Eintracht-Stürmer in Topform

Herausragender Eintracht-Stürmer: Marktwert von Ekitiké explodiert

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Eintracht Frankfurt holt talentierte Stürmer und verkauft sie später zu hohen Preisen. Bei Hugo Ekitiké kündigt sich der nächste lukrative Deal an.

Frankfurt – In der Hinrunde drehte sich bei Eintracht Frankfurt alles um Omar Marmoush. Der Ägypter hatte in 26 Pflichtspielen herausragende 34 Scorerpunkte gesammelt und damit alle in seinen Schatten gestellt. Dabei hatte es sein „Partner in Crime“, Hugo Ekitiké, mit 18 Torbeteiligungen ebenfalls sehr gut gemacht. Er musste ab 17. Januar aber ohne Marmoush auskommen.

Hugo Ekitiké hat die Marmoush-Lücke bei der Eintracht geschlossen

Ekitiké hat sich seitdem freigeschwommen und die große Lücke geschlossen. In den 13 Pflichtspielen seit dem Marmoush-Abgang steuerte der Stürmer sieben Treffer und zwei Assists bei. Ekitiké setzte zudem beim 5:3-Sieg gegen England mit der französischen U21 Ausrufezeichen und jubelte über einen Dreierpack.

Hugo Ekitiké hat viel Grund zur Freude

Die Gerüchteküche jedenfalls brodelt seit Wochen schon gewaltig. Ein klassisches Preisschild hat die Eintracht noch nicht an Ekitiké geklebt, nach Informationen von Absolut Fußball, dem Fußballportal von Home of Sports, wird auch das Knacken der 100-Millionen-Euro-Marke nicht ausgeschlossen! Er würde damit auch Marmoush (im Gesamtpaket für über 80 Millionen Euro zu Manchester City) und Randal Kolo Muani (kann bis zu 95 Millionen Euro einbringen/zu PSG) überflügeln.

Neue Marktwerte: Eintracht-Stürmer Ekitiké knackt nun über 50 Millionen Euro wert

Der Marktwert jedenfalls steigt unaufhaltsam weiter. Transfermarkt.de hat die Summe von 40 Millionen Euro auf 55 Millionen Euro angehoben. Die 50-Millionen-Euro-Marke ist so etwas wie eine magische Grenze. Anschließend kann es ganz schnell nach ganz oben gehen.

Als Ekitiké im Februar 2024 von der Ersatzbank von Paris Saint-Germain kam, wurde sein Marktwert noch auf 15 Millionen Euro geschätzt. Innerhalb von 13 Monaten hat er seinen Marktwert somit nahezu vervierfacht und damit Sportvorstand Markus Krösche in dessen Einschätzung bestätigt.

