„Was für eine Herabstufung“

Hernández verlässt FC Bayern für viel Geld – und wird mit Spott überhäuft

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Lucas Hernández wechselt vom FC Bayern zu PSG. Bei Instagram und Twitter wird der Franzose auch mit Häme in Richtung Paris verabschiedet.

München/Paris – „Es nicht sehr hilfreich ist, bei PSG zu spielen, weil es ein polarisierender Verein ist. Das zieht böse Zungen an, aber das stört mich nicht.“

Lucas Hernández: Frankreich-Abwehrmann wechselt vom FC Bayern zu PSG

Diese Sätze stammen nicht von irgendjemanden. Geäußert hat sie kein Geringerer als Frankreich-Superstar Kylian Mbappé in einem an diesem Wochenende veröffentlichten Interview mit France Football. Es waren wenig charmante Grüße an seinen Arbeitgeber Paris Saint-Germain, von dem ab sofort Lucas Hernández sein üppiges Gehalt beziehen wird.

Wie an diesem Sonntag offiziell bekannt gegeben wurde, wechselt der Südfranzose nach vier Jahren beim FC Bayern zum französischen Hauptstadtklub. Genau das zog bei Instagram und Twitter auch Häme nach sich.

Sein letztes Spiel für den FC Bayern: Lucas Hernández am 12. November 2022 gegen Schalke, ehe er sich bei der WM in Katar einen Kreuzbandriss zuzog.

„Ich habe schon lange darauf gewartet, zu PSG zu kommen, und jetzt ist es endlich so weit. Es ist ein ganz besonderer Tag für mich und ich bin sehr glücklich, hier zu sein“, erklärte der 27-jährige Abwehrmann laut einer Pressemitteilung der Pariser vom Sonntag (9. Juli).

Lucas Hernández: Paris Saint-Germain zahlt hohe Ablöse für Bayern-Star

Kolportiert 45 Millionen Euro Ablöse soll dem französischen Serienmeister die Neuverpflichtung wert sein, obwohl Hernández wegen beschriebenem Kreuzbandriss in der vergangenen Saison nur sieben Bundesliga-Spiele für die Münchner bestritten hat – das letzte am 12. November 2022 auf Schalke. Danach hatte sich der französische Nationalspieler seine schwere Knieverletzung bei der Winter-WM in Katar zugezogen.

Dass der Verteidiger in den beschriebenen vier Jahren letztlich nur 74 von möglichen 136 Bundesliga-Spielen absolvierte, sorgte nach Bekanntgabe des Transfers in den sozialen Netzwerken teils für Häme und Spott. Bei Twitter schrieb etwa ein User auf Englisch: „Danke, dass du zehn Spiele im Jahr verfügbar warst und uns bei der ersten Chance verlässt, Lucas.“

„Danke für nichts“, meinte ein anderer Twitter-Nutzer. Ein anderer User erinnerte Hernández an seine Herkunft und vermeintliche Zitate, die der Weltmeister von 2018 einmal gesagt haben soll. „Ich komme aus Marseille und bin ein Marseillais. Deswegen würde es ein bisschen schwierig werden, in Paris zu spielen“, soll er demnach gesagt haben, was sich nicht unabhängig verifizieren lässt.

Es nicht sehr hilfreich ist, bei PSG zu spielen, weil es ein polarisierender Verein ist.

Paris-Superstar Kylian Mbappé bei „France Football“

Unter dem offiziellen Instagram-Posting auf dem Account von Hernández kommentierte ein User indes: „Von Bayern zu PSG? Was für eine Herabstufung!“ Ein anderer Insta-Nutzer meinte in einem weiteren Kommentar kritisch: „Glaubst du, dass du ein wichtiger Spieler im Team warst? Du warst einfach ein großer Spieler in den Kliniken.“ Zur Einordnung: Der dynamische Abwehrspieler fiel immer wieder lange verletzt aus und galt als entsprechend verletzungsanfällig.

Lucas Hernández beim FC Bayern: Franzose kam verletzt nach München

Im Sommer 2019 war Hernández sogar verletzt von Atlético Madrid an die Säbener Straße nach München gekommen, dennoch gaben die Bayern unter dem damaligen Sportdirektor Hasan Salihamidzic eine kolportierte Ablöse von 80 Millionen Euro für ihn aus. Ein Instagram-User meinte in einem Kommentar vielleicht auch deshalb harsch: „Genau wegen Fußballern wie dir wenden sich immer mehr vom Fußball ab… An keinem Titel, den wir gewonnen haben, warst du entscheidend beteiligt!!! Viel zu teurer Fehleinkauf, für den sich Brazzo auch noch feiern lassen hat und dafür musste auch noch Mats (Hummels, d. Red.) gehen… Söldner!!!“

Markant: Beim Champions-League-Finale 2020 just gegen PSG (1:0) saß Hernández tatsächlich über die volle Distanz ohne Einsatzzeit auf der Bank. (pm)

Rubriklistenbild: © IMAGO/nordphoto GmbH / Teresa Kroeger

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