Pokal-Aus und die Folgen

FC Bayern auf Stürmersuche: Schau mal, Brazzo! Diese sieben Stars wären doch was

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Das Pokal-Aus macht eines deutlich: Der FC Bayern benötigt einen Weltklasse-Stürmer. Aber wen? Sieben Kandidaten für Hasan Salihamidzic.

München – Der FC Bayern ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Mal wieder, muss man fast schon sagen. Dieses Mal war gegen den SC Freiburg im Viertelfinale Endstation. In einem Spiel, das die Münchner eigentlich nicht verlieren durften.

Warum sie es doch taten, wusste Hasan Salihamidzic direkt im Anschluss an die Partie: „Nach so einem Spiel kann man sagen, dass ein Stürmer fehlt“, sagte der Sportvorstand am späten Dienstagabend.

Jetzt war es nicht so, dass Thomas Tuchel gegen die Freiburger kein Angreifer aufbot. Doch bei aller Wertschätzung für Eric Maxim Choupo-Moting: Ein solches Spiel hätte die Bayern mit Robert Lewandowski in der Vergangenheit vermutlich nicht verloren.

„Normalerweise machen wir einige Tore“, führte Brazzo am Dienstagabend weiter aus: „Trotzdem hat Choupo es sehr gut gemacht, wir haben einige Optionen auf der Neun. Wir haben Leute, die sehr gut Tore machen können.“

FC Bayern auf Stürmersuche: Schau mal, Brazzo! Diese sechs Stars wären doch was?

Wirklich? Klar, Thomas Müller ist immer für einen Treffer gut. Oder auch zwei, wie er gegen den BVB zeigte. Doch weder Jamal Musiala, Serge Gnabry oder Sadio Mané befinden sich aktuell in einer Verfassung, in der man sie als „Torjäger“ bezeichnen könnte.

Daher gestand Salihamidzic am Ende des Gesprächs in den Katakomben der Allianz Arena und konstatierte: „Wir werden uns natürlich hinsetzen und schauen, was wir auf dem Transfermarkt dann machen.“

Sieben ganz heiße Kandidaten fallen einem dabei sofort ins Auge. Schau mal, Brazzo! Wären diese Stürmer nicht was für den FC Bayern?

Der FC Bayern sucht einen Stürmer: Kai Havertz (l.), Victor Osimhen (M.) oder Harry Kane (r.)?

Randal Kolo Muani (24, Eintracht Frankfurt, Vertrag bis 2027, Marktwert: 65 Millionen)

Der Franzose, der eine überragende Premieren-Saison im Eintracht-Dress spielt, stellte ausgerechnet an dem Abend seine ausgezeichneten Torjäger-Qualitäten unter Beweis, an dem die Bayern ihre Pokal-Segel streichen mussten. Kolo Muani gelang beim Frankfurter Einzug ins Pokal-Halbfinale am Dienstag ein Doppelpack.

Fast schien es so, als wolle er den Bayern-Bossen um Salihamidzic unter die Nase reiben, was für ein Stürmer-Juwel dort vor seinen Augen Woche für Woche trifft. Mit etwas Glück wäre der 24-Jährige zum WM-Helden geworden, doch die Fußspitze von Argentinien-Keeper Emiliano Martinez verhinderte Kolo Muanis Treffer in der Verlängerung im Finale gegen Argentinien.

Angeblich strebt Kolo Muani selbst einen Wechsel nach München an, weil ihm die „French Connection“ an der Isar gefalle. Das Problem: Eintracht-Manager Markus Krösche will seinen Angreifer nicht unter 100 Millionen Euro gehen lassen. Wären die Bayern bereit, so viel für Kolo Muani zu zahlen? Ausgeschlossen wird es offenbar nicht mehr.

