Reaktionen zur Bundestrainer-Entlassung

Hat er es hier schon geahnt? Vielsagender Flick-Satz vor Fans kurz vor Entlassung aufgetaucht

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Hansi Flick ist entlassen: Die Entscheidung des DFB stößt auf Zustimmung. Rudi Völler ist traurig. Stefan Effenberg empfiehlt Felix Magath als Bundestrainer. Die Reaktionen.

Update vom 11. September, 06.26 Uhr: Noch am Vormittag, nur wenige Stunden bevor die Entlassung veröffentlicht wurde, leitete Hansi Flick noch ein öffentliches Training mit dem DFB-Team. Wusste der Trainer da schon, dass sein Ende kurz bevorstehen würde? Jedenfalls tauchte nun ein recht vielsagender Satz auf, den Flick rund um das Training zu den Fans geäußert haben soll. Demnach soll Flick, wie die Sport Bild berichtet, gesagt haben: „Ich fighte weiter, aber im Fußball-Geschäft ist wenig vorhersehbar“. Klingt, als hätte Flick zumindest eine Vorahnung gehabt, dass sein Stuhl auf wackeligen Beinen steht.

Update vom 10. September, 22.25 Uhr: Der DFB steht am Tag der Entlassung des bisherigen Bundestrainers Hansi Flick für die Art und Weise der Kommunikation des Rauswurfs in der Kritik. Denn: Der Verband machte die Entscheidung just in den Minuten publik, in denen sich das DBB-Team im Finale der Basketball-Weltmeisterschaft gegen Serbien (83:77) den WM-Titel sicherte. Hätte man da nicht noch ein wenig warten können? Um den Basketballern bei ihrem Sensationssieg die Bühne der Aufmerksamkeit exklusiv zu überlassen?

„Die Basketballer zeigen alles, was der Fußball-Nationalmannschaft gerade fehlt. Ausgerechnet in die letzten Minuten des packenden Basketball-Finales, schickte der DFB die Meldung, dass Hansi Flick freigestellt wurde“, kommentierte TV-Journalistin Marietta Slomka im „heute journal“ des ZDF den etwas unglücklichen Vorgang. Slomka: „Vielleicht auch nicht das, was man als Gefühl für sportliches Timing bezeichnen würde.“

Ausgerechnet in die letzten Minuten des packenden Basketball-Finales, schickte der DFB die Meldung, dass Hansi Flick freigestellt wurde.

ZDF-Journalistin Marietta Slomka

Entlassung von Hansi Flick: DFB-Kapitän Ilkay Gündogan bedankt sich beim Ex-Bundestrainer

Update vom 10. September, 21.55 Uhr: Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Thomas Müller - viele Nationalspieler haben sich bis zum Abend noch nicht zum Aus des bisherigen Bundestrainers Hansi Flick geäußert. DFB-Kapitän Ilkay Gündogan hat sich dagegen soeben mit einem Posting bei Instagram gemeldet.

„Danke für die gemeinsame Zeit, die gegenseitige Wertschätzung und die Zusammenarbeit, Hansi, Du bist ein super Mensch & Trainer - es ist sehr schade, dass wir als Mannschaft dein großes Vertrauen in uns nicht zurückzahlen konnten! Wir werden als Team weiter versuchen, zu lernen, um stärker zurückzukommen für eine erfolgreiche Heim-EM 2024 - auch für dich! Ich wünsche dir für die Zukunft nur das Beste!“, schrieb der Mittelfeldspieler des FC Barcelona in dem Sozialen Netzwerk.

Nach Aus von Hansi Flick: Stefan Effenberg schlägt Felix Magath als Bundestrainer vor

Update vom 10. September, 20.30 Uhr: Nach und nach reagieren Größen des deutschen Fußballs auf das Aus von Bundestrainer Hansi Flick. Für Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg führte nach der Schmach gegen Japan (1:4) kein Weg mehr an einer Entlassung vorbei. „Das Verhältnis stimmte einfach nicht: Der inzwischen freigestellte Bundestrainer Hansi Flick erreichte die Mannschaft einfach nicht mehr, und deshalb musste da nun auch ein neuer Trainer kommen“, schrieb der einstige Bayern-Spieler in seiner Kolumne für Sport1.

