Bedrückende Atmosphäre

Amazon-Doku deckt auf: Wie Hansi Flick das DFB-Team bei der WM in Katar verlor

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Die Amazon-Doku „All or nothing“ über die deutsche Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Katar zeichnet ein bedrückendes Bild des Scheiterns.

Frankfurt – Am Freitag stellt Amazon Prime die ersten Teile der Doku unter dem etwas sperrigen Titel „All or nothing – die Nationalmannschaft in Katar“ in seinem Bezahlportal scharf. Sie gewährt bedrückende Einblicke ins Innenleben einer Elite-Fußballmannschaft auf dem Weg der Selbstzerstörung. Es ist die beklemmende Geschichte eines Scheiterns.

Deutsche Nationalmannschaft
Trainer:Hansi Flick
Kapitän:Manuel Neuer
Größte Erfolge:4x Weltmeister, 3x Europameister
Weltranglistenplatz:15.

DFB-Doku: Hansi Flick wirkt bei WM überfordert

Der Auftrag: als Weltmeister nach Hause zu fliegen. Die Realität: der Zusammenbruch aller Systeme. Gleich im ersten WM-Spiel gegen Japan. Und schon davor: die Debatte um die Kapitänsbinde als Stimmungskiller. Und mittendrin ein fast bemitleidenswert überforderter Bundestrainer, der die Welt nicht mehr versteht – der seine Spieler nicht versteht und andersrum. Irgendwann wirkt Hans-Dieter, genannt Hansi, Flick fast fatalistisch: „Ich weiß nicht, vielleicht rede ich auch irgendwie anders oder habe eine andere Sprache.“ Vor ihm sitzen 26 Nationalspieler, manche Blicke leer, bei einer Aussprache, die kaum Wucht erzeugt.

Wir sehen Flick in den Tagen nach der Auftaktniederlage. Der Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Männer erhebt in einem fensterlosen Sitzungsraum des abgelegenen Wüstenquartiers die Stimme über Zimmerlautstärke: „Was war – scheißegal! Wir haben nur über Politik gesprochen. Jetzt geht es darum, diese WM anzunehmen. Okay? Wegen dem sind wir da. Das ist unser Job, euer Job. Ich erwarte von jedem Einzelnen, dass er am Ende der Krieger ist... Männer, uns traut keine Sau was zu in Deutschland!“

Jetzt braucht es göttliche Eingebung, um den deutschen Fußball zu retten? Hansi Flick gibt die Blick- und Denkrichtung vor.

DFB-Doku gewährt Einblicke in WM-Debakel 2022 in Katar

Wir sehen auch Oliver Bierhoff vor der Mannschaft. Der Manager kann kaum an sich halten: „In mir brodelt es, da brodelt es richtig. Ich könnte kotzen! Was ich jetzt nicht sehen will, sind mitleidige Gesichter. Was ich auch nicht sehen will, ist, in Augen blicken, die den Ernst der Lage nicht verstanden haben.“ Eine Rede, die aufrütteln soll, es aber nicht kann in der bleiernen Schwere, die sich längst breitgemacht hat,

Bald wieder Hansi Flick, wutschnaubend in der Pause des entscheidenden Spiels gegen Costa Rica in der Kabine: „Ich glaube, es geht los hier. Wir spielen eine Weltmeisterschaft. Es liegt an euch, Männer! Ganz alleine. Es liegt an euch, Charakter zu zeigen. Das kann nicht mehr wahr sein. Die sind so blind und wir machen die stark. Wenn wir so weitermachen, fahren wir nach Hause.“ So ist es dann auch gekommen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar für Deutschland.