Bei aller Wertschätzung und gezeigten Leistungen scheinen die Bosse an der Säbener Straße noch nicht in Gänze von den Qualitäten Kolo Muanis überzeugt. Oder halten sie sich mit ihren Lobeshymnen nur zurück, damit er nicht noch teuer wird? Der 24-Jährige hat enormes Potenzial und inzwischen seinen festen Platz in der Equipe Tricolore. So einer muss doch was für den FC Bayern sein, oder?

Harry Kane (29, Tottenham Hotspur, Vertrag bis 2024, Marktwert: 90 Millionen)

Der Skipper der englischen Nationalmannschaft wird seit längerer Zeit in München gehandelt. Der Grund: Kane hat seinen Vertrag bei den Spurs noch nicht verlängert – und die Bayern brauchen einen Weltklasse-Stürmer. Ergibt Sinn, dass Brazzo und Co. sich mit dieser Personalie beschäftigen.

Fraglich allerdings, ob Kane in die Bundesliga will. Die zahlungskräftigen Top-Klubs aus der Premier League sind ebenso heiß auf den Angreifer wie Real Madrid, bei denen Karim Benzema auch so langsam in seinem Karriereherbst ankommt. Können die Bayern da mithalten?

Einer, der vergangenen Sommer den Weg von der Insel in die Bundesliga ging, ist Sadio Mané. Der Ex-Liverpool-Star ist sich sicher, dass ihm zukünftig viele Stars folgen werden. Ob er dabei an Kane dachte? In den letzten Wochen soll das Interesse am Angreifer von Bayern-Seite aber etwas abgekühlt sein. Aber vielleicht ist das auch alles nur Transfer-Taktik.

Victor Osimhen (24, SSC Neapel, Vertrag bis 2025, Marktwert: 100 Millionen)

Der Nigerianer ist aktuell wohl der heißeste Stürmer auf dem europäischen Transfermarkt! 21 Treffer in 23 Spielen in der Serie A beim designierten Meister aus Napoli, dazu vier Buden in fünf Champions-League-Partien. Osimhen trifft in dieser Spielzeit, wie er will.

Klar, dass da die ganz großen Teams Schlange stehen. PSG, Real, der FC Chelsea und Manchester United haben schon ihr Interesse bekundet. Dass der Name FC Bayern dabei noch nicht gefallen ist, lässt tief blicken. Aber bei Ablösesummen ab 150 Millionen aufwärts wird‘s an der Säbener Straße eng.

Außerdem: Osimhen war bereits in der Bundesliga, konnte sich aber beim VfL Wolfsburg als 19-Jähriger damals nicht durchsetzen. Daher wird Deutschland vermutlich nicht das Wechsel-Ziel Nummer eins beim Napoli-Star sein – was die Sache für Brazzo natürlich nahezu unmöglich macht. Oder ist dem gar nicht so?