„All das, was war, schön und gut - und die früheren Erfolge mit Bayern ehrten ihn ja auch. Aber du willst doch vor der EM langsam Euphorie und Stimmung haben. Und dass hat ja nun mal nicht mehr funktioniert“, meinte der 55-Jährige weiter: „Die Jungs sind nicht frei im Kopf, das ist eine mentale Geschichte. Die sind überladen mit Problemen, die wissen auch hinterher nicht im Interview, was sie sagen sollen. Diese Blockade musstest du lösen, und dafür ist eben ein Trainerteam verantwortlich. Deshalb musstest du nun reagieren.“

Damit sich die Zuschauer wieder mit der Nationalmannschaft identifizieren können, „kann es für mich nun nur einen geben: Felix Magath! Jürgen Klopp bekommt man nicht, Julian Nagelsmann ist zu jung und für mich auch eher Vereinstrainer“, schrieb Effenberg zur Suche nach einem Nachfolger. Die Bild hatte berichtet, dass der frühere FCB-Coach Nagelsmann der favorisierte Kandidat auf den Posten des Bundestrainers sei.

Rudi Völler äußert sich: Ex-Nationalspieler begründet Flick-Entlassung

Update vom 10. September, 20.15 Uhr: DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat sich mittlerweile ebenfalls zur Entlassung von Bundestrainer Hansi Flick geäußert. „Für mich ist das kein einfacher Moment, denn ich bin im Februar beim DFB angetreten, um Hansi Flick mit all meinen Möglichkeiten zu unterstützen, ihm den Rücken freizuhalten, damit er sportlich erfolgreich sein kann“, sagte der Weltmeister von 1990 in einer offiziellen Stellungnahme des Verbands.

Er habe „fest daran geglaubt, dass er (Flick, d. Red.) es als Bundestrainer schaffen kann, unsere Nationalmannschaft wieder auf Kurs zu bringen“. Dafür habe sich der Badener „aufgerieben in den zurückliegenden Monaten, er hat gemeinsam mit seinem Trainerteam alles gegeben, um nach dem Ausscheiden bei der WM in Katar die Wende zum Positiven zu schaffen“, erzählte der 63-jährige Hesse. Die hohe Niederlage aber gegen Japan (1:4) habe „uns klar gezeigt, dass wir in dieser Konstellation nicht mehr weiterkommen“.

Gehen getrennte Wege: DFB-Sportdirektor Rudi Völler und Ex-Bundestrainer Hansi Flick.

Hansi Flick als Bundestrainer entlassen: DFB trennt sich von Ex-Bayern-Coach

Erstmeldung vom 10. September: München - Hansi Flick ist nicht mehr Bundestrainer. Am Tag nach dem 1:4-Debakel gegen Japan sah sich der DFB genötigt, „einen neuen Impuls zu setzen“, und entlässt den ehemaligen Bayern-Coach. Ein Trio um Sportdirektor Rudi Völler übernimmt das Frankreich-Spiel am Dienstag, doch für die weitere Zukfunft soll ein anderer Nachfolger gefunden werden. Auch Flicks Assistenten Marcus Sorg und Danny Röhl wurden bei der Deutschen Nationalmannschaft freigestellt.

In den sozialen Medien herrschte kurz nach der Verkündung vor allem ein Ton vor: Es sei vom DFB „respektlos“, die Verkündung genau in den Minuten des Triumphs der deutschen Basketball-Nationalmannschaft zu posten. Dem Basketball werde „die Aufmerksamkeit geklaut“, schrieb ein User beispielsweise. Ex-Nationalspieler Toni Kroos lässt sich davon allerdings nicht beirren. Er ignoriert den DFB-Post komplett, aber schreibt zum Basketball-Sieg: „Es ist irre! So stolz!“

Stimmen zur Flick-Entlassung während Basketball-WM-Sieg: „Der DFB hat wirklich kein Taktgefühl“

„Danke für den Respekt anderen Sportarten gegenüber, die gerade 1:21 Minuten vor einer möglichen Weltmeisterschaft stehen“, schreibt indes ein Nutzer auf X, ehemals Twitter. „Absolut beschissener Zeitpunkt des DFB, die Entlassung von Hansi Flick während des letztens Viertels des WM-Finals der Basketballer zu verkünden. Jetzt stürzt sich jeder lieber auf so etwas“, meint ein anderer User.

