Hertha BSC Berlin ist ein etablierter Klub mit langer Historie im deutschen Profifußball. Alle Informationen zu Gründung, Geschichte und Erfolge.
Berlin – Was bei Hertha BSC Berlin immer bleiben wird: die blau-weißen Vereinsfarben, die Heimat in der Hauptstadt Berlin und die lange Tradition des Vereins. Hertha ist einer der ersten reinen Fußballklubs in Deutschland und die Gründung des Vereins erfolgte schon am 25. Juli 1892.
Hertha BSC: Goldenes Zeitalter liegt weit zurück
Die größten Erfolge von Hertha BSC liegen so weit zurück, dass die meisten der heutigen Fans sich nicht mehr daran erinnern können: In den 1920er Jahren zählte die Hertha zu den absoluten Top-Klubs in Deutschland. Der Verein stand sechsmal in Folge im Finalspiel um die deutsche Meisterschaft und konnte sie 1930 und 1931 für sich entscheiden. Es sollten die einzigen Titel von nationaler Bedeutung bleiben.
Obwohl der Verein nach dem Zweiten Weltkrieg nicht an die alten Erfolge anknüpfen konnte, gehörte Hertha BSC 1963 zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Weil der Verein Spieler mit verbotenen Handgeldern umworben hatte, wurde die ohnehin dauerhaft abstiegsgefährdete Hertha 1965 in die Regionalliga versetzt. Kaum war der Verein nach drei Jahren wieder aufgestiegen, folgte 1971 der nächste Skandal: Hertha-Spieler hatten sich von Arminia-Funktionären bestechen lassen. Um die Strafe zu finanzieren, musste das alte Stadion verkauft werden.
Dennoch waren die 1970er eines der erfolgreichsten Jahrzehnte für die Hertha. So scheiterte der Klub 1970 erst im Viertelfinale im UEFA-Pokal, 1979 verlor der Verein das Halbfinale nur knapp. 1975 gelang den Herthanern mit der Vize-Meisterschaft der größte Erfolg in der Bundesliga-Geschichte.
Hertha BSC als Fahrstuhlmannschaft
Entsprechend überraschend kam der Abstieg: 1980 wurde Berlin zweitklassig. Die Hertha wurde zu einer Fahrstuhlmannschaft, stieg nach zwei Jahren wieder auf, nur um direkt danach wieder abzusteigen. 1986 erfolgte sogar der Abstieg in die Amateur-Oberliga. Erst nach zwei Saisons gelang die Rückkehr in die zweite Liga. 1990 war Berlin endlich wieder erstklassig – für eine Saison. 1996 drohte erneut die Drittklassigkeit: Bis Jürgen Röber übernahm. Ihm gelang in der Folgesaison sogar der Aufstieg in die erste Liga. Berlin spielte nun konstant in der ersten Bundesliga und feierte sogar einige Auftritte auf internationalem Parkett.
Hertha BSC: Stadionneubau geplant
Die Hertha hatte in ihrer Geschichte bislang zwei bedeutende Stadien. 1923 wurde das Stadion am Gesundbrunnen eingeweiht, das auch als „Plumpe“ bekannt war. Es soll nicht zuletzt wegen seines Fassungsvermögens von mehr als 35.000 Zuschauern maßgeblichen Anteil an den goldenen Jahren des Berliner Klubs gehabt haben. Die Plumpe wurde 1974 abgerissen. Bereits 1963/1964 zog die Hertha in das Berliner Olympiastadion um. Die neue olympische Spielstätte hat eine Kapazität von fast 75.000 Zuschauern.
Mit einer kurzen Unterbrechung von 1965 bis 1968, als Hertha als Regionalliga-Mannschaft erneut die Plumpe nutzte, ist das Olympiastadion seitdem die Heimat der blauweißen Hertha. Doch das Olympiastadion ist unter den Fans schon immer umstritten und war mit dreistelligen Zuschauerzahlen gerade in den 1980ern häufig Anlass für Frotzeleien der Gästefans. Im Gegensatz zu reinen Fußballstadien ist es deutlicher schwieriger, über die Tartanbahn hinweg Stimmung und Atmosphäre zu erzeugen.
Hertha BSC: Die beliebtesten Spieler
- Pál Dárdai: mit 373 Spielen Rekordspieler für Hertha, trug 15 Jahre lang die Vereinsfarben; trainierte die A-Mannschaft von 2015-2019 und die U21 ab 2020/2021
- Michael Preetz: Bester Torschütze der Hertha, später Mitglied des Aufsichtsrats und Manager und Geschäftsführer von Hertha.
- Arne Friedrich: 231 Spiele in acht Jahren für Hertha BSC, sechs davon als Kapitän. Später in der Geschäftsführung.
- Erich Beer: Gilt als Vereinslegende und ist immer noch Platz 2 der ewigen Torjägerliste für die Hertha
- Hanne Sobek (* 18. März 1900, †17 Februar 1989): Gilt ebenfalls als Vereinslegende. Erreichte sechsmal hintereinander das Finale um die deutsche Meisterschaft und gewann sie zweimal. War von 1959-1963 Trainer und blieb dem Verein zeitlebens eng verbunden.
- Marcelinho: Aufgrund seiner technischen Fähigkeiten und Extravaganz Publikumsliebling und Mitglied der Jahrhundertelf der Hertha.
- Gábor Király: Ungarische Torwartlegende, lief fast 200-mal in der Bundesliga für die Hertha auf.
Hertha BSC: Trainerhistoire - Diese Trainer haben Hertha BSC am längsten trainiert:
- Jürgen Röber Trainer von 1996-2002 für 254 Spiele
- Helmut Kronsbein (*25. Dezember 1914, †27. März 1991) Trainer von 1966-1974 für 233 Spiele
- Pál Dárdai Trainer von 2015-2019 für 172 Spiele
- Georg Keßler Trainer von 1974-1977 für 123 Spiele
- Falko Götz Trainer von 2004-2007 für 121 Spiele
Hertha BSC: Top-Transfers - Zugänge
- Lucas Tousart für 25 Millionen Euro von Olympique Lyon (Saison 19/20)
- Krzysztof Piatek für 24 Millionen Euro von AC Mailand (Saison 19/20)
- Dodi Lukebakio für 20 Millionen Euro vom FC Watford (Saison 19/20)
- Matheus Cunha für 18 Millionen Euro von RB Leipzig (Saison 19/20)
- Valentino Lazaro für 10,5 Millionen Euro von RB Salzburg (Saison 18/19)
#HerthaBSC hat den polnischen Nationalstürmer Krzysztof #Piatek vom AC Mailand für 23 Millionen verpflichtet. Zuvor waren schon Lucas Tousart (Lyon; 24 Millionen) und Santiago Ascacibar (Stuttgart; 11 Millionen) gekommen. Im Winter hat die Hertha 60 Mio für Transfers ausgegeben pic.twitter.com/iUQhapRlZx
— FlashScore.de (@FlashScoreDE) January 30, 2020
Hertha BSC: Top-Transfers - Abgänge
- Valentino Lazaro für 22,4 Millionen Euro zu Inter Mailand (Saison 19/20)
- John Anthony Brooks für 17 Millionen Euro zu Vfl Wolfsburg (Saison 17/18)
- Mitchell Weiser für 12 Millionen Euro zu Bayer Leverkusen (Saison 18/19)
- Adrián Ramos für 9,7 Millionen Euro zu Borussia Dortmund (Saison 14/15)
- Raffael für 9 Millionen Euro zu Dynamo Kiew (Saison 12/13)