Verteidiger des FC Ingolstadt im Interview

Ex-Löwe Deichmann über Ingolstadt-Trainerin Wittmann: „Wir folgen Sabrina bedingungslos“

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Ex-Löwe Yannick Deichmann spricht vor dem Duell gegen seinen Ex-Klub über die Zusammenarbeit mit Trainerin Sabrina Wittmann und das anstehende Derby.

Ingolstadt – Zwei Jahre lang hielt Yannick Deichmann zwischen 2021 und 2023 seine Knochen für die Löwen hin, entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling. Seinen Wechsel zum FC Ingolstadt nahmen ihm einige Anhänger krumm. Mit den Schanzern trifft der 30-Jährige am Samstag (ab 14 Uhr im Live-Ticker) nun auf seinen Ex-Verein.

Herr Deichmann, sechs Punkte aus drei Spielen. So kann man in die Saison starten, oder?
Wir freuen uns über die sechs Punkte, wobei mehr drin gewesen wäre. So hatten wir auch in Unterhaching (1:2-Niederlage, d. Red.) gute Möglichkeiten, etwas mitzunehmen, was uns leider nicht gelungen ist.

„Sabrina arbeitet akribisch, hat einen sehr guten Ansatz, wie sie Fußball spielen möchte. Wir vertrauen und folgen ihr alle bedingungslos.“

Yannick Deichmann über FCI-Trainerin Wittmann.
Der Aufstieg wurde ganz klar als Ziel definiert...
Für uns Spieler ist es immer von Vorteil, eine klare Zielsetzung vor Augen zu haben. Allerdings denken wir nicht tagtäglich an das Endziel, sondern in Teilschritten und arbeiten entsprechend Tag für Tag darauf hin, Punkte einzufahren.
Sabrina Wittmann ist die erste Trainerin im deutschen Männer-Profifußball. Was macht sie aus?
In den Medien wird natürlich viel über dieses Thema gesprochen, für uns ist das aber keine Besonderheit. Sabrina arbeitet akribisch, hat einen sehr guten Ansatz, wie sie Fußball spielen möchte. Wir vertrauen und folgen ihr alle bedingungslos.
Yannick Deichmann lobt Trainerin Sabrina Wittmann als akribische Arbeiterin.

„So viele von damals sind bei 1860 allerdings gar nicht mehr da, außer unter anderem Marco Hiller.“

Yannick Deichmann über das Wiedersehen mit den Löwen.
Erst München, dann Ingolstadt. Sind Sie nach wie vor Nordmensch oder mittlerweile auch halber Bayer?
Ich würde mich weiterhin als Nordmensch bezeichnen. Aber wir fühlen uns hier sehr wohl. Die unmittelbare Nähe zu den Bergen, die Donau oder – zu Münchner Zeiten – die Isar, das sind schon Vorzüge. Wenn du in Hamburg in die Alster springst, musst du vermutlich zum Arzt, das ist hier schon anders (lacht).
Am Samstag kommt ein besonderes Duell auf Sie zu, die Löwen kommen nach Ingolstadt...
Wir als FCI freuen uns auf das Spiel gegen Sechzig, denn oberbayerische Duelle sind immer besonders. So viele von damals sind bei 1860 allerdings gar nicht mehr da, außer unter anderem Marco Hiller. Wir haben zwar noch regelmäßig Kontakt, dabei geht es aber nicht nur um Fußball.

„Es gilt, unseren intensiven Fußball zu spielen und selbstbewusst aufzutreten.“

Yannick Deichmann vor dem Derby gegen 1860 München.
Der Löwe kommt als Tabellenletzter nach Ingolstadt. Wie erwarten Sie das Auftreten von 1860?
Ich glaube, dass sie sehr aggressiv draufgehen möchten, sich nicht groß verstecken werden. Aber: Wir schauen weniger auf den Gegner, dafür vielmehr auf uns. Es gilt, unseren intensiven Fußball zu spielen und selbstbewusst aufzutreten.
Wie gehen Spieler mit Druck um, gerade in einem Verein wie 1860?
Man muss versuchen, alles von außerhalb auszublenden. Grundsätzlich geht jeder Spieler anders damit um.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Stefan Bösl

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