Choupo-Moting, Calhanoglu, Boateng: Diese Spieler haben sich gegen den DFB entschieden

LUSAIL CITY, QATAR - DECEMBER 02: Eric Maxim Choupo-Moting of Cameroon during the FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft,
Eric Maxim Choupo-Moting (geboren: 23. März 1989 in Hamburg): Die Karriere des Angreifers nahm erst spät Fahrt auf. In Kameruns Nationalmannschaft stürmt der Profi aber bereits seit 2010. © Frej/imago
Hakan Calhanoglu of Turkey during the UEFA Nations League League C Group 1 match between Turkey and Lithuania at Gursel
Hakan Calhanoglu (geboren: 8. Februar in Mannheim): Der begnadete Techniker hätte sich wohl auch beim DFB durchsetzen können, spielte aber bereits in den U-Nationalmannschaften für die Türkei. Mittlerweile ist er sogar Kapitän der Mannschaft. © Seskimphoto/imago
Stephan Schröck (geboren: 21. August 1987 in Schweinfurt): Schon in der Junioren-Nationalmannschaft wechselte der frühere Fürther zum Verband der Philippinen. Seit 2019 ist er sogar Kapitän und spielt mittlerweile auch in der philippinischen Liga Fußball.
Stephan Schröck (geboren: 21. August 1987 in Schweinfurt): Schon in der Junioren-Nationalmannschaft wechselte der frühere Fürther zum Verband der Philippinen. Seit 2019 ist er sogar Kapitän und spielt mittlerweile auch in der philippinischen Liga Fußball. © Bopp/imago
Sebastian Boenisch: Als Linksverteidiger sah Sebastian Boenisch wohl kein Vorbeikommen am damaligen Kapitän Philipp Lahm. 2010 ging es für den langjährigen Schalker dann zum polnischen Verband, für den er 14 Partien absolvierte.
Sebastian Boenisch (geboren: 1. Februar 1987 in Gliwice, Polen): Als Linksverteidiger sah Sebastian Boenisch wohl kein Vorbeikommen am damaligen Kapitän Philipp Lahm. 2010 ging es für den langjährigen Schalker dann zum polnischen Verband, für den er 14 Partien absolvierte. © panoramic/imago
November 15 2018 Leipzig Germany Timo Werner L of Germany and Konstantin Rausch of Russia vi
Konstantin Rausch (geboren: 15. März 1990 in Kozhevnikovo, ehemalige UdSSR): Trotz über 50 Partien in den deutschen U-Nationalmannschaften reichte es für Konstantin Rausch nie für einen Einsatz in der A-Mannschaft. 2017 ging es dann zum russischen Verband. © Kireev/imago
QAT: England - Senegal. FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball Qatar 2022. Round of 16 Ismail Jakobs of Senegal
Ismail Jakobs (geboren: 17. August 1999 in Köln): Durch seinen Wechsel im September zum senegalesischen Fußballverband, nahm der Linksverteidiger relativ kurzfristig sogar an der WM 2022 in Katar teil. Bei der Endrunde lief er in allen vier WM-Spielen Senegals auf. © Blanco/imago
Fußball-Weltmeisterschaft 2022 Qualifikation (UEFA) Athen, Olympiastadion Spyros Louis, 08.09.2021 Gruppe B Griechenland
Odysseas Vlachodimos (geboren: 26. April 1994 in Stuttgart): Als Träger der Fritz-Walter-Medaille, die er 2011 als U17-Keeper erhielt, galt Vlachodimos als kommende deutsche Torwart-Hoffnung. Da allerdings Manuel Neuer auf unbestimmte Zeit in jedem Fall vor ihm stand, wechselte der Stuttgarter zu Griechenland. © Dimopoulos/imago
Willi Orban (Ungarn) gegen Thomas Müller (Deutschland) - Nations League Gruppe C Deutschland vs. Ungarn in der Red Bull
Willi Orbán (geboren: 3. November 1992 in Kaiserslautern): Zweimal lief Orbán für die deutsche U21 auf. Dann spielte er für Ungarn weiter. Dort gehört der erfahrene Bundesliga-Spieler zum Stammpersonal in der Abwehr. © Schroedter/imago
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Jermaine Jones (geboren: 3. November 1981 in Frankfurt): Obwohl der gebürtige Frankfurter drei Länderspiele für Deutschland absolvierte, wechselte der Mittelfeldspieler auf den letzten Drücker zum Verband der USA, für die er 69-mal im Einsatz war. © icon/imago