WM-Rekorde: Die Spieler mit den meisten Einsätzen

Mit jeweils 19 Einsätzen finden sich die DFB-Legenden Manuel Neuer und Thomas Müller in den Top 20 wieder.
Mit jeweils 19 Einsätzen finden sich die DFB-Legenden Manuel Neuer und Thomas Müller in den Top 20 wieder. ©  IMAGO / Insidefoto; IMAGO / Hartenfelser
Berti Vogts lief in 19 WM-Partien für Deutschland auf, hinzu kommen noch 10 WM-Spiele als Trainer der deutschen Nationalmannschaft.
Berti Vogts lief in 19 WM-Partien für Deutschland auf, hinzu kommen noch 10 WM-Spiele als Trainer der deutschen Nationalmannschaft. © IMAGO
Karl-Heinz Rummenigge bestritt für Deutschland insgesamt 19 WM-Spiele, blieb dabei jedoch ohne WM-Titel.
Karl-Heinz Rummenigge bestritt für Deutschland insgesamt 19 WM-Spiele, blieb dabei jedoch ohne WM-Titel. © IMAGO
Ronaldo bestritt für Brasilien insgesamt 19 WM-Spiele und erzielte dabei 15 Tore, zwei davon im WM-Finale 2002 gegen Deutschland.
Ronaldo bestritt für Brasilien insgesamt 19 WM-Spiele und erzielte dabei 15 Tore, zwei davon im WM-Finale 2002 gegen Deutschland. © IMAGO
Wolfgang Overath bestritt für Deutschland und holte 1974 den Titel im eigenen Land.
Wolfgang Overath bestritt für Deutschland 19 WM-Spiele und holte 1974 den Titel im eigenen Land. © IMAGO
Per Mertesacker zählt ebenfalls 19 WM-Spiele für Deutschland und krönte diese schließlich mit dem Titelgewinn 2014.
Per Mertesacker zählt ebenfalls 19 WM-Spiele für Deutschland und krönte diese schließlich mit dem Titelgewinn 2014. © IMAGO
Rafael Márquez bestritt für Mexiko insgesamt 19 WM-Spiele während fünf Weltmeisterschaften.
Rafael Márquez bestritt für Mexiko insgesamt 19 WM-Spiele während fünf Weltmeisterschaften. © IMAGO
Im Rahmen von drei WM-Teilnahmen – 2014, 2018 und 2022 – ging Antoine Griezmann in 19 Partien für Frankreich auf Torejagd.
Im Rahmen von drei WM-Teilnahmen – 2014, 2018 und 2022 – ging Antoine Griezmann in 19 Partien für Frankreich auf Torejagd. © IMAGO/JB Autissier
Auch Bastian Schweinsteiger bestritt für Deutschland insgesamt 20 WM-Spiele und krönte dies letztendlich mit dem Weltmeistertitel 2014.
Auch Bastian Schweinsteiger bestritt für Deutschland insgesamt 20 WM-Spiele und krönte dies letztendlich mit dem Weltmeistertitel 2014. © IMAGO
Frankreichs langjährige Nummer 1, Hugo Lloris, kommt auf 20 WM-Einsätze.
Frankreichs langjährige Nummer 1, Hugo Lloris, kommt auf 20 WM-Einsätze. © IMAGO/Liewig Christian/ABACA
Javier Mascherano bestritt für Argentinien insgesamt 20 WM-Spiele, bevor er 2018 seine Karriere beendete.
Javier Mascherano bestritt für Argentinien insgesamt 20 WM-Spiele, bevor er 2018 seine Karriere beendete. © IMAGO
Grzegorz Lato zählt 20 WM-Einsätze für Polen, wobei ihm auch 10 Treffer gelangen.
Grzegorz Lato zählt 20 WM-Einsätze für Polen, wobei ihm auch 10 Treffer gelangen. © IMAGO
Auch Philipp Lahm zählt 20 WM-Einsätze, die er für Deutschland bestritt. In seinem 20. WM-Spiel holte er schließlich auch den begehrten Titel.
Auch Philipp Lahm zählt 20 WM-Einsätze, die er für Deutschland bestritt. In seinem 20. WM-Spiel holte er schließlich auch den begehrten Titel. © IMAGO
Der brasilianische Rekord-Nationalspieler Cafú lief in 20 WM-Spielen für dein Land auf.
Der brasilianische Rekord-Nationalspieler Cafú lief in 20 WM-Spielen für dein Land auf. © IMAGO
Władysław Żmuda zählt ebenfalls 21 WM-Einsätze, welche er für Polen bestritt.
Władysław Żmuda zählt ebenfalls 21 WM-Einsätze, welche er für Polen bestritt. © IMAGO
Uwe Seeler bestritt ebenfalls 21 WM-Spiele. Er lief für Deutschland auf, holte jedoch keinen WM-Titel.
Uwe Seeler bestritt ebenfalls 21 WM-Spiele. Er lief für Deutschland auf, holte jedoch keinen WM-Titel. © IMAGO
Der Nationalheld Argentiniens, Diego Maradona, bestritt für Argentinien insgesamt 21 WM-Spiele und verhalt seiner Mannschaft 1986 zum WM-Titel.
Der Nationalheld Argentiniens, Diego Maradona, bestritt für Argentinien insgesamt 21 WM-Spiele und verhalt seiner Mannschaft 1986 zum WM-Titel. © IMAGO
Auf dem Verbandsparkett zeigt sich Cristiano Ronaldo noch immer unermüdlich. Mit nun 22 WM-Einsätzen für Portugal reiht er sich aktuell in die Top 5 ein
Auf dem Verbandsparkett zeigt sich Cristiano Ronaldo noch immer unermüdlich. Mit nun 22 WM-Einsätzen für Portugal reiht er sich aktuell in die Top 5 ein. © IMAGO/Ulrich Hufnagel
Paolo Maldini bestritt für Italien insgesamt 23 WM-Spiele zwischen 1990 und 2002.
Paolo Maldini bestritt für Italien insgesamt 23 WM-Spiele zwischen 1990 und 2002. © IMAGO
Miroslav Klose lief in 24 WM-Spielen für Deutschland auf und landet somit auf Platz 3.
Miroslav Klose lief in 24 WM-Spielen für Deutschland auf und landet somit auf Platz 2. © IMAGO
Er war der bisherige Rekordhalter. Kein Spieler hatte bis 2022 mehr WM-Einsätze als Lothar Matthäus, der für Deutschland insgesamt 25 WM-Spiele bestritten hat.
Er ist der Rekordhalter. Kein Spieler hat mehr WM-Einsätze als Lothar Matthäus, der für Deutschland insgesamt 25 WM-Spiele bestritten hat. © IMAGO
Lionel Messi zählt 26 WM-Einsätze für Argentinien und ist somit Spitzenreiter - zudem krönte er seine Karriere mit dem Titelgewinn 2022.
Lionel Messi zählt 19 WM-Einsätze für Argentinien, jedoch blieb der Titelgewinn aus. © IMAGO

