Klassenbuch

Eintracht Frankfurt: Kaua Santos überragt beim Sieg in Bochum

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Trapp-Vertreter Kaua Santos überzeugte bei der Eintracht
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    Ingo Durstewitz
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Der Keeper hält den Sieg fest mit seinen Klasseparaden. Auch Mario Götze weiß mal wieder zu überzeugen. Das FR-Klassenbuch zum Erfolg im Ruhrpott.

Primus

Kaua Santos: Kurz vor dem Ende feierte sich der Hüne selbst mit geballter Faust und Freudensprung. Durfte er auch, parierte aus kürzester Distanz einen Kopfball. Hervorragende Leistung, hielt die Eintracht in der schwächeren Anfangsphase im Spiel. Klasse Paraden fast im Dutzend danach. Monsterparade in der Nachspielzeit, unfassbare Rettungstat. Wurde mit Sprechchören der verbliebenen Fans gefeiert.

Tadellos

Hugo Ekitiké: Enorm großer Einsatz des Franzosen. Kaum bis gar nicht vom Ball zu trennen. Hatte die erste Möglichkeit (12.), chipte die Kugel knapp vorbei. Bereitete super das 2:0 vor. Steter Unruheherd, immer anspielbereit, großes Laufpensum. Und nach hinten ackerte er auch.

Gut dabei

Mario Götze: Wieder ein bockstarkes Spiel. Was er tut, hat Hand und Fuß. Immer wieder brillante, feine Pässe, hatte Aktien im Spiel beim 2:0, da schickte er Ekitiké auf die Reise. Auch defensiv verhielt sich der Techniker einfach klug. Er weiß halt, wie das Spiel funktioniert.

Jean-Matteo Bahoya: Schon wieder ein Tor vom 19-Jährigen, sein erstes in der Liga. Erneut sehr flink unterwegs, mit 37,16 km/h, so schnell war in der Bundesliga überhaupt noch nie einer unterwegs. Bemerkenswert. Eiskalt beim Treffer zum 2:0 (32.), hatte zudem seine Füße beim Führungstor im Spiel

Ellyes Skhiri: Erstaunlich abgehangene, souveräne Partie. Holte sich die Bälle ganz hinten ab, verteilte sie unaufgeregt. Und legte dann vor dem 1:0 ein bemerkenswertes Solo hin inklusive eines genauen Passes auf Schütze Kristensen. Erstickte viele Bochumer Versuche im Keim. Hat offenbar zurück zu alter Form gefunden. Musste dann verletzt raus, das Knie. Sah nicht gut aus. Hoffentlich nichts Schlimmeres.

Rasmus Kristensen: Wichtiger Treffer zur 1:0-Führung, brauchte dazu zwei Anläufe. Egal. Ein Spiel wie für ihn gemalt, körperbetont und nicklig. Legte sich einmal mit Balljunge und Publikum an, das braucht er. Starke Vorstellung.

Nathaniel Brown: Auch der eher schmächtige Linksfuß hielt sich wacker gegen die körperlich teilweise stärkeren Bochumer. Mischte kräftig mit, zog nie zurück. Und Fußball spielen kann er ohnehin. Erneut eine sehr erwachsene Leistung.

Ganz okay

Tuta: Solide Partie, aufmerksam, und weitestgehend ohne Fehler. Das ist schon mal gut, denn zuletzt leistete sich der Brasilianer zu viele kleinere und größere Aussetzer. Dieses Mal sehr fokussiert. War auch nötig.

Oscar Hojlund: Er suchte als Erster den Weg nach vorne, gerade in der Phase, als Bochum am Drücker war. Fegte mutig dazwischen. Anfangs aber nicht ganz auf Ballhöhe.

Hugo Larsson: Weitgehend unauffällige Partie, konnte keine großen Akzente setzen, musste er auch nicht. Moderierte das Spiel. Blieb in der Halbzeit in der Kabine, die Adduktoren. Wird am Montag eingehend untersucht.

Ansgar Knauff: Bemüht und großes Kämpferherz, machte die tiefen Läufe. Hatte das dritte Tor mehrfach auf dem Fuß. Eines muss er machen. Legte dann das 3:1 auf.

Robin Koch: Erstaunlich unsicher. Ist man gar nicht gewohnt vom Kapitän. Beschwor so manch brenzlige Situation im eigenen Sechzehnmeterraum hervor. Waren das noch Nachwirkungen der Blessur? Steigerte sich in Abschnitt zwei.

Schwächelnd

Kein Eintrag

Sonderlob

Michy Batshuayi: Machte in letzter Sekunde den Deckel drauf. Torjäger halt.

Zu spät gekommen

Fares Chaibi, Nnamdi Collins, Aurele Amenda

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