100 Jahre Waldstadion: Eine Zeitreise in Bildern durch die Frankfurter Arena – Von Ali bis CR7

Seit 2021 heißt die Frankfurter Arena Deutsche Bank Park.
Seit 2020 heißt die Frankfurter Arena Deutsche Bank Park. © Boris Roessler/dpa
Ein erstes Foto vom 1925 eingeweihten Waldstadion: Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 1926.
Ein erstes Foto vom 1925 eingeweihten Waldstadion: Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 1926. © dpa/Archiv
Fünf Jahre nach dem „Wunder von Bern“ feierte Eintracht Frankfurt im Waldstadion den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.
Nach den dunklen 30er- und 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts unter der NS-Herrschaft, brachte auch der Sport den Menschen wieder Freude. Fünf Jahre nach dem „Wunder von Bern“ feierte Eintracht Frankfurt im Waldstadion den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.  © dpa/Archiv
Karl Mildenberger (r) und Muhammad Ali boxen um den WM-Titel 1966 im Schwergewicht im Waldstadion.
Karl Mildenberger (r) und Muhammad Ali boxen um den WM-Titel 1966 im Schwergewicht im Waldstadion. © dpa/Archiv
Ali gewann nach 12 Runden durch technischen K.O.
Ali gewann nach 12 Runden durch technischen K.O. © Willi Gutberlet/dpa
Auf dem Weg zum zweiten Stern: Frank Schöbel sang bei der Eröffnung der Fußball-WM 1974 in Frankfurt. Am Ende holte Deutschland den Titel.
Auf dem Weg zum zweiten Stern: Frank Schöbel sang bei der Eröffnung der Fußball-WM 1974 in Frankfurt. Am Ende holte Deutschland den Titel. © Karl Schnörrer/dpa
Weltstars im Frankfurter Waldstadion: Pélé (links) und Uwe Seeler bei der WM-Eröffnung 1974.
Weltstars im Frankfurter Waldstadion: Pélé (links) und Uwe Seeler bei der WM-Eröffnung 1974. © Karl Schnörrer/dpa
Fußball wurde 1974 natürlich auch gespielt im Frankfurter Waldstadion. An die Wasserschlacht gegen Polen erinnern heute noch die Länderspiel-Kommentatoren, wenn es stark regnet.
Fußball wurde 1974 natürlich auch gespielt im Frankfurter Waldstadion. An die Wasserschlacht gegen Polen erinnern heute noch die Länderspiel-Kommentatoren, wenn es stark regnet. © Istvan Bajzat/dpa
Die „Wasserschlacht von Frankfurt“ entschied die BRD-Elf übrigens mit 1:0 für sich.
Die „Wasserschlacht von Frankfurt“ entschied die BRD-Elf übrigens mit 1:0 für sich. © dpa
1980 feierte Eintracht Frankfurt den UEFA-Pokalsieg im Final-Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach.
1980 feierte Eintracht Frankfurt den UEFA-Pokalsieg im Final-Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach. © Roland Witschel/dpa
UEFA-Pokal 1993: Eintracht Frankfurt empfängt Dnjepr Dnjepropetrowsk im Waldstadion.
UEFA-Pokal 1993: Eintracht Frankfurt empfängt Dnjepr Dnjepropetrowsk im Waldstadion. © Frank Kleefeldt/dpa
In den 1990er-Jahren bereicherte eine weitere Sportart das Waldstadion: American Football mit Frankfurt Galaxy.
In den 1990er-Jahren bereicherte eine weitere Sportart das Waldstadion: American Football mit Frankfurt Galaxy. © Oliver Stratmann/dpa
Für Eintracht Frankfurt waren die 90er ein schwieriges Jahrzehnt. Die Fans erlebten den ersten Abstieg aus der Bundesliga – und den ersten Aufstieg aus der Zweiten. Für das alte Waldstadion war die Zeit abgelaufen.
Für Eintracht Frankfurt waren die 90er ein schwieriges Jahrzehnt. Die Fans erlebten den ersten Abstieg aus der Bundesliga – und den ersten Aufstieg aus der Zweiten. Für das alte Waldstadion war die Zeit abgelaufen. © Oliver Berg/dpa
Marius Müller-Westernhagen live im Waldstadion: Wenige Jahre nach seinem Konzert im Jahr 2000 wurden die alten Mauern abgerissen.
Marius Müller-Westernhagen live im Waldstadion: Wenige Jahre nach seinem Konzert im Jahr 2000 wurden die alten Mauern abgerissen. © Arne Dedert/dpa
Das fast vollbesetzte Frankfurter Waldstadion während des Abschlussgottesdienstes für den 29. Evangelischen Kirchentag im Sommer 2001.
Das fast vollbesetzte Frankfurter Waldstadion während des Abschlussgottesdienstes für den 29. Evangelischen Kirchentag im Sommer 2001. © Frank May/dpa
Für die WM 2006 in Deutschland sollte auch der Standort Frankfurt modernisiert werden. Die Tribünen des alten Waldstadions wurden nach und nach niedergerissen.
Für die WM 2006 in Deutschland sollte auch der Standort Frankfurt modernisiert werden. Die Tribünen des alten Waldstadions wurden nach und nach niedergerissen. © Arne Dedert
Die Eintracht trug während des Umbaus weiter ihre Heimspiele im Waldstadion aus. Es waren turbulente Jahre mit Abstiegen 2001 und 2004 sowie Aufstiegen 2003 und 2005.
Die Eintracht trug während des Umbaus weiter ihre Heimspiele im Waldstadion aus. Es waren turbulente Jahre mit Abstiegen 2001 und 2004 sowie Aufstiegen 2003 und 2005. © Arne Dedert/dpa
2025 steht das neue Waldstadion bereits seit 20 Jahren. Eintracht Frankfurt erlebte in der neuen Arena nur eine Zweitligasaison – 2011/12.
2025 steht das neue Waldstadion bereits seit 20 Jahren. Eintracht Frankfurt erlebte in der neuen Arena nur eine Zweitligasaison – 2011/12. © Arne Dedert/dpa
Noch ohne Dach: Fans im Waldstadion 2004 beim Spiel der Eintracht gegen Bayern München.
Noch ohne Dach: Fans im Waldstadion 2004 beim Spiel der Eintracht gegen Bayern München. © Oliver Weiken/dpa
Geschafft: Das neue Stadion steht – und heißt ab sofort Commerzbank Arena.
Geschafft: Das neue Stadion steht – und heißt ab sofort Commerzbank Arena. © Boris Roessler/dpa
Als WM-Gastgeber 2006 trug Deutschland auch den Confederations Cup im Jahr zuvor aus. 2005 kickte Brasilien gegen Argentinien im Waldstadion.
Als WM-Gastgeber 2006 trug Deutschland auch den Confederations Cup im Jahr zuvor aus. 2005 kickte Brasilien gegen Argentinien im Waldstadion. © Bernd Weißbrod/dpa
Wieder WM, wieder ein Weltstar zu Gast: Diego Maradona bejubelte seine Albiceleste im Waldstadion. 2006 noch zu jung für den argentinischen Kader: Lionel Messi.
Wieder WM, wieder ein Weltstar zu Gast: Diego Maradona bejubelte seine Albiceleste im Waldstadion gegen die Niederlande. 2006 noch zu jung für den argentinischen Kader: Lionel Messi. © Bernd Weissbrod/dpa
Messi zog es erst 2012 bei einem Testspiel auf den Frankfurter Rasen – da war er dann schon kaum zu stoppen.
Messi zog es erst 2012 bei einem Testspiel auf den Frankfurter Rasen – da war er dann schon kaum zu stoppen. © Frank Kleefeldt/dpa
Cristiano Ronaldo hingegen feierte 2006 seine erste WM-Teilnahme. Im Frankfurter Waldstadion war er mit Portugal gegen den Iran am Ball.
Cristiano Ronaldo hingegen feierte 2006 seine erste WM-Teilnahme. Im Frankfurter Waldstadion war er mit Portugal gegen den Iran am Ball. © Bernd Weissbrod/dpa
18 Jahre später spielte Ronaldo sein wohl letztes großes Turnier für sein Heimatland. 2024 führte ihn das EM-Viertelfinale gegen Slowenien wieder nach Frankfurt.
18 Jahre später spielte Ronaldo sein wohl letztes großes Turnier für sein Heimatland. 2024 führte ihn das EM-Viertelfinale gegen Slowenien wieder nach Frankfurt. © Torsten Silz/dpa
Die EM 2024 war das bislang letzte große Highlight für die Arena, die inzwischen unter dem Namen Deutsche Bank Park firmierte.
Die EM 2024 war das bislang letzte große Highlight für die Arena, die inzwischen unter dem Namen Deutsche Bank Park firmierte. © Torsten Silz/dpa
Neben dem Fußball ist der Deutsche Bank Park in Frankfurt inzwischen auch eine feste Größe in der Riege der Stadionkonzerte in Deutschland. 2022 waren beispielsweise Coldplay zu Gast.
Neben dem Fußball ist der Deutsche Bank Park in Frankfurt inzwischen auch eine feste Größe in der Riege der Stadionkonzerte in Deutschland. 2022 waren beispielsweise Coldplay zu Gast. © Andreas Arnold/dpa

