Ex-Eintracht-Star mit Leistungsexplosion

Ist Marmoush der Schlüssel zur Rettung der Guardiola-Ära?

  • schließen

Gegen Newcastle United gelingt Omar Marmoush ein beeindruckender Dreierpack. Kann er nun die Ära von Pep Guardiola bei Manchester City retten?

Frankfurt/Manchester – Nach seinem Hattrick innerhalb von 14 Minuten beim 4:0-Sieg über Newcastle United wurde Omar Marmoush mit Lob überhäuft. „Nun hat auch Manchester City einen ägyptischen König“, schrieb etwa The Sun in Anspielung auf Topstar Mo Salah vom FC Liverpool. „Er ist die Zukunft von Manchester City“, schrieben Fans der Skyblues in den sozialen Medien und Trainer-Legende Arsène Wenger schwärmte vom Ägypter bei BeIn Sports: „Er wirkt mental sehr stark, so, als habe er vor nichts Angst.“

Omar Marmoush erzielt Hattrick gegen Newcastle United

Marmoush hatte in der 19. Spielminute den Torreigen gegen Newcastle eröffnet, als er mit einem Lupfer Magpies-Keeper Martin Dubravka bezwang. Nur fünf Minuten später folgte das 2:0 vom Stürmer mit der Nummer sieben nach Vorlage von Ex-Nationalspieler Ilkay Gündoğan. In der 33. Spielminute markierte Marmoush dann das 3:0. Den Spielball nahm der stolze Ägypter nach Ende der Partie mit nach Hause.

Stolz konnte Marmoush allemal sein, schließlich wurde er in den ersten zwei Wochen, seit er für 80 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt zu Manchester City gewechselt war, noch kritisch beäugt.

Marmoush zuvor ohne Torbeteiligung für Manchester City

Marmoush bekam zwar das Vertrauen von Startrainer Pep Guardiola geschenkt, aber auf unterschiedlichen Positionen – Flügelstürmer, Mittelstürmer, Spielmacher – gelang ihm in insgesamt vier Pflichtspielen keine Torbeteiligung. Dazu gab es die schlimmen Pleiten gegen Arsenal (1:5) und Real Madrid (2:3) sowie eine dürftige Leistung gegen einen unterklassigen Gegner im Pokal.

Omar Marmoush (l.) erzielte einen Dreierpack gegen Newcastle United.

Doch mit der Leistungsexplosion am Samstag hat Marmoush große Erwartungen geweckt. Er steckt nun fast schon in der Rolle des Heilsbringers beim englischen Serienmeister. Denn am Mittwoch (21 Uhr) geht es für ManCity nach Madrid.

Fehlt Haaland gegen Real Madrid?

Gegen Real muss in den Playoffs der Champions League jetzt ein 2:3-Rückstand umgebogen werden. Womöglich fehlt bei diesem Topspiel Superstar Erling Haaland aufgrund einer Blessur am Knie, weshalb noch mehr Druck auf Omar Marmoush lasten könnte.

Und ganz gleich wie die Partie ausgeht: Am Wochenende (Sonntag, 17.30 Uhr) wartet das nächste Hammer-Event auf Marmoush und Co., wenn es in der Premier League zum Duell mit Tabellenführer FC Liverpool kommt.