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Kevin-Prince Boateng (geboren: 6. März 1987 in Berlin): Der Wandervogel wechselte nicht nur seine Vereine regelmäßig, sondern wechelte 2010 zum Fußballverband von Ghana. Zuvor durchlief Boateng alle DFB-U-Mannschaften seit der U15. © xinhua/imago
Sead Kolasinac (geboren: 20. Juni 1993 in Karlsruhe): Der ehemalige Schalker, absolvierte 14 Einsätze in den U-Nationalmannschaften des DFB. Seit 2013 läuft er für Bosnien-Herzegowina auf.
Sead Kolasinac (geboren: 20. Juni 1993 in Karlsruhe): Der ehemalige Schalker, absolvierte 14 Einsätze in den U-Nationalmannschaften des DFB. Seit 2013 läuft er für Bosnien-Herzegowina auf.  © Oliver Weiken / picture allience
Joel Matip (geboren: 8. August 1991 in Bochum): Im März 2010 gab der Innenverteidiger sein Debüt für Kameruns A-Nationalmannschaft und erteilte dem DFB somit eine Absage.
Joel Matip (geboren: 8. August 1991 in Bochum): Im März 2010 gab der Innenverteidiger sein Debut für Kameruns A-Nationalmannschaft und erteilte dem DFB somit eine Absage. © Chai v.d. Laage/ Imago
Martin Harnik (geboren: 10. Juni 1987 in Hamburg): Durchlief trotz doppelter Staatsangehörigkeit bereits die U-Nationalmannschaften der Alpenrepublik, um danach 68 Länderspiele für Österreich zu absolvieren.
Martin Harnik (geboren: 10. Juni 1987 in Hamburg): Durchlief trotz doppelter Staatsangehörigkeit bereits die U-Nationalmannschaften der Alpenrepublik, um danach 68 Länderspiele für Österreich zu absolvieren.  © Christian Bruna / picture alliance
Nuri Sahin (geboren: 5. September 1988 in Lüdenscheid): Lief bereits für die U-Nationalmannschaften der Türkei auf. Einst stellte er in der Frage klar: „Meine deutsche Seite decke ich bei Borussia Dortmund ab, meine türkische bei der Nationalmannschaft.“
Nuri Sahin (geboren: 5. September 1988 in Lüdenscheid): Lief bereits für die U-Nationalmannschaften der Türkei auf. Einst stellte er in der Sache klar: „Meine deutsche Seite decke ich bei Borussia Dortmund ab, meine türkische bei der Nationalmannschaft.“ © Marius Becker / picture alliance
Yunus Malli (geboren: 24. Februar 1992 in Kassel): Wurde mit der deutschen U17-Nationalmannschaft Europameister. Im Oktober 2015 entschied er jedoch künftig für die türkische Auswahl zu spielen.
Yunus Malli (geboren: 24. Februar 1992 in Kassel): Wurde mit der deutschen U17-Nationalmannschaft Europameister. Im Oktober 2015 entschied jedoch künftig für die türkische Auswahl zu spielen.  © Mikhail Tereshchenko / Imago
Vincenzo Grifo (geboren: 7. April 1993 in Pforzheim): Hatte seit jeher den Traum für die Squadra Azzurra aufzulaufen. „Mein Herz schlägt zu 100 Prozent für Italien“, verkündete er einst.
Vincenzo Grifo (geboren: 7. April 1993 in Pforzheim): Hatte seit jeher den Traum für die Squadra Azzurra aufzulaufen. „Mein Herz schlägt zu 100 Prozent für Italien“, verkündete er einst. © Fabio Ferrari / picture alliance
Ermedin Demirovic (geboren: 25. März 1998 in Hamburg): Trotz zweier Staatsbürgerschaften stets für Bosnien-Herzegowina im Einsatz. Im März 2021 debütierte er für die A-Nationalmannschaft.
Ermedin Demirovic (geboren: 25. März 1998 in Hamburg): Trotz zweier Staatsbürgerschaften stets für Bosnien-Herzegowina im Einsatz. Im März 2021 debütierte er für die A-Nationalmannschaft.  © Armin Durgut/ Imago
Hamit Altintop (geboren: 8. Dezember 1982 in Gelsenkirchen): Zeigte gar Unverständnis für Mesut Özil, der sich für den DFB entschied. Eine andere Entscheidung als für die Türkei zu spielen habe für ihn nie im Raum gestanden.
Hamit Altintop (geboren: 8. Dezember 1982 in Gelsenkirchen): Zeigte gar Unverständnis für Mesut Özil, der sich für den DFB entschied. Eine andere Entscheidung als für die Türkei zu spielen habe für ihn nie im Raum gestanden.  © Hannibal Hanschke / picture alliance