Tobias Kröger, Marktwerte-Koordinator von Transfermarkt.de, prophezeite im exklusiven Gespräch mit Absolut Fußball: „Hugo Ekitiké wird wahrscheinlich schon im kommenden Sommer von den großen Vereinen gejagt. Er ist ein sehr spezieller Spielertyp, der trotz seiner Größe über eine feine Technik verfügt. Sollte er weiterhin diese Leistungen zeigen, könnte sein Marktwert spätestens nach einem Wechsel zu einem Top-Verein und einer dortigen Bestätigung seiner Leistungen in Richtung der 100-Millionen-Marke gehen.“

Transfermarkt-Experte sicher: Marktwert von Eintracht-Star wird weiter steigen

Dafür, so Kröger weiter, seien „noch einige Schritte“ notwendig. Doch sonderlich lange wird sich Ekitiké in diesem Preissegment wohl nicht aufhalten: „Der neue Marktwert von 55 Millionen wird vermutlich nur eine Momentaufnahme sein.“ Der 22-Jährige jedenfalls hat die Zeit in Frankfurt genutzt, um wieder in die Spur zu kommen. Ekitiké war bei PSG abgestürzt, kam im ersten Halbjahr vor seinem Transfer nur zu acht Einsatzminuten.

Die Eintracht peppelte ihn körperlich auf und er schöpfte sein Potenzial aus. 23 Treffer und zehn Vorlagen in 54 Pflichtspielen sind eine starke Statistik. Was ihm noch fehlt? Beispielsweise die Effizienz. Harry Kane hat aus einem xG-Wert von 16,6 überragende 21 Tore erzielt. Ekitiké hingegen brauchte für seine 13 Saisontore in der Bundesliga einen xG-Wert von 17,58. Zwei verschossene Elfmeter geben den Ausschlag.

Insgesamt tritt er hier und da noch zu verschnörkelt und zu wenig gradlinig auf, ihm fehlt teilweise die richtige Balance bei der Entscheidungsfindung zwischen Abspiel und Dribbling. Sollte der noch immer sehr junge Ekitiké daran arbeiten, steht einer Weltkarriere nicht sonderlich viel im Weg.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON

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