So viel Eintracht steckt in Frankfurt: Die besten Spots und Momente in Bildern

Ein berühmtes Zeichen gegen Rassismus in Niederrad – und Würdigung eines der größten Vereinsidole der 1990er, Anthony Yeboah.
Ein berühmtes Zeichen gegen Rassismus in Niederrad – und Würdigung eines der größten Vereinsidole der 1990er, Anthony Yeboah. © Boris Roessler/dpa
Der ehemalige ghanaische Nationalspieler bestritt zwischen 1991 und 1996 insgesamt 156 Spiele für die Eintracht. Am Frankfurter Willy-Brandt-Platz ist Yeboah Teil der „Säulen der Eintracht“, die wichtige Vereinslegenden am Gleis der U-Bahn-Station zeigt.
Der ehemalige ghanaische Nationalspieler bestritt zwischen 1991 und 1996 insgesamt 156 Spiele für die Eintracht. Am Frankfurter Willy-Brandt-Platz ist Yeboah Teil der „Säulen der Eintracht“, die wichtige Vereinslegenden am Gleis der U-Bahn-Station zeigt. © Nicolas Armer/dpa
Auch mit dabei: Bernd Holzenbein, Fußball-Weltmeister von 1974, spielte von 1967 bis 1981 bei Eintracht Frankfurt. Die Vereinsikone starb im April 2024.
Auch mit dabei: Bernd Holzenbein, Fußball-Weltmeister von 1974, spielte von 1967 bis 1981 bei Eintracht Frankfurt. Die Vereinsikone starb im April 2024. © Imago
„Ich bin stolz und glücklich, dass mich die Fans nicht vergessen haben“, sagte Bum Kun Cha bei der Einweihung der Säulen 2013.
„Ich bin stolz und glücklich, dass mich die Fans nicht vergessen haben“, sagte Bum Kun Cha bei der Einweihung der Säulen 2013. © Imago
Der frühere Abwehrchef Uwe Bindewald kam 2013 auch persönlich, um sich die „Säulen der Eintracht“ anzusehen. Neben Bindewald, Hölzenbein, Cha und Yeboah sind Bruno Pezzey, Charly Körbel, Jürgen Grabowski, Uwe Bein, Jay-Jay Okocha, Alexander Schur sowie Trainer Jörg Berger zu sehen.
Der frühere Abwehrchef Uwe Bindewald kam 2013 auch persönlich, um sich die „Säulen der Eintracht“ anzusehen. Neben Bindewald, Hölzenbein, Cha und Yeboah sind Bruno Pezzey, Charly Körbel, Jürgen Grabowski, Uwe Bein, Jay-Jay Okocha, Alexander Schur sowie Trainer Jörg Berger zu sehen. © Nicolas Armer/dpa
Trainer Berger coachte die SGE 1999 zum Klassenerhalt. 5:1 gewannen die Adler am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern. Stürmer Jan-Aage Fjörtoft, Schütze des fünften Tores, sagte später: Berger hätte sogar die Titanic gerettet.
Trainer Berger coachte die SGE 1999 zum Klassenerhalt. 5:1 gewannen die Adler am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern. Stürmer Jan-Aage Fjörtoft, Schütze des fünften Tores, sagte später: „Berger hätte sogar die Titanic gerettet.“ © Imago
Fjörtoft ist heute TV-Experte im norwegischen Fernsehen und besucht gerne Heimspiele der Eintracht.
Fjörtoft ist heute TV-Experte im norwegischen Fernsehen und besucht gerne Heimspiele der Eintracht. © Max Maiwald/Imago
Die Fans haben ihn auch nicht vergessen.
Die Fans haben ihn auch nicht vergessen. © Imago
Aus einem Aprilscherz heraus gründete sich in Frankfurt 2007 eine echte Initiative zur Umbenennung des Walther-von-Cronberg-Platzes in „Jan-Aage-Fjörtoft-Platz“.
Aus einem Aprilscherz heraus gründete sich in Frankfurt 2007 eine echte Initiative zur Umbenennung des Walther-von-Cronberg-Platzes in „Jan-Aage-Fjörtoft-Platz“. © Imago
Die 1990er und 2000er-Jahre blieben für Eintracht Frankfurt titellos und sind mit Ab- und Aufstiegen verbunden. Trotzdem haben es einige Spieler aus dieser Zeit zum Legendenstatus geschafft.
Die 1990er und 2000er-Jahre blieben für Eintracht Frankfurt titellos und sind mit Ab- und Aufstiegen verbunden. Trotzdem haben es einige Spieler aus dieser Zeit zum Legendenstatus geschafft. © Fredrik Von Erichsen/dpa
Torwart Oka Nikolov spielte schon in der U19 für Eintracht Frankfurt – und stand anschließend von 1993 bis 2013 bei den Profis unter Vertrag.
Torwart Oka Nikolov spielte schon in der U19 für Eintracht Frankfurt – und stand anschließend von 1993 bis 2013 bei den Profis unter Vertrag. © Arne Dedert/dpa
Zum Abschied gab‘s eine eigene Choreo für Oka Nikolov.
Zum Abschied gab‘s eine eigene Choreo für Oka Nikolov. © Fredrik Von Erichsen/dpa
Mit spektakulären Choreografien kennen sich die Fans von Eintracht Frankfurt schließlich aus.