Deutschlands Länderspiele gegen Japan und Frankreich können für Flick entscheidend sein

Neun Monate danach, an diesem Montag im Laufe des Tages, ist die deutsche Nationalmannschaft in Wolfsburg zur Vorbereitung auf zwei Länderspiele zusammengetroffen. Offiziell sind die Partien gegen Japan am Samstag und Frankreich am darauffolgenden Dienstag in Dortmund als Testspiele deklariert. In Wahrheit geht es dabei auch um die berufliche Zukunft von Hansi Flick.

Dass just einen Tag vor der Partie gegen Japan eine aufwendig produzierte, vierteilige Dokumentation veröffentlicht wird, kann man durchaus als kühn bezeichnen. Geplant war der Film in sechs Teilen als Heldenepos im Blick zurück auf die Winter-Wüsten-WM 2022. Etwa so, wie 2006 Sönke Wortmanns „Deutschland. Ein Sommermärchen“ und – in etwas weniger opulenter Optik – 2014 die DFB-Eigenproduktion „Die Mannschaft“. Die erste Vorstellung der Saga des WM-Triumphs in Brasilien wurde seinerzeit auf dem Roten Teppich am Potsdamer Platz in Berlin zelebriert. Vergleichbares in Wolfsburg fällt jetzt aus.

