VonMarcel Schwenkschließen
Patrick Groetzki fehlt der deutschen Nationalmannschaft bei der Handball-EM 2024 aufgrund einer Verletzung. Der Rechtsaußen zieht Parallelen zu 2016.
Düsseldorf – Es war eine Szene, die den deutschen Handball-Fans Sorgenfalten auf die Stirn getrieben haben dürfte. Gegen Ende der ersten Hälfte im Testspiel von Deutschland gegen Portugal (35:31) kam Patrick Groetzki falsch auf, verzog direkt das Gesicht und verließ den Platz.
Handball-EM: Patrick Groetzki verletzt sich gegen Portugal und fällt aus
Was Bundestrainer Alfred Gislason bereits unmittelbar nach der Partie befürchtete, bestätigte sich nur wenige Stunden nach Abpfiff. Groetzkis alte Fußverletzung ist wieder aufgebrochen, der Rechtsaußen wird die Handball-EM 2024 im eigenen Land verpassen.
Für Groetzki selbst – ebenso wie für die gesamte Nationalmannschaft – ein herber Rückschlag. Schließlich war der Akteur der Rhein-Neckar-Löwen einer der erfahrensten Spieler im DHB-Kader, kommt in seiner Karriere auf 173 Länderspiele. Verständlicherweise zeigt er sich auf Instagram ob seines Ausfalls enttäuscht, versucht aber auch, diesem etwas Positives abzugewinnen.
Patrick Groetzki verpasst Handball-EM 2024: Ausfall ein „gutes Omen“?
„Wie ihr leider schon mitbekommen habt, ist für mich die Heim-EM bereits beendet, bevor sie begonnen hat. Es fühlt sich natürlich echt Schei** an, dass dieser Traum nun geplatzt ist. Leider gehören Verletzungen in unserem Sport dazu. Der Zeitpunkt ist dieses Mal nur sehr bitter“, beginnt der 34-Jährige seinen Post, ehe er sich an die Kontinentalmeisterschaft vor acht Jahren erinnert.
„Vielleicht ist es aber auch für Handballdeutschland ein gutes Omen. Denn schon vor der EM 2016 habe ich mich in Kiel verletzt. Wir wissen alle, was danach bei der EM in Polen passiert ist“, so der gebürtige Pforzheimer. Damals zog sich Groetzki wenige Wochen vor Turnierstart einen Wadenbeinbruch zu, konnte wie auch dieses Jahr nicht teilnehmen – und sah am Ende dabei zu, wie sich Deutschland zum Champion krönte.
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Verletzung verhindert EM-Teilnahme von Groetzki: DHB-Kollegen senden Genesungswünsche
Dass er seinen Teamkollegen auch dieses Jahr die Daumen drücken wird, steht für Groetzki außer Frage. „Nun werde ich als größter Fan dieser Mannschaft das Turnier verfolgen und mich begeistern lassen“, führt er weiter aus, ehe er sich noch für die „zahlreichen Nachrichten und Genesungswünsche“ bedankt.
Davon trudeln auch unter seinem aktuellen Post einige ein. DHB-Keeper David Späth und Linksaußen Lukas Mertens kommentieren mit zusammengelegten Händen, Kapitän Johannes Golla und Spielmacher Juri Knorr lassen Herz-Emojis da. Das gilt auch für Timo Kastening, mit dem Groetzki das Rechtsaußen-Duo beim Turnier bilden sollte. Auf Kastening wird es bei der Heim-EM nun besonders ankommen.
Einen Nachrücker für Groetzki nominierte Gislason bislang nämlich nicht, der 28-Jährige ist nominell einziger Rechtsaußen im Team. Rückraum-Akteur Christoph Steinert kann aber notfalls noch auf Außen ausweichen. Los geht es für die deutsche Nationalmannschaft mit dem Nachbarschaftsduell gegen die Schweiz am Mittwochabend (10. Januar) um 20.45 Uhr. (masc)
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