SPD-Politiker Kaj Hoffmann schreibt: „Der DFB hat wirklich kein Taktgefühl.“ Ein anderer User meint, das Timing sei eine „Schande“, „unverzeihlich“ und eine „unfassbare Sauerei“. Ein anderer nennt es das „nächste Armutszeugnis für den DFB“. Ein weiterer Nutzer schreibt von „ehrenlosem“ Timing.

Userin freut sich über Basketball-Sieg und Flick-Entlassung: „Super Sonntag“

„Das Timing vom DFB, Flick kurz vor Ende des WM-Finals zu entlassen“, schreibt ein anderer User, sei „eine Frechheit. Umso mehr zeigt sich, wer heute Euphorie, Jubel, Aufmerksamkeit verdient hat. Die Basketball-Weltmeister.“ Da stimmt ein anderer User zu: „Respektlosigkeit sein Urgroßvater, das zu verkünden, während die Basketballer fu***ng WELTMEISTER werden.“ Und Comedian Micky Beisenherz schrieb: „Entlassung von Flick wirkt sofort: Deutschland ist Weltmeister.“

Dass Flick entlassen wurde, sehen aber die meisten User positiv. „Hansi Flick wurde entlassen & wir sind zum ersten Mal in der Geschichte Basketball Weltmeister geworden - super Sonntag“, schreibt eine Userin. Ein anderer schrieb: „Deutschland hat heute zweimal gewonnen. Ich weiß nicht, was ich mehr feiern soll.“

Internationale Pressestimmen zur Entlassung von Hansi Flick: Italien

Gazzetta dello Sport: Erdbeben. Tatsächlich, Erdbeben. Der DFB hat nach dem sensationellen 4:1-Heimsieg gegen Japan die Entlassung von Hansi Flick beschlossen. Flick kommt über die Niederlage gegen Japan nicht hinweg:

Tuttosport: Flick ist nicht mehr Deutschlands Trainer. Die Deutschen haben als Gastgeberland bereits den Pass für die Europameisterschaft, können aber nicht unvorbereitet anreisen.

Internationale Pressestimmen zur Entlassung von Hansi Flick: England

Guardian: Deutschland wirft Cheftrainer Hansi Flick raus, nachdem die Niederlage gegen Japan das Fass zum Überlaufen brachte. Flick hatte eine enttäuschende Weltmeisterschaft überstanden, bei der Deutschland in der Gruppenphase ausschied, aber seitdem hat sich die Lage nicht verbessert und er konnte keines seiner letzten fünf Spiele gewinnen.

BBC: Hansi Flick wurde nach der 1:4-Testspielniederlage gegen Japan am Samstag in Wolfsburg als deutscher Nationaltrainer entlassen. Er ist der erste deutsche Chef, der seit der Schaffung dieser Position im Jahr 1926 entlassen wurde.

Internationale Pressestimmen zur Entlassung von Hansi Flick: Spanien

Marca: Flick nach dem Debakel gegen Japan als deutscher Trainer entlassen.

El Mundo Deportivo: Der Deutsche Fußball-Bund hat beschlossen, ihn nach der peinlichen Niederlage gegen Japan zu entlassen, der dritten in Folge wegen einer Flaute in der Mannschaft. Nagelsmann, Glasner, Klose und Van Gaal zählen zu den Kandidaten, die der DFB in Betracht zieht.

As: Die Entlassung des deutschen Trainers ist nun offiziell. Nagelsmann, ehemaliger Bayern-Trainer, gilt als Favorit, doch es stehen viele Namen auf dem Tisch: Zidane, Nagelsmann und Van Gaal.

Internationale Pressestimmen zur Entlassung von Hansi Flick: Frankreich

L‘Équipe: Das Debakel Deutschlands gegen Japan in einem Freundschaftsspiel am Samstag (1:4) in Wolfsburg endete fatal für Hansi Flick, der dennoch deutlich gemacht hatte, dass er „weiterkämpfen“ wolle. Der deutsche Techniker wurde an diesem Sonntag von seinem Posten als Trainer entlassen,

Internationale Pressestimmen zur Entlassung von Hansi Flick: Schweiz

Blick: Neun Monate vor dem Beginn der Europameisterschaft im eigenen Land steht Deutschland ohne Bundestrainer da. Flick übernahm die deutsche Nationalmannschaft im August 2021 von Joachim Löw (63). Mit Löw als Chefcoach und Flick als Assistenztrainer wurden die Deutschen 2014 in Brasilien Weltmeister. Von diesen erfolgreichen Tagen ist unser nördlicher Nachbar derzeit meilenweit entfernt. 

(cgsc)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Herbertz / Nico Herbertz

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