DFB-Doku: Nationalmannschaft nach Niederlage gegen Japan konsterniert

Denn neun Jahre danach liegt der deutsche Fußball in Trümmern – und während „All or nothing“ in den Wohnzimmern per Streamingdienst anläuft, hocken Bundestrainer und Nationalspieler mutmaßlich mit schlotternden Knien in Erwartung von WM-Schreck Japan im Wolfsburger Ritz-Carlton Hotel.

Was Japan im vergangenen November mit dem 2:1-Sieg über das DFB-Team im Khalifa Stadion vor den Toren der katarischen Metropole Doha angestellt hat, wird in der Amazon-Produktion nicht verschleiert. Der Film offenbart mit teils unverstelltem Blick eine noch viel gequältere Atmosphäre des Teams als bislang nach außen gedrungen war.

Nationalmannschaft: Hansi Flick zitierte bei WM 2022 Jogi Löw

Einem, bis auf einige wenige Ausnahmen, zusehends schlechtgelaunten Bundestrainer entgleitet die Führung der Gruppe immer mehr. Da nützt auch wenig, dass Flick im Vortrag vor seinen Spielern – mit bitterem Unterton – anschauliche Bilder bemüht, die er sich allerdings bei seinem Vorgänger entliehen hat: „Der Jogi hat mal einen Spruch losgelassen. Er hat gesagt: ,Was nützt dir eine Kuh, die zehn Liter Milch am Tag gibt und am Abend mit dem Schwanz den Eimer umhaut?‘“

Die internen kontroversen Debatten unter den Spielern um die von der Fifa abgelehnte One-Love-Binde werden im Film leider nicht mit der Kamera im Sitzungsraum dokumentiert. Zum Ausdruck kommt aber der geballte Frust vor allem bei Flick, mit der komplexen Situation umzugehen. Auch Bierhoff spürt, wie ihm die die Debatte darüber entgleitet: „Machst du nichts, ist es zu wenig, machst du was, ist es auch verkehrt.“ Schon früh hat der Frust die Regie übernommen.

Peter, Walter, Cedric: Das sind die zweiten Vornamen der DFB-Stars bei der WM 2022

Manuel Neuer, Torwart (FC Bayern München): zweiter Vorname: Peter
Manuel Neuer, Torwart (FC Bayern München): zweiter Vorname: Peter © IMAGO/ULMER/Markus Ulmer
Kevin Trapp, Torwart (Eintracht Frankfurt): zweiter Vorname: Christian
Kevin Trapp, Torwart (Eintracht Frankfurt): zweiter Vorname: Christian © IMAGO/ULMER/Markus Ulmer
Matthias Ginter, Abwehr (SC Freiburg): zweiter Vorname: Lukas
Matthias Ginter, Abwehr (SC Freiburg): zweiter Vorname: Lukas © IMAGO/ULMER/Markus Ulmer
Lukas Klostermann, Abwehr (RB Leipzig): zweiter Vorname: Manuel
Lukas Klostermann, Abwehr (RB Leipzig): zweiter Vorname: Manuel © IMAGO/ULMER/Markus Ulmer
Nico Schlotterbeck, Abwehr (Borussia Dortmund): zweiter Vorname: Cedric
Nico Schlotterbeck, Abwehr (Borussia Dortmund): zweiter Vorname: Cedric © IMAGO/ULMER/Markus Ulmer
Leon Goretzka, Mittelfeld (FC Bayern München): zweiter Vorname: Christoph
Leon Goretzka, Mittelfeld (FC Bayern München): zweiter Vorname: Christoph © IMAGO/ULMER/Markus Ulmer
Joshua Kimmich, Mittelfeld (FC Bayern München): zweiter Vorname: Walter
Joshua Kimmich, Mittelfeld (FC Bayern München): zweiter Vorname: Walter © IMAGO/ULMER/Markus Ulmer
Karim Adeyemi, Mittelfeld/Sturm (Borussia Dortmund): zweiter Vorname: David
Karim Adeyemi, Mittelfeld/Sturm (Borussia Dortmund): zweiter Vorname: David © via www.imago-images.de
Serge Gnabry, Mittelfeld/Sturm (FC Bayern München): zweiter Vorname: David
Serge Gnabry, Mittelfeld/Sturm (FC Bayern München): zweiter Vorname: David © IMAGO/ULMER/Markus Ulmer
Kai Havertz, Mittelfeld/Sturm (Chelsea FC): zweiter Vorname: Lukas
Kai Havertz, Mittelfeld/Sturm (Chelsea FC): zweiter Vorname: Lukas © IMAGO/ULMER/Markus Ulmer
Leroy Sané, Mittelfeld/Sturm (FC Bayern München): zweiter Vorname: Aziz
Leroy Sané, Mittelfeld/Sturm (FC Bayern München): zweiter Vorname: Aziz © IMAGO/ULMER/Markus Ulmer