Alle Bundesliga-Torschützenkönige seit 2010

2010: Edin Džeko - 22 Tore für den VfL Wolfsburg. Der Bosnier dürfte einer der unterschätztesten Stürmer seiner Zeit sein. 2018 wurde er zum ersten Spieler, der in drei der europäischen Top-5-Ligen über 50 Treffer erzielte! Mit dem VfL Wolfsburg wurde er 2009 Deutscher Meister.
2010: Edin Džeko - 22 Tore für den VfL Wolfsburg. Der Bosnier dürfte einer der unterschätztesten Stürmer seiner Zeit sein. 2018 wurde er zum ersten Spieler, der in drei der europäischen Top-5-Ligen über 50 Treffer erzielte! Mit dem VfL Wolfsburg wurde er 2009 Deutscher Meister. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
2011: Mario Gómez - 28 Tore für den FC Bayern. Der gebürtige Schwabe begann seine Profikarriere 2004 beim VfB Stuttgart und beendete sie sage und schreibe 16 Jahre später ebenfalls beim VfB. Der 78-malige Nationalspieler spielte zwischenzeitlich nicht nur beim FC Bayern, mit dem er unter anderem Champions-League-Sieger wurde und die Torjägerkanone gewann, sondern unter anderem auch beim AC Florenz.
2011: Mario Gómez - 28 Tore für den FC Bayern. Der gebürtige Schwabe begann seine Profikarriere 2004 beim VfB Stuttgart und beendete sie sage und schreibe 16 Jahre später ebenfalls beim VfB. Der 78-malige Nationalspieler spielte zwischenzeitlich nicht nur beim FC Bayern, mit dem er unter anderem Champions-League-Sieger wurde und die Torjägerkanone gewann, sondern unter anderem auch beim AC Florenz. © imago sportfotodienst
2012: Klaas-Jan Huntelaar - 29 Tore für den FC Schalke 04. Huntelaar war seinerzeit ein gefürchteter Strafraumstürmer. Der „Hunter“ erreichte 2010 mit der niederländischen Nationalmannschaft das WM-Finale. Im März 2022 begann Huntelaar, zehn Monate nach seinem Rücktritt aus dem Profifußball, im Management von Ajax Amsterdam zu arbeiten.
2012: Klaas-Jan Huntelaar - 29 Tore für den FC Schalke 04. Huntelaar war seinerzeit ein gefürchteter Strafraumstürmer. Der „Hunter“ erreichte 2010 mit der niederländischen Nationalmannschaft das WM-Finale. Im März 2022 begann Huntelaar, zehn Monate nach seinem Rücktritt aus dem Profifußball, im Management von Ajax Amsterdam zu arbeiten.  © imago sportfotodienst
2013: Stefan Kießling - 25 Tore für Bayer 04 Leverkusen. Auch Stefan Kießling ist nach wie vor bei seinem Ex-Verein tätig, er arbeitet in der Verwaltung von Bayer 04 Leverkusen. Kießling spielte von 2006 bis 2018 für die Werks-Elf, mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er Dritter bei der Weltmeisterschaft 2010. Trotz Forderungen von vielen Seiten, spielte Kießling in der Nationalmannschaft nie eine große Rolle, absolvierte lediglich sechs A-Länderspiele.
2013: Stefan Kießling - 25 Tore für Bayer 04 Leverkusen. Auch Stefan Kießling ist nach wie vor bei seinem Ex-Verein tätig, er arbeitet in der Verwaltung von Bayer 04 Leverkusen. Kießling spielte von 2006 bis 2018 für die Werks-Elf, mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er Dritter bei der Weltmeisterschaft 2010. Trotz Forderungen von vielen Seiten, spielte Kießling in der Nationalmannschaft nie eine große Rolle, absolvierte lediglich sechs A-Länderspiele. © imago sportfotodienst
2014: Robert Lewandowski - 20 Tore für Borussia Dortmund. In seiner letzten Saison in Dortmund, bevor er ablösefrei zum FC Bayern wechselte, gewann Robert Lewandowski zum ersten Mal die Torjägerkanone. Der Pole war 2010 von Lech Posen zum BVB gekommen.
