René Weller wurde deutscher Meister und Europameister im Boxen. Im Alter von 72 Jahren verstarb er am 22. August in seinem Heimatort Pforzheim. Zuletzt litt Weller an Demenz.
René Weller wurde Deutscher Meister und Europameister im Boxen. Im Alter von 72 Jahren verstarb er am 22. August in seinem Heimatort Pforzheim. Zuletzt litt Weller an Demenz. © IMAGO/SVEN SIMON
Sir Bobby Charlton war wohl die größte Fußball-Legende Englands. Der Weltmeister von 1966 verstarb am 21. Oktober im Alter von 86 Jahren.
Sir Bobby Charlton war wohl die größte Fußball-Legende Englands. Der Weltmeister von 1966 verstarb am 21. Oktober im Alter von 86 Jahren. © IMAGO / Shutterstock
Jutta Müller war die wohl erfolgreichste Trainerin im Eiskunstlauf. Unter ihrer Regie wurde unter anderem Kati Witt Olympiasiegerin. Am 2. November verstarb sie im Alter von 94 Jahren.
Jutta Müller war die wohl erfolgreichste Trainerin im Eiskunstlauf. Unter ihrer Regie wurde unter anderem Kati Witt Olympiasiegerin. Am 2. November verstarb sie im Alter von 94 Jahren. © IMAGO / Christian Schroedter
Agyemang Diawusie (Jahn Regensburg) starb im November an plötzlichem Herztod.
Agyemang Diawusie war Fußballer beim SSV Jahn Regensburg. Am 28. November brach er auf dem Spielfeld zusammen und starb an plötzlichem Herztod. Er wurde nur 25 Jahre alt. © IMAGO/Maximilian Koch

Hamoud war Publikumsliebling bei Strømsgodset

Hamoud bestritt in seiner Karriere insgesamt 349 Pflichtspiele für den Lyn FK, Bodo/Glimt und eben Strømsgodset IF. Für letzteren lief der Außenverteidiger die letzten acht Jahre seiner Laufbahn auf. 2013 gewann er die norwegische Meisterschaft und reifte in den folgenden Jahren zum Publikumsliebling. Außerdem durchlief Hamoud diverse norwegische U-Nationalmannschaften, stand unter anderem siebenmal für die U21 auf dem Platz.

„Vor allem hat Mounir überall, wo er gereist ist, tiefe Spuren hinterlassen. Als Spieler und Mitspieler, als Trainer, Spielerentwickler und Profi. Als Kollege und Mitmensch. Strømsgodset trauert. Mounir Hamoud wird uns sehr fehlen“ heißt es zum Ende des herzzerreißenden Statements seines Klubs. (LuHa)

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