WM 2022: Flick wollte Nationalspieler mit Film zu Graugänsen motivieren

Flick selbst stellt unbeholfen auf stur (was er inzwischen bereut), verstößt gegen die Fifa-Auflage, zur Pressekonferenz vorm zweiten WM-Spiel gegen Spanien einen Spieler mitzunehmen, ein Affront, der nach der unseligen Bindendebatte völlig ohne Not zu den nächsten internationalen Verwerfungen führt.

Vor Turnierbeginn wirft Flick mit dem Teampsychologen Hans-Dieter Hermann große Bilder auf die Leinwand: Graugänse beim Flug in ihr Überwinterungsgebiet, die Entfernungen von tausenden Kilometern nur meistern können, weil sie in der Gruppe fliegen. „Lasst uns von den Gänsen lernen und gemeinsam unseren großen Flug machen“, ruft der Trainer den Spielern zu, „lasst uns gegenseitig Aufwind geben.“ Bald danach folgt der Absturz.

All or nothing: Am Ende blieb Bundestrainer Hansi Flick nichts.

DFB-Doku zur WM 2022 enthüllt Wortgefechte zwischen Kimmich, Rüdiger und Süle

Auch unter den Spielern kommt es, wie der Film zeigt, zu Dissonanzen. Mittelfeldmann Joshua Kimmich gerät mit den Abwehrleuten Antonio Rüdiger und Niklas Süle aneinander. Kimmich aufgebracht zu Süle, zur Zeit des Geschehens noch sein Mitspieler beim FC Bayern: „Wie redest du mit mir auf dem Platz? Du beleidigst mich. Ich sag dir was ganz Normales, was Inhaltliches.“ Süle zu Kimmich: „Labere mich nicht voll! Ich bin der Letzte, der nicht respektvoll redet. Laber mich nicht voll, ich sag’s dir!“ Rüdiger zu Kimmich: „Ich sage dir, ich gebe dir Anweisungen.“

Kimmich zu Rüdiger: „Du sagst es nie ins Gesicht. Du sagst es immer so hintenrum: ,Der macht, was er will!‘ Sag mir: ,Jo, mach nicht, was du willst!’“ Scharmützel, die in jeder Fußballmannschaft vorkommen, hier aber das Bild einer fatalen Unwucht zementieren. „Es ist“, sagt Sprecher Bela Rethy an einer Stelle, „die Geschichte einer Tragödie.“ Und man fragt sich in der Tat: Ist in Katar nicht zu viel kaputtgegangen, als dass Hansi Flick noch die Kraft und Autorität aufbringen könnte, den Schaden zu heilen?

Wir werden es erfahren. Schon diese und nächste Woche wohl, spätestens aber bei der Europameisterschaft 2024 im eigenen Land. Einem Land, das sich von seiner Männer-Fußball-Nationalmannschaft fast schon entzweit hat – und nach Ansicht der Filmreihe eher keine neue Liebe für sie entwickeln dürfte. (Jan Christian Müller)

Rubriklistenbild: © Odd Andersen/afp

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