2014: Robert Lewandowski - 20 Tore für Borussia Dortmund. In seiner letzten Saison in Dortmund, bevor er ablösefrei zum FC Bayern wechselte, gewann Robert Lewandowski zum ersten Mal die Torjägerkanone. Der Pole war 2010 von Lech Posen zum BVB gekommen. © imago sportfotodienst
2015: Alexander Meier - 19 Tore für Eintracht Frankfurt. Meier war nie der dynamischste Stürmer, dennoch ist er in Frankfurt eine Ikone. Heute ist das Kopfballungeheuer Jugendtrainer und Markenbotschafter bei der Eintracht. Meier absolvierte zwischen 2004 und 2018 336 Spiele und erzielte dabei 119 Tore für die Adler.
2015: Alexander Meier - 19 Tore für Eintracht Frankfurt. Meier war nie der dynamischste Stürmer, dennoch ist er in Frankfurt eine Ikone. Heute ist das Kopfballungeheuer Jugendtrainer und Markenbotschafter bei der Eintracht. Meier absolvierte zwischen 2004 und 2018 336 Spiele und erzielte dabei 119 Tore für die Adler.  © imago sportfotodienst
2016: Robert Lewandowski - 30 Tore für den FC Bayern. In der letzten Saison von Trainer Pep Guardiola dominierte der FC Bayern die Bundesliga, gewann das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund im Elfmeterscheißen und schied in der Champions League im Halbfinale unglücklich gegen Atletico Madrid aus.
2016: Robert Lewandowski - 30 Tore für den FC Bayern. In der letzten Saison von Trainer Pep Guardiola dominierte der FC Bayern die Bundesliga, gewann das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund im Elfmeterscheißen und schied in der Champions League im Halbfinale unglücklich gegen Atletico Madrid aus. © imago sportfotodienst
2017: Pierre-Emerick Aubameyang - 31 Tore für Borussia Dortmund. Bestwert in der Bundesliga, außerdem erzielte Aubameyang 2017 auch das entscheidende Tor zum vierten Pokalsieg von Borussia Dortmund. Der blitzschnelle Gabuner kam von AS Saint-Etienne zur Borussia, wo er von 2013 bis 2018 sein Geld verdiente. „Auba“ erzwang in der Folge einen Wechsel zum FC Arsenal, 2022 wechselte er zum FC Barcelona.
2017: Pierre-Emerick Aubameyang - 31 Tore für Borussia Dortmund. Bestwert in der Bundesliga, außerdem erzielte Aubameyang 2017 auch das entscheidende Tor zum vierten Pokalsieg von Borussia Dortmund. Der blitzschnelle Gabuner kam von AS Saint-Etienne zur Borussia, wo er von 2013 bis 2018 sein Geld verdiente. „Auba“ erzwang in der Folge einen Wechsel zum FC Arsenal, 2022 wechselte er zum FC Barcelona. © Anke Waelischmiller/SVEN SIMON
2018: Robert Lewandowski - 29 Tore für den FC Bayern Nachdem Carlo Ancelotti entlassen wurde übernahm Jupp Heynckes noch einmal. Der FC Bayern spielte am Ende eine seiner besten Bundesliga-Saisons überhaupt. Im Pokalfinale scheiterte man an Eintracht Frankfurt, in der Königsklasse an Real Madrid.
2018: Robert Lewandowski - 29 Tore für den FC Bayern. Nachdem Carlo Ancelotti nach zehn Spielen entlassen wurde, übernahm Jupp Heynckes noch einmal. Der FC Bayern spielte am Ende trotz Trainerwechsel die viertbeste Saison seit Einführung der Drei-Punkte-Regel. Im Pokalfinale scheiterte man an Eintracht Frankfurt, in der Königsklasse an Real Madrid. © Bernd Feil/M.i.S.