Mit spektakulären Choreografien kennen sich die Fans von Eintracht Frankfurt schließlich aus. © IMAGO/Heiko Becker
Und sowieso ist natürlich das Waldstadion der wichtigste Eintracht-Spot in Frankfurt.
Und sowieso ist natürlich das Waldstadion der wichtigste Eintracht-Spot in Frankfurt. © IMAGO/Marcus Hirnschal
Für den WM-Standort Frankfurt 2006 komplett neu gebaut, steht der Deutsche Bank Park an der gleichen Stelle, wie früher das Waldstadion.
Für den WM-Standort Frankfurt 2006 komplett neu gebaut, steht der Deutsche Bank Park an der gleichen Stelle, wie früher das Waldstadion. © Ulrich Hufnagel/Imago
Seitdem wird in der neuen Arena gejubelt und gelitten. Nach turbulenten Zeiten um den Jahrtausendwechsel erlebten die Fans seit 2005 nur noch ein Jahr in der 2. Bundesliga.
Seitdem wird in der neuen Arena gejubelt und gelitten. Nach turbulenten Zeiten um den Jahrtausendwechsel erlebten die Fans seit 2005 nur noch ein Jahr in der 2. Bundesliga. © IMAGO/Revierfoto
Rund um den Deutsche Bank Park ist Eintracht Frankfurt natürlich omnipräsent.
Rund um den Deutsche Bank Park ist Eintracht Frankfurt natürlich omnipräsent. © IMAGO/wolfgang cezanne
Die Bahn-Unterführungen hin zum Stadion lassen keine Fragen offen, wer hier regiert.
Die Bahn-Unterführungen hin zum Stadion lassen keine Fragen offen, wer hier regiert. © Christof Mattes/Imago
Seit dem DFB-Pokalsieg 2018 erstrahlt dieses Graffito am Fanhaus Louisa in Frankfurt.
Seit dem DFB-Pokalsieg 2018 erstrahlt dieses Graffito am Fanhaus Louisa in Frankfurt. © IMAGO/ingo kutsche
Mit 3:1 besiegte Eintracht Frankfurt damals den FC Bayern München im Berliner Olympiastadion. Auf dem Römer wurde anschließend kräftig gefeiert.
Mit 3:1 besiegte Eintracht Frankfurt damals den FC Bayern München im Berliner Olympiastadion. Auf dem Römer wurde anschließend kräftig gefeiert. © Andreas Arnold/dpa
So auch vier Jahre später, als die Eintracht die Europa League nach Frankfurt holte.
So auch vier Jahre später, als die Eintracht die Europa League nach Frankfurt holte. © IMAGO/Florian Ulrich
Im spanischen Sevilla setzte sich die SGE 2022 im Elfmeterschießen gegen die Glasgow Rangers durch.
Im spanischen Sevilla setzte sich die SGE 2022 im Elfmeterschießen gegen die Glasgow Rangers durch. © IMAGO/Adam Davy
Die VGF präsentierte daraufhin auch stolz Pokalsiege von Eintracht Frankfurt auf einer Straßenbahn.
Die VGF präsentierte daraufhin auch stolz Pokalsiege von Eintracht Frankfurt auf einer Straßenbahn. © Peter Hartenfelser/dpa
2024 feierte Eintracht Frankfurt zwar keinen Titel, dafür aber seinen 125. Geburtstag.
2024 feierte Eintracht Frankfurt zwar keinen Titel, dafür aber seinen 125. Geburtstag. © Boris Roessler/dpa
Mit mehreren Motiven wurde der Frankfurter Römer angetrahlt.
Mit mehreren Motiven wurde der Frankfurter Römer angetrahlt. © IMAGO/Florian Gaul
Gegründet wurde Eintracht Frankfurt am 8. März 1899.
Gegründet wurde Eintracht Frankfurt am 8. März 1899. © IMAGO/Florian Gaul
Seit 2021 hat Eintracht Frankfurt sogar ein eigenes Straßenschild. Die Adresse lautet nun: Im Herzen von Europa.
Seit 2021 hat Eintracht Frankfurt sogar ein eigenes Straßenschild. Die Adresse lautet nun: Im Herzen von Europa. © Joaquim Ferreira/Imago
Auch beim Frankfurter Fastnachtszug darf die Eintracht natürlich nicht fehlen.
Auch beim Frankfurter Fastnachtszug darf die Eintracht natürlich nicht fehlen. © Helmut Fricke/dpa
2013 trug sogar der T-Rex vorm Senckenberg-Museum in Frankfurt Eintracht-Trikot.
2013 trug sogar der T-Rex vorm Senckenberg-Museum in Frankfurt Eintracht-Trikot. © Daniel Reinhardt/dpa

Hamann sieht Ära Guardiola am Ende

Zahlreiche Beobachter wie Ex-Profi Dietmar Hamann sind überzeugt, dass die Ära von Trainer Pep Guardiola sich dem Ende zuneigt. Die Skyblues zittern in der Liga um die Qualifikation für die Champions League – und in der aktuellen Saison droht in der Königsklasse bereits das frühzeitige Aus.

Mit seinen Toren kann Omar Marmoush aber dafür sorgen, dass dieses Horror-Szenario – Trainer weg und kein Champions League-Start – abgewendet wird. Sein Hattrick am Samstag hat die Hoffnung der Skyblues auf jeden Fall genährt, dass die Ära Guardiola noch andauert.

Rubriklistenbild: © IMAGO/David Blunsden

Kommentare