2019: Robert Lewandowski - 22 Tore für den FC Bayern. Unter Niko Kovac konnte der Rekordmeister nicht ganz an die Vorsaison anknüpfen, Borussia Dortmund schrammte nur knapp an der Meisterschaft vorbei. Robert Lewandowski traf im DFB-Pokalfinale doppelt, der FC Bayern gewann den Pott durch ein 3:0 gegen RB Leipzig. In der Liga räumte er wieder einmal die Kanone ab.
2019: Robert Lewandowski - 22 Tore für den FC Bayern. Unter Niko Kovac konnte der Rekordmeister nicht ganz an die Vorsaison anknüpfen, Borussia Dortmund schrammte nur knapp an der Meisterschaft vorbei. Robert Lewandowski traf im DFB-Pokalfinale doppelt, der FC Bayern gewann den Pott durch ein 3:0 gegen RB Leipzig. In der Liga räumte er wieder einmal die Kanone ab. © via www.imago-images.de
2020: Robert Lewandowski - 34 Tore für den FC Bayern. Eine historische Saison für den FC Bayern! Die 30. deutsche Meisterschaft wurde beinahe zum Randaspekt. Nach einem halben Jahr unter Hansi Flick gewann der FC Bayern alle möglichen Titel, inklusive der Champions League. Lewandowski war einmal mehr der Erfolgsgarant.
2020: Robert Lewandowski - 34 Tore für den FC Bayern. Eine historische Saison für den FC Bayern! Die 30. deutsche Meisterschaft wurde beinahe zum Randaspekt. Nach einem halben Jahr unter Hansi Flick gewann der FC Bayern alle möglichen Titel, inklusive der Champions League. Lewandowski war einmal mehr der Erfolgsgarant. © Bernd Feil/M.i.S./Pool
2021: Robert Lewandowski - 41 Tore für den FC Bayern. In der Saison 2020/2021 macht sich Lewandowski endgültig unsterblich, indem er den Tor-Rekord von Gerd Müller knackte.
2021: Robert Lewandowski - 41 Tore für den FC Bayern. In der Saison 2020/2021 macht sich Lewandowski endgültig unsterblich, indem er den Tor-Rekord von Gerd Müller knackte. © Poolfoto / Imago
2022: Robert Lewandowski - 35 Tore für den FC Bayern. Das Verhältnis zum FC Bayern bekommt Risse, nichtsdestotrotz liefert Lewandowski. Der Pole gewinnt zum siebten Mal die Torjägerkanone der Fußball-Bundesliga!
2022: Robert Lewandowski - 35 Tore für den FC Bayern. Das Verhältnis zum FC Bayern bekommt Risse, nichtsdestotrotz liefert Lewandowski. Der Pole gewinnt zum siebten Mal die Torjägerkanone der Fußball-Bundesliga! © IMAGO/Revierfoto
2023: Christopher Nkunku/Niclas Füllkrug - jeweils 16 Tore: Die Bundesliga-Saison 2022/23 beschert einen geteilten ersten Platz. Bei RB Leipzig dreht Christopher Nkunku auf, während Niclas ‚Lücke‘ Füllkrug bei Werder Bremen der Durchbruch in der Bundesliga gelingt.
2023: Christopher Nkunku/Niclas Füllkrug - jeweils 16 Tore: Die Bundesliga-Saison 2022/23 beschert einen geteilten ersten Platz. Bei RB Leipzig dreht Christopher Nkunku auf, während Niclas ‚Lücke‘ Füllkrug bei Werder Bremen der Durchbruch in der Bundesliga gelingt. ©  IMAGO / Sportfoto Rudel; IMAGO / Nordphoto
„Der 100-Millionen-Euro-Transfer schlägt ein: In seiner Premierensaison erzielt der Engländer beeindruckende 36 Treffer und wird dabei von Ehrenpräsident Uli Hoeneß geadelt.
2024: Harry Kane - 36 Tore für den FC Bayern. Der 100-Millionen-Euro-Transfer schlägt ein: In seiner Premierensaison erzielt der Engländer beeindruckende 36 Treffer und wird dabei von Ehrenpräsident Uli Hoeneß geadelt. © IMAGO/Ulrich Wagner
Harry Kane zum Zweiten: In der Folgesaison 2024/25 schnürt Kane den Torjägerkanonen-Doppelpack.
2025: Harry Kane - 26 Tore für den FC Bayern: Harry Kane zum Zweiten: In der Folgesaison 2024/25 schnürt Kane den Torjägerkanonen-Doppelpack. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel

Niclas Füllkrug (30, Werder Bremen, Vertrag bis 2025, Marktwert: 13 Millionen)

Er wäre vermutlich die günstigste und bodenständigste Lösung für den FC Bayern. Der DFB-Stürmer, dem bei der WM und zuletzt im Nationalteam so etwas wie der internationale Durchbruch gelang, versteht sich auf und neben dem Platz gut mit den Bayern-Stars. Zudem führt Füllkrug aktuell die Torjägerliste der Bundesliga an und sein Marktwert liegt deutlich unter den anderen Top-Stars aus Europa.

Aber vermutlich genau daran liegt das Problem. Die Bayern suchen einen Stürmer mit internationalem Glanz, einer, der Top-Niveau in Europa verkörpert. Würde da eine Verpflichtung eines Werder-Angreifers in Brazzos Portfolio passen?

Jonathan David (23, OSC Lille, Vertrag bis 2025, Marktwert: 60 Millionen)

Auch der Name des in New York geborenen Kanadiers versprüht (noch) nicht das Renommee eines Weltklasse-Angreifers. Allerdings sorgte Davids Quote für Aufsehen. In 31 Pflichtspielen für Lille traf der 23-Jährige bereits 21 Mal.

Allerdings fehlt David der Nachweis der internationalen Klasse, da die Franzosen nicht im europäischen Wettbewerb vertreten sind. Zudem ist der Kanadier kein klassischer Mittelstürmer und mit 1,75 Meter nicht zwingend ein Leuchtturm. David ist beidfüßig und variabel einsetzbar – von diesem Stürmertyp aber haben die Bayern im Kader genügend. Jedoch dürfte sich Alphonso Davies über einen Transfer eines weiteren Kanadiers freuen.

Name: Jonathan David
Geburtsdatum: 14. Januar 2000 (23 Jahre)
Verein: OSC Lille
Position: Mittelstürmer
Marktwert: 60 Millionen (Quelle: transfermarkt.de)

Goncalo Ramos (21, Benfica Lissabon, Vertrag bis 2026, Marktwert: 40 Millionen)

Sein Stern ging bei der WM 2022 in Katar auf. Dort lieferte er ab und verdrängte sogar eine Legende wie Cristiano Ronaldo auf die Bank. Unvergessen sein Dreierpack im Achtelfinale gegen die Schweiz. In bislang sieben Länderspielen traf Ramos bereits vier Mal.

Auch in der Liga mit Benfica läuft‘s für den 1,85 Meter großen Mittelstürmer. In 22 Partien netzte er bereits 17 Mal und auch in der Königsklasse weiß der 21-Jährige, wo das Tor steht. Für das Team von Roger Schmidt traf er in acht Begegnungen dreimal und legte drei Treffer auf.

Nachvollziehbar, dass bei solchen Zahlen die Top-Klubs aus Europa hellhörig werden. Angeblich haben ihn die Bayern schon auf der Liste – ebenso aber auch ManUnited, Real Madrid, der AC Milan und Juventus Turin. Mit einem Marktwert von 40 Millionen Euro ist der junge Portugiese noch vergleichsweise günstig zu haben. Fraglich, wie lange noch …

Goncalo Ramos knipst für Benfica Lissabon in der Champions League.

Kai Havertz (23, FC Chelsea, Vertrag bis 2025, Marktwert: 65 Millionen)

Auch sein Name fällt nicht erst seit gestern an der Säbener Straße. Bereits vor seinem Wechsel 2020 an die Stamford Bridge sollen sich die Bayern mit Havertz beschäftigt haben. Damals war der Linksfuß aber noch zu teuer und die Münchner hatten keinen Bedarf.

Die Gemengelage hat sich inzwischen aber geändert. Bis zuletzt war Havertz für die FCB-Bosse kein klassischer Stürmer, obwohl er diese Rolle beim FC Chelsea seit inzwischen fast schon drei Jahren verkörpert. Auch unter Bundestrainer Hansi Flick lief Havertz bei der WM als Mittelstürmer auf.

Denken die Bayern-Bosse nun um? Mit ein weiterer Grund, warum Havertz inzwischen eine realistische Option ist: Thomas Tuchel! Unter ihm setzte sich Havertz in London durch, schoss die Blues mit seinem Treffer zum CL-Titel 2021 und sagte zuletzt erst, dass er seinem Ex-Coach viel zu verdanken habe. Zudem soll Chelsea bei Havertz im Sommer gesprächsbereit sein.

Also greif zum Hörer, Brazzo! (smk)

Rubriklistenbild: © IMAGO / PRiME Media Images / Xinhua